Samstag, 1. Oktober 2011
World Press Photo, Metro und ein tolles WE in Aussicht
diefranzi, 00:45h
So, dann will ich mich nun noch mal melden, bevor ich morgen gegen Mittag in mein tolles Wochenende abdampfe.
Also für euch die Woche im Überblick:
Es war im Großen und Ganzen Sommer. Wie bei euch ja auch. Also es war mir schon wieder zu heiß in der Sonne manchmal. Aber wir haben es genossen, ich war viel joggen, es war toll. Gestern hat es dann aber den ganzen Tag geregnet und heute ist es laut Wetterbericht wohl zwischen 4 und 9° kalt in Toronto. Ab morgen soll es aber wieder besser werden – nur für mich. :)
Am Montag hatte ja Lise Geburtstag. Wir haben ihr nach der Uni aufgelauert und ihr -„TADAAAHH“ Überraschung – ihre neuen AllStars in knallrot überreicht und sie hat sich sooo gefreut, was uns wiederum auch sehr gefreut hat. Danach waren wir noch Eis essen – ein wahnsinnig leckeres Eis übrigens. Also in Sachen Süßkram und Leckereien macht denen hier ja keiner was vor. Mein Eis hatte irgendwie Karamel-Mandel-Geschmack und Schoko- sowie Cookie-Stückchen drin. Hammer.
Außer viel Arbeit hatte ich im Prinzip auch nur ein Highlight die Woche. Am Mittwoch waren wir in der World Press Photo Ausstellung. Das war super. Zwar ganz schön viel auf einmal und daher auch anstrengend aber auch wirklich interessant. Einige Bilder sind doch recht schockierend: Da liegen abgetrennte Köpfe auf Straßen, faulende Kinderleichen in Haiti etc…Also das hätte ich jetzt nicht unbedingt sehen müssen. Aber andere Photos waren wirklich schön und auch kreativ. Und die Entstehungsgeschichten dahinter waren auch interessant.
Ich hab jetzt mein Thema für die Präsentation im Kurs über Kindesmisshandlung. Nachdem mich das kanadische Gesetz, welches ausdrücklich erlaubt, Kinder zu erzieherischen Zwecken zu schlagen oder sonst wie „körperlich zu züchtigen“ (nicht nur, dass es kein Gesetz gibt, was es verbietet, nein, man erlaubt es auch noch ausdrücklich) relativ schockiert hat, beschäftige ich mich jetzt mal mit dem deutschen Gesetz, welches dem Kind das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung zuspricht. Dazu hab ich dann Studien gefunden, die zeigen, welche Auswirkungen das Gesetz denn eigentlich hatte – sprich, ob es war taugt oder nicht. Dazu gibt’s dann auch noch europäische Vergleichsstudien etc. Also ich guck mal, was ich da so draus machen kann.
Dann hab ich mir noch vorgenommen, euch von so ein paar interessanten Beobachtungen zu erzählen, die ich in der Metro gemacht habe. Also zum Thema Metro bin ich mir noch nicht so sicher, wie ich das finde. Manchmal finde ich es super und manchmal nervt es mich. Immerhin fahr ich 40 Minuten zur Uni und wieder heim und noch dazu ist es drinnen immer super heiß. Und bestenfalls natürlich auch komplett überfüllt.
Aber es gibt ja die Musiker. :) Die versüßen mir so manchen Tag. Mein Favorit ist ein Trio aus 2 Geigen und einer Gitarre. Die sind großartig und ich freu mich immer riesig, wenn ich die schon von weitem höre.
Heute stand tatsächlich eine kleine Ballett-Gruppe auf einer kleinen Bühne mitten in der Metro-Station. Da hab ich auch kurz zugeschaut.
Neulich stand eine unheimlich dicke Frau in der Metro, mit einem dunkelblauen T-Shirt mit „Hamburg“- Aufschrift und einen Paris-Stadtführer am Lesen.
Kanadier sind ja so unglaublich höflich und zuvorkommend. Das sieht man auch in der Metro. Sowie da eine ältere Person einsteigt, eine schwangere Frau oder jemand mit Kindern, da springen die förmlich auf und streiten sich nahezu darum, wer demjenigen seinen Platz überlassen darf.
Dann gibt es die, die in der Metro schlafen. Manchmal frag ich mich, ob die jemals aussteigen und das dann auch noch an der richtigen Station? Und die, die in der Metro essen. Was sicher etwas ist, was mich am Großstadtleben auf Dauer mit am meisten stören würde: Keine Zeit und essen nur auf dem Weg. Und die Kaffee-Trinker oder zumindest Kaffee-Becher-Halter. Niemand geht ohne Kaffee irgendwohin. Dumm sind die nur ein bisschen, weil sie halt ihren Kaffee irgendwo im Pappbecher kaufen, anstatt ihn von zu Hause mitzunehmen. Das machen auch manche, aber wenige. Ich übrigens auch. :) Ja, ich habe nämlich letztens einen blauen „UdeM“-Thermosbecher erstanden und der rettet mir jetzt in den laaangen Seminaren gern mal das Leben.
Ja, soviel dazu.
Dann kurz zu meinem Wochenende: Morgen Mittag geht’s also los. 6Std. Busfahrt nach Toronto. Abends wird dann außer dem Suchen nach den Couchsurfern nicht mehr viel laufen. Am Sonntag fahren wir dann an die Niagarafälle (ca2Std) und am Montag haben wir dann noch Zeit für Toronto. Wir fahren erst 19h wieder zurück, was heißt, dass wir auch erst 1h nachts wieder hier sind. Da sitzen einige von euch schon wieder beim Frühstück oder sogar schon an der Arbeit. Ich berichte dann natürlich, wenngleich ich nächste Woche gut im Stress sein dürfte, denn so ein Wochenende ist ja super, nur auch anstrengend und man hat danach immer 1000 Dinge nachzuholen.
Heute Abend feiern wir noch Lises Geburtstag.
So, jetzt seid ihr wieder gut im Bilde. Zum Abschluss noch einen Satz, den ich letzte Woche im Archäologie-Museum gelesen habe und den ich so passend finde:
„Living in Montreal means staying in touch with loved ones far away.”
Übersetzt lautet der:
„In Montreal leben heißt Kontakt halten mit den Lieben weit weg.“
Und damit dann liebe Grüße und euch auch ein schönes langes Wochenende und Happy birthday im Voraus!
Die Franzi
Also für euch die Woche im Überblick:
Es war im Großen und Ganzen Sommer. Wie bei euch ja auch. Also es war mir schon wieder zu heiß in der Sonne manchmal. Aber wir haben es genossen, ich war viel joggen, es war toll. Gestern hat es dann aber den ganzen Tag geregnet und heute ist es laut Wetterbericht wohl zwischen 4 und 9° kalt in Toronto. Ab morgen soll es aber wieder besser werden – nur für mich. :)
Am Montag hatte ja Lise Geburtstag. Wir haben ihr nach der Uni aufgelauert und ihr -„TADAAAHH“ Überraschung – ihre neuen AllStars in knallrot überreicht und sie hat sich sooo gefreut, was uns wiederum auch sehr gefreut hat. Danach waren wir noch Eis essen – ein wahnsinnig leckeres Eis übrigens. Also in Sachen Süßkram und Leckereien macht denen hier ja keiner was vor. Mein Eis hatte irgendwie Karamel-Mandel-Geschmack und Schoko- sowie Cookie-Stückchen drin. Hammer.
Außer viel Arbeit hatte ich im Prinzip auch nur ein Highlight die Woche. Am Mittwoch waren wir in der World Press Photo Ausstellung. Das war super. Zwar ganz schön viel auf einmal und daher auch anstrengend aber auch wirklich interessant. Einige Bilder sind doch recht schockierend: Da liegen abgetrennte Köpfe auf Straßen, faulende Kinderleichen in Haiti etc…Also das hätte ich jetzt nicht unbedingt sehen müssen. Aber andere Photos waren wirklich schön und auch kreativ. Und die Entstehungsgeschichten dahinter waren auch interessant.
Ich hab jetzt mein Thema für die Präsentation im Kurs über Kindesmisshandlung. Nachdem mich das kanadische Gesetz, welches ausdrücklich erlaubt, Kinder zu erzieherischen Zwecken zu schlagen oder sonst wie „körperlich zu züchtigen“ (nicht nur, dass es kein Gesetz gibt, was es verbietet, nein, man erlaubt es auch noch ausdrücklich) relativ schockiert hat, beschäftige ich mich jetzt mal mit dem deutschen Gesetz, welches dem Kind das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung zuspricht. Dazu hab ich dann Studien gefunden, die zeigen, welche Auswirkungen das Gesetz denn eigentlich hatte – sprich, ob es war taugt oder nicht. Dazu gibt’s dann auch noch europäische Vergleichsstudien etc. Also ich guck mal, was ich da so draus machen kann.
Dann hab ich mir noch vorgenommen, euch von so ein paar interessanten Beobachtungen zu erzählen, die ich in der Metro gemacht habe. Also zum Thema Metro bin ich mir noch nicht so sicher, wie ich das finde. Manchmal finde ich es super und manchmal nervt es mich. Immerhin fahr ich 40 Minuten zur Uni und wieder heim und noch dazu ist es drinnen immer super heiß. Und bestenfalls natürlich auch komplett überfüllt.
Aber es gibt ja die Musiker. :) Die versüßen mir so manchen Tag. Mein Favorit ist ein Trio aus 2 Geigen und einer Gitarre. Die sind großartig und ich freu mich immer riesig, wenn ich die schon von weitem höre.
Heute stand tatsächlich eine kleine Ballett-Gruppe auf einer kleinen Bühne mitten in der Metro-Station. Da hab ich auch kurz zugeschaut.
Neulich stand eine unheimlich dicke Frau in der Metro, mit einem dunkelblauen T-Shirt mit „Hamburg“- Aufschrift und einen Paris-Stadtführer am Lesen.
Kanadier sind ja so unglaublich höflich und zuvorkommend. Das sieht man auch in der Metro. Sowie da eine ältere Person einsteigt, eine schwangere Frau oder jemand mit Kindern, da springen die förmlich auf und streiten sich nahezu darum, wer demjenigen seinen Platz überlassen darf.
Dann gibt es die, die in der Metro schlafen. Manchmal frag ich mich, ob die jemals aussteigen und das dann auch noch an der richtigen Station? Und die, die in der Metro essen. Was sicher etwas ist, was mich am Großstadtleben auf Dauer mit am meisten stören würde: Keine Zeit und essen nur auf dem Weg. Und die Kaffee-Trinker oder zumindest Kaffee-Becher-Halter. Niemand geht ohne Kaffee irgendwohin. Dumm sind die nur ein bisschen, weil sie halt ihren Kaffee irgendwo im Pappbecher kaufen, anstatt ihn von zu Hause mitzunehmen. Das machen auch manche, aber wenige. Ich übrigens auch. :) Ja, ich habe nämlich letztens einen blauen „UdeM“-Thermosbecher erstanden und der rettet mir jetzt in den laaangen Seminaren gern mal das Leben.
Ja, soviel dazu.
Dann kurz zu meinem Wochenende: Morgen Mittag geht’s also los. 6Std. Busfahrt nach Toronto. Abends wird dann außer dem Suchen nach den Couchsurfern nicht mehr viel laufen. Am Sonntag fahren wir dann an die Niagarafälle (ca2Std) und am Montag haben wir dann noch Zeit für Toronto. Wir fahren erst 19h wieder zurück, was heißt, dass wir auch erst 1h nachts wieder hier sind. Da sitzen einige von euch schon wieder beim Frühstück oder sogar schon an der Arbeit. Ich berichte dann natürlich, wenngleich ich nächste Woche gut im Stress sein dürfte, denn so ein Wochenende ist ja super, nur auch anstrengend und man hat danach immer 1000 Dinge nachzuholen.
Heute Abend feiern wir noch Lises Geburtstag.
So, jetzt seid ihr wieder gut im Bilde. Zum Abschluss noch einen Satz, den ich letzte Woche im Archäologie-Museum gelesen habe und den ich so passend finde:
„Living in Montreal means staying in touch with loved ones far away.”
Übersetzt lautet der:
„In Montreal leben heißt Kontakt halten mit den Lieben weit weg.“
Und damit dann liebe Grüße und euch auch ein schönes langes Wochenende und Happy birthday im Voraus!
Die Franzi
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Montag, 26. September 2011
Fragwürdige Bars, geschenkte Torten und Rosenkohl :)
diefranzi, 03:12h
Hallo,
diese Woche habe ich mir mal erlaubt, den französischen Beitrag zuerst zu posten. Ich habe bisher jedes Mal meine Franzosen aufs nächste Mal vertröstet und immer nur halb so viel geschrieben. Da hab ich mir gestern mal ein bisschen mehr Mühe gegeben. Nun zu euch.
Diese Woche haben wir einen Geburtstag und einen Abschied gefeiert. Lisa hatte Geburtstag am Montag und Clémence ist am Donnerstag nach Hause geflogen. Sie hatte ein Praktikum hier gemacht und das ist jetzt zu Ende. Ihr zu Ehren haben wir in einer Bar was getrunken, die sich in einem eher fragwürdigen Stadtviertel befindet, umgeben von diversen Sex-Shops und ganz speziellen Kinos. Die Bar an sich war relativ harmlos – mal abgesehen von den meterlangen Insekten und Viechern, die als „Dekoration“ dienten. Sie trägt auch einen recht speziellen und , ja doch, kreativen Namen, wie ich finde: „Les foufounes électriques“. Ich lass euch das mal selber googlen…:)Jedenfalls wars schön und wir waren auf einmal ganz viele Leute, weil jeder irgendwie noch wen mitgebracht hat und so und dann kamen wir wieder einmal aus tausend verschiedenen Ländern dort zusammen.
Vorher waren wir noch im botanischen Garten und beim chinesischen Laternen-Dingens. Wir hatten diese Woche gratis Eintritt in verschiedensten Museen und da war eben das dabei. Und das war auch echt super. Also Gartenkram ist ja jetzt nicht mein Spezialgebiet, aber ich fand vor allem den Teil „Nutzgarten“ interessant. Also Dank Mamas Gewächshaus weiß ich ja schon, wie so ne Paprika wächst. :) Haha, Aber habt ihr schon mal gesehen, wie Rosenkohl oder Quinoa wachsen? Nein? Ha, ich weiß es jetzt! Ätsch! Die chinesischen Laternen – im japanischen Garten, logisch – waren auch ganz schön. Ein bisschen kitschig aber ok.
Die Weisheit des Tages kam hier von Lise, die meinte: „Je mehr man sich annähert, umso näher ist man dran.“ Ja…
Wobei, Lisa war auch nicht schlecht. Clémence lobte sie und sagte: „Ne, Lisa, du verstehst schon voll gut (französisch)“ – Und Lisa: „Was?“
Außerdem habe ich die Woche jetzt die Bustickets für Toronto. Da fahr ich mit Bella am Samstag hin und wir kommen am Montag zurück. Aber erst gegen 1h nachts, also bei euch Dienstagmorgen um 7h. Deshalb kann ich auch nicht zum Geburtstag gratulieren!!! Ich vergess es aber nicht und denk sicher ganz feste an den Peter, wenn ich auf dem Boot an den Niagarafällen vorbeischippere und mal in die USA rüberschaue. Übrigens machen wir in Toronto couchsurfing.
Und für unsere Übernachtungen in Boston und NY mit Christina haben wir auch die Woche gebucht. Es kann also losgehen. :)
Der Oktober wird eh spannend: Toronto und Niagarafälle, die Woche drauf ist das Camping- und Kanu- Wochenende. Da hab ich mich jetzt an der Uni bei so ner Gruppe angemeldet, die organisieren ganz viele so Ausflüge in die Natur und so. Und das eben auch. Und da da immer viele mitmachen, ist es dann relativ preiswert. Und ich vermute mal, dass Anfang Oktober dann auch die Wälder schon so richtig geil bunt sind. Das geht ja jetzt schon los, manche Blätter sind schon richtig rot und orange. Total schön.
Ja, und dann geht’s ja in die USA. Und dann ist der Oktober schon fast wieder rum! Danach wird’s sicher etwas ruhiger. Obwohl wir für den November auch schon Pläne haben, denn am 8.11. gibt es ein Konzert von Coeur de Pirate, zu dem wir unbedingt müssen. :) Witzigerweise ist die im Herbst auf Europa-Tournee und gibt da tausend Konzerte und hier in ihrer Heimat nur 3. Aber egal, wir sind auf jeden Fall dabei. Und vor allem für 25$!
Ein scheinbar unlösbares Problem ist für mich der Dollar. Ich krieg es einfach nicht auf den Schirm. Jedesmal wühl ich in meinem Portemonnaie herum und muss jede Münze zehnmal drehen, bis ich weiß, was es ist. Also vor allem kann ich 5 und 25 cent nicht auseinanderhalten. Daher bezahl ich auch so voll gerne mit Karte. :)
Die Woche war ich wieder mal auf so nem großen Markt. Da gibt es unzählig viele verschiedene Stände mit allem möglichen Obst und Gemüse vor allem und überall stehen Probierteller. Großartig. :)
Heute war Marathon. Ich war frühs laufen und seh schon die Absperrungen und an jeder Straßenkreuzung Polizei und so, da waren die noch nicht mal gestartet. Dann bin ich noch mal unterwegs gewesen, um das Geburtstagsgeschenk für Lise, die morgen dran ist, zu kaufen. Und da liefen sie dann an mir vorbei. Unmengen von Menschen. Und dann so 20 Minuten später kam ich an derselben Stelle noch mal vorbei, da liefen immer noch welche! Natürlich dann die mit eher weniger dynamischem Laufstil, aber trotzdem. Das war nach ungefähr 8km. Und da lief vor allem eine unheimlich dicke Frau mit, die hat mich ja beeindruckt. Also wenn du die so auf der Straße getroffen hättest, hättest du wohl nur gedacht, ui , die sollte mal Sport machen. Aber sie hat ja dementsprechend auch schon 8km geschafft und so sah die echt nicht aus. Also den Marathon ist sie ganz sicher nicht zu Ende gelaufen aber trotzdem. Chapeau!
Am Nachmittag haben wir dann den letzten Gratis-Eintritt genutzt und waren im archäologischen Museum von Montréal. Das ging los mit einem Film, der war echt so großartig gemacht und hat dir in 10 Minuten die komplette Geschichte von Montreal von der Eiszeit bis heute gezeigt. Das war richtig toll gemacht. Danach bestand dieses Museum aber nur noch aus irgendwelchen Infotafeln mit viiieeel Text und kleinen Funden wie Pfauenknochen und Knöpfen…Irgendwer meinte dann, es wär langweilig und dann mussten wir so lachen, weil wir uns wie kleine Kinder vorkamen: Museum ist doof, sobald sich nichts mehr bewegt und es keinen Film mehr gibt. Dann war da noch ne Sonderausstellung zum Thema „Die Gallier und der Wein“. Das war auch ganz nett gemacht, aber jetzt nicht so spannend und neu – zumal ich ja nun diverse Wein-Touren schon hinter mir habe, nach 4 Jahren in Frankreich!
Und dann kamen wir aus dem Aufzug raus, wollten raus aus dem Museum und es steigt eine Frau in den Aufzug ein, mit einem Rest – einem großen Rest – Torte in der Hand. Lise guckt sie im Vorbeigehen mit soooo großen Augen an und die Frau meint: „Wollt ihr den mitnehmen? Ich hab den von nem Kindergeburtstag übrig.“ Ja, das konnten wir ja eigentlich nicht annehmen, aber irgendwie drückte sie mir den Teller in die Hand, meint „Doch, doch“ und verschwindet im Aufzug…Wir nun also mit dem Kuchen raus, haben in einem Café nach nem Messer gefragt, um das Ungetüm zu teilen, und haben uns dann am Hafen auf eine Wiese gesetzt und schnell festgestellt, dass dieser Kuchen nicht sooo der Jackpot war. Der war unglaublich süß und bestand eigentlich nur aus Schlagsahne und Zuckerguss. Also haben wir dann den Rest wieder weiterverschenkt. An 3 hübsche Männer übrigens, die uns ruhig als Gegenleistung mal auf ein Glas hätten einladen können… :)
Ich habe jetzt für mich das Arbeiten in der Bibliothek entdeckt. In Aix kann ich das nicht ab, weil man da nie ruhe hat, es ist immer zu kalt oder zu warm und die Stühle sind so unglaublich unbequem, dass ich insgesamt doch lieber zu Hause arbeite. Jetzt ist es hier aber genau umgekehrt. Die Bibliothek ist toll und zu Hause habe ich eigentlich keinen Platz zum Arbeiten, weil keinen wirklichen Stuhl am Schreibtisch. Daher hab ich immer auf dem Bett gesessen, was wirklich nicht so super ist. Also geh ich jetzt halt immer an die Uni dazu.
Und dann noch mal ein Wort zu meinem Mitbewohner. Ich seh den ja nur recht selten, aber trotzdem krieg ich ja so einiges mit. Zum Beispiel weiß ich jetzt, dass seine Zimmertür besser zu sein sollte, denn wenn sie auf ist, stinkt es in der ganzen Wohnung. Ich hab z.B. auch noch nie mitbekommen, dass er mal Bettzeug gewaschen hätte. Ich bin jetzt 6 Wochen hier oder so…Also nein, er ist wirklich sehr sehr eklig. Christina war die Woche hier und hat mir bestätigt, dass das nicht meine Pingeligkeit ist, sondern dass einfach so Einiges hier nicht stimmt. Und ich mach mir so langsam auch ein bisschen Sorgen um ihn. Also ich hab das ja von vornherein geahnt, und ich weiß es auch heut noch nicht besser und genauer. Aber ich würde schon sagen, dass er ein Alkoholproblem hat. Also er ist ja nicht andauernd BEtrunken, das merk ich ihm ja sicher auch einfach nicht mehr an. Aber er trinkt wirklich jeden Tag. Und er trinkt eindeutig mehr Bier und Pastis (und Jack Daniels wenn er zu Freunden geht) als Wasser. Es ist einfach so selbstverständlich. Ich weiß nicht, was passieren würde, wenn er keinen Alkohol hätte…Aber was soll ich denn jetzt machen? Also ganz ehrlich. Ich seh ihn immer mal im Vorbeigehen. Heute ist er z.B. aufgestanden um 13h30, als ich gerade wieder gegangen bin. Da kann ich ihm ja schlecht sagen: „Guten Morgen. Na, wie geht’s. Ach, übrigens, du meinst nicht zufällig, dass du Alkoholiker bist? Oh, ich muss dann mal los...“ Verdammt, 7 Semester Psychologie und jetzt komm ich mit dem Alkoholproblem nicht klar. Aber ich meine auch, dass ich es irgendwie ansprechen MUSS, oder?
Vorhin saß er auf dem Balkon – da sitzt er den ganzen Nachmittag und raucht und trinkt – und hat Selbstgespräche geführt und sogar gelacht! Der erzählt sich selbst Witze, das ist doch nicht normal. Und was nun???
Jetzt spielt er grad Mundharmonika. Wie bei vielen Instrumenten macht das aber nur Freude, wenn man es auch kann…Mir macht es grad weniger Freude. Wobei, das kann er besser als singen. Das ist immer voll witzig, wenn er mit Kopfhörern singend durchs Haus spackt und ich mir denke, weiß er, dass ich da bin? Oder wenn er zu seinen Gitarrenkunststücken auch noch singt…Also er nuschelt und lispelt ja schon beim Reden. Aber beim Singen erst noch…Aber jetzt will ich ihm nicht noch die letzte sinnvolle Beschäftigung, die er in seinem Leben noch hat, wegnehmen.
Aber ich verabschiede mich dann mal von euch. Vielleicht melde ich mich Ende der Woche noch mal. Ansonsten dann erst nächste Woche wieder, wenn ich aus Toronto zurück bin.
Eine schöne Woche wünsch ich euch.
Liebe Grüße
Die Franzi
diese Woche habe ich mir mal erlaubt, den französischen Beitrag zuerst zu posten. Ich habe bisher jedes Mal meine Franzosen aufs nächste Mal vertröstet und immer nur halb so viel geschrieben. Da hab ich mir gestern mal ein bisschen mehr Mühe gegeben. Nun zu euch.
Diese Woche haben wir einen Geburtstag und einen Abschied gefeiert. Lisa hatte Geburtstag am Montag und Clémence ist am Donnerstag nach Hause geflogen. Sie hatte ein Praktikum hier gemacht und das ist jetzt zu Ende. Ihr zu Ehren haben wir in einer Bar was getrunken, die sich in einem eher fragwürdigen Stadtviertel befindet, umgeben von diversen Sex-Shops und ganz speziellen Kinos. Die Bar an sich war relativ harmlos – mal abgesehen von den meterlangen Insekten und Viechern, die als „Dekoration“ dienten. Sie trägt auch einen recht speziellen und , ja doch, kreativen Namen, wie ich finde: „Les foufounes électriques“. Ich lass euch das mal selber googlen…:)Jedenfalls wars schön und wir waren auf einmal ganz viele Leute, weil jeder irgendwie noch wen mitgebracht hat und so und dann kamen wir wieder einmal aus tausend verschiedenen Ländern dort zusammen.
Vorher waren wir noch im botanischen Garten und beim chinesischen Laternen-Dingens. Wir hatten diese Woche gratis Eintritt in verschiedensten Museen und da war eben das dabei. Und das war auch echt super. Also Gartenkram ist ja jetzt nicht mein Spezialgebiet, aber ich fand vor allem den Teil „Nutzgarten“ interessant. Also Dank Mamas Gewächshaus weiß ich ja schon, wie so ne Paprika wächst. :) Haha, Aber habt ihr schon mal gesehen, wie Rosenkohl oder Quinoa wachsen? Nein? Ha, ich weiß es jetzt! Ätsch! Die chinesischen Laternen – im japanischen Garten, logisch – waren auch ganz schön. Ein bisschen kitschig aber ok.
Die Weisheit des Tages kam hier von Lise, die meinte: „Je mehr man sich annähert, umso näher ist man dran.“ Ja…
Wobei, Lisa war auch nicht schlecht. Clémence lobte sie und sagte: „Ne, Lisa, du verstehst schon voll gut (französisch)“ – Und Lisa: „Was?“
Außerdem habe ich die Woche jetzt die Bustickets für Toronto. Da fahr ich mit Bella am Samstag hin und wir kommen am Montag zurück. Aber erst gegen 1h nachts, also bei euch Dienstagmorgen um 7h. Deshalb kann ich auch nicht zum Geburtstag gratulieren!!! Ich vergess es aber nicht und denk sicher ganz feste an den Peter, wenn ich auf dem Boot an den Niagarafällen vorbeischippere und mal in die USA rüberschaue. Übrigens machen wir in Toronto couchsurfing.
Und für unsere Übernachtungen in Boston und NY mit Christina haben wir auch die Woche gebucht. Es kann also losgehen. :)
Der Oktober wird eh spannend: Toronto und Niagarafälle, die Woche drauf ist das Camping- und Kanu- Wochenende. Da hab ich mich jetzt an der Uni bei so ner Gruppe angemeldet, die organisieren ganz viele so Ausflüge in die Natur und so. Und das eben auch. Und da da immer viele mitmachen, ist es dann relativ preiswert. Und ich vermute mal, dass Anfang Oktober dann auch die Wälder schon so richtig geil bunt sind. Das geht ja jetzt schon los, manche Blätter sind schon richtig rot und orange. Total schön.
Ja, und dann geht’s ja in die USA. Und dann ist der Oktober schon fast wieder rum! Danach wird’s sicher etwas ruhiger. Obwohl wir für den November auch schon Pläne haben, denn am 8.11. gibt es ein Konzert von Coeur de Pirate, zu dem wir unbedingt müssen. :) Witzigerweise ist die im Herbst auf Europa-Tournee und gibt da tausend Konzerte und hier in ihrer Heimat nur 3. Aber egal, wir sind auf jeden Fall dabei. Und vor allem für 25$!
Ein scheinbar unlösbares Problem ist für mich der Dollar. Ich krieg es einfach nicht auf den Schirm. Jedesmal wühl ich in meinem Portemonnaie herum und muss jede Münze zehnmal drehen, bis ich weiß, was es ist. Also vor allem kann ich 5 und 25 cent nicht auseinanderhalten. Daher bezahl ich auch so voll gerne mit Karte. :)
Die Woche war ich wieder mal auf so nem großen Markt. Da gibt es unzählig viele verschiedene Stände mit allem möglichen Obst und Gemüse vor allem und überall stehen Probierteller. Großartig. :)
Heute war Marathon. Ich war frühs laufen und seh schon die Absperrungen und an jeder Straßenkreuzung Polizei und so, da waren die noch nicht mal gestartet. Dann bin ich noch mal unterwegs gewesen, um das Geburtstagsgeschenk für Lise, die morgen dran ist, zu kaufen. Und da liefen sie dann an mir vorbei. Unmengen von Menschen. Und dann so 20 Minuten später kam ich an derselben Stelle noch mal vorbei, da liefen immer noch welche! Natürlich dann die mit eher weniger dynamischem Laufstil, aber trotzdem. Das war nach ungefähr 8km. Und da lief vor allem eine unheimlich dicke Frau mit, die hat mich ja beeindruckt. Also wenn du die so auf der Straße getroffen hättest, hättest du wohl nur gedacht, ui , die sollte mal Sport machen. Aber sie hat ja dementsprechend auch schon 8km geschafft und so sah die echt nicht aus. Also den Marathon ist sie ganz sicher nicht zu Ende gelaufen aber trotzdem. Chapeau!
Am Nachmittag haben wir dann den letzten Gratis-Eintritt genutzt und waren im archäologischen Museum von Montréal. Das ging los mit einem Film, der war echt so großartig gemacht und hat dir in 10 Minuten die komplette Geschichte von Montreal von der Eiszeit bis heute gezeigt. Das war richtig toll gemacht. Danach bestand dieses Museum aber nur noch aus irgendwelchen Infotafeln mit viiieeel Text und kleinen Funden wie Pfauenknochen und Knöpfen…Irgendwer meinte dann, es wär langweilig und dann mussten wir so lachen, weil wir uns wie kleine Kinder vorkamen: Museum ist doof, sobald sich nichts mehr bewegt und es keinen Film mehr gibt. Dann war da noch ne Sonderausstellung zum Thema „Die Gallier und der Wein“. Das war auch ganz nett gemacht, aber jetzt nicht so spannend und neu – zumal ich ja nun diverse Wein-Touren schon hinter mir habe, nach 4 Jahren in Frankreich!
Und dann kamen wir aus dem Aufzug raus, wollten raus aus dem Museum und es steigt eine Frau in den Aufzug ein, mit einem Rest – einem großen Rest – Torte in der Hand. Lise guckt sie im Vorbeigehen mit soooo großen Augen an und die Frau meint: „Wollt ihr den mitnehmen? Ich hab den von nem Kindergeburtstag übrig.“ Ja, das konnten wir ja eigentlich nicht annehmen, aber irgendwie drückte sie mir den Teller in die Hand, meint „Doch, doch“ und verschwindet im Aufzug…Wir nun also mit dem Kuchen raus, haben in einem Café nach nem Messer gefragt, um das Ungetüm zu teilen, und haben uns dann am Hafen auf eine Wiese gesetzt und schnell festgestellt, dass dieser Kuchen nicht sooo der Jackpot war. Der war unglaublich süß und bestand eigentlich nur aus Schlagsahne und Zuckerguss. Also haben wir dann den Rest wieder weiterverschenkt. An 3 hübsche Männer übrigens, die uns ruhig als Gegenleistung mal auf ein Glas hätten einladen können… :)
Ich habe jetzt für mich das Arbeiten in der Bibliothek entdeckt. In Aix kann ich das nicht ab, weil man da nie ruhe hat, es ist immer zu kalt oder zu warm und die Stühle sind so unglaublich unbequem, dass ich insgesamt doch lieber zu Hause arbeite. Jetzt ist es hier aber genau umgekehrt. Die Bibliothek ist toll und zu Hause habe ich eigentlich keinen Platz zum Arbeiten, weil keinen wirklichen Stuhl am Schreibtisch. Daher hab ich immer auf dem Bett gesessen, was wirklich nicht so super ist. Also geh ich jetzt halt immer an die Uni dazu.
Und dann noch mal ein Wort zu meinem Mitbewohner. Ich seh den ja nur recht selten, aber trotzdem krieg ich ja so einiges mit. Zum Beispiel weiß ich jetzt, dass seine Zimmertür besser zu sein sollte, denn wenn sie auf ist, stinkt es in der ganzen Wohnung. Ich hab z.B. auch noch nie mitbekommen, dass er mal Bettzeug gewaschen hätte. Ich bin jetzt 6 Wochen hier oder so…Also nein, er ist wirklich sehr sehr eklig. Christina war die Woche hier und hat mir bestätigt, dass das nicht meine Pingeligkeit ist, sondern dass einfach so Einiges hier nicht stimmt. Und ich mach mir so langsam auch ein bisschen Sorgen um ihn. Also ich hab das ja von vornherein geahnt, und ich weiß es auch heut noch nicht besser und genauer. Aber ich würde schon sagen, dass er ein Alkoholproblem hat. Also er ist ja nicht andauernd BEtrunken, das merk ich ihm ja sicher auch einfach nicht mehr an. Aber er trinkt wirklich jeden Tag. Und er trinkt eindeutig mehr Bier und Pastis (und Jack Daniels wenn er zu Freunden geht) als Wasser. Es ist einfach so selbstverständlich. Ich weiß nicht, was passieren würde, wenn er keinen Alkohol hätte…Aber was soll ich denn jetzt machen? Also ganz ehrlich. Ich seh ihn immer mal im Vorbeigehen. Heute ist er z.B. aufgestanden um 13h30, als ich gerade wieder gegangen bin. Da kann ich ihm ja schlecht sagen: „Guten Morgen. Na, wie geht’s. Ach, übrigens, du meinst nicht zufällig, dass du Alkoholiker bist? Oh, ich muss dann mal los...“ Verdammt, 7 Semester Psychologie und jetzt komm ich mit dem Alkoholproblem nicht klar. Aber ich meine auch, dass ich es irgendwie ansprechen MUSS, oder?
Vorhin saß er auf dem Balkon – da sitzt er den ganzen Nachmittag und raucht und trinkt – und hat Selbstgespräche geführt und sogar gelacht! Der erzählt sich selbst Witze, das ist doch nicht normal. Und was nun???
Jetzt spielt er grad Mundharmonika. Wie bei vielen Instrumenten macht das aber nur Freude, wenn man es auch kann…Mir macht es grad weniger Freude. Wobei, das kann er besser als singen. Das ist immer voll witzig, wenn er mit Kopfhörern singend durchs Haus spackt und ich mir denke, weiß er, dass ich da bin? Oder wenn er zu seinen Gitarrenkunststücken auch noch singt…Also er nuschelt und lispelt ja schon beim Reden. Aber beim Singen erst noch…Aber jetzt will ich ihm nicht noch die letzte sinnvolle Beschäftigung, die er in seinem Leben noch hat, wegnehmen.
Aber ich verabschiede mich dann mal von euch. Vielleicht melde ich mich Ende der Woche noch mal. Ansonsten dann erst nächste Woche wieder, wenn ich aus Toronto zurück bin.
Eine schöne Woche wünsch ich euch.
Liebe Grüße
Die Franzi
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Montag, 19. September 2011
Auch Cheerleader haben Cellulite...
diefranzi, 03:37h
Halli hallo hallöle,
jetzt ist hier schon ein Monat rum! Ich werd wahnsinnig. Am 17. August ging alles los und die Zeit vergeht so schnell…(außer am Donnerstagmorgen in interkultureller Psychologie, da vergeht sie recht langsam seltsamerweise…) :)
Ich war auch diese Woche wieder viel unterwegs, hab viel Neues gesehen und viel Spaß gehabt.
Z.B. am Dienstag, da waren wir im Yeah! – das ist eine Kette, da gibt es „Frozen Yoghurt“ – also eine Art Eis auf Joghurtbasis. Du gehst da hin, nimmst dir einen grooooßen Becher und füllst zuerst einmal Eiscreme in verschiedensten Geschmacksrichtungen ein, so viel du willst. Und dann gehst du mit deinem Becherchen ans „Buffet“ und machst oben drauf alles an Bonbons, Früchten, Keksen, Schokostreuseln und verschiedensten Soßen, was du magst und so viel du magst. Bezahlt wird nach Gewicht. Ähnlich wie bei den Cupcakes und vergleichbaren landestypischen Spezialitäten wird vom Kalorienzählen tendenziell eher abgeraten. Aber ich geb schon zu, dass ich da mit soooo großen Augen in den Laden kam. :)
Wenn wir einmal dabei sind: Am Mittwoch habe ich dann auch endlich eine weitere Spezialität Canadas probiert – wenn nicht sogar DIE Spezialität. Es handelt sich dabei um die „Poutine“. Klingt total abartig: Das sind Pommes mit einer Art Mozzarella -Käse und dann so was wie Bratensoße drüber. Also das wäre die klassische Variante, die es hier sogar bei McDonalds gibt. Dann gibt’s dass aber auch mit Fleisch, mit Zwiebeln, mit Pilzen oder mit Bolognese. Ich hab mich zum Anfang mal für die klassische Variante entschieden. Ich hatte auch gut Hunger, da ich anstatt eines Mittagessens lieber Schwimmen war (Mittwoch 20h15 bei euch…meine Schwimmzeit). Vielleicht war es also der gute Appetit, der mich meinen Teller hat aufessen lassen. Gegen Ende fand ich’s aber schon etwas „écoeurant“, wie der Franzose sagen würde…Auf jeden Fall ist diese Poutine auch was, was man hier wohl gerne 5h morgens nach einer durchtanzten Nacht isst. Die Restaurants haben häufig auch rund um die Uhr geöffnet.
Danach waren wir noch in der Bar St. Sulpice. Das ist die größte Bar Canadas – mit einer riesigen Terrasse und einem Innenbereich über 4 Etagen. Nachdem wir Dienstagabend beispielsweise im schlimmsten Gewitterguss nach Hause laufen mussten, konnten wir am Mittwochabend noch draußen sitzen. Jetzt ist auch wieder schönstes Wetter, so schön, dass ich mir am Samstag doch tatsächlich einen leichten Sonnenbrand im Gesicht zugezogen hab. ICH!
Denn am Samstag, das war total genial. Da war ich bei meinem ersten American Football – Spiel. :D Unsere Uni gegen St. Marys und wir haben uns das volle Programm gegönnt: schön Tailgate vor dem Spiel. Das Tailgate ist eine Art Party und Picknick und BBQ vor dem Spiel. Dort stehen also Grills (Grille? Grillgeräte!) bereit und jeder kann seine Sachen mitbringen und grillen. Und man darf sogar Bier trinken, was man ja sonst draußen nie darf. Und das alles bei dem Megawetter. Und dann ging das Spiel los, so richtig mit Nationalhymne und Cheerleadern und so. Was voll lustig war, war, dass uns WÄHREND des Spiels einfiel, wir hätten eventuell mal bei Wikipedia schauen sollen, wie dieses Spiel überhaupt funktioniert. Das war so lustig, wir sind mit unseren Luftdingern zum Lärmmachen immer aufgesprungen, wenn alle andern aufgesprungen sind, haben Geschrien ohne Ende, ich hatte am Ende kaum noch Stimme. (Lärm machen konnte ich als Kind schon super.) Und das alles ohne zu wissen, warum. Lisa meinte einmal beim Aufspringen so: „Er hat den Ball gefangen! Yeah! Du bist der Größte!“ Das war vielleicht ein Spaß. :) Aber so mit der Zeit haben wir so 2, 3 Sachen auch verstanden und dann konnte ich sogar mal selbst erkennen, wann es spannend wird und ich aufspringen sollte. Das Ganze ist übrigens tatsächlich sehr amerikanisch, also englischsprachig. Da ging es nur „Come on guys!“ und „Go get it!“ und zwischendrin von mir “ JAWOHL!”. :) Ach, wir hatten so einen Spaß. Und da war das dann, wo ich mir den Sonnenbrand geholt hab, denn das Spiel geht 4 mal 15 Minuten, die Zeit wird aber permanent immer wieder angehalten, sowie der Spieler mit dem Ball praktisch zu Fall gebracht wurde. Also alle 5 Sekunden. Insgesamt saßen wir da 3einhalb Stunden!
Nach dem Spiel sind wir dann übers Spielfeld rausgegangen und dabei vorbei an all den Spielern. Ich meinte nur so zu den Mädels: „ Meine Güte, die sind ja ganz schön groß!“ und Lisa meinte: „Ja, und die stinken auch ganz schön.“ Was auch stimmte.
Fazit des Tages: American Footbal ist kompliziert, die Spieler sind stinkende Kleiderschränke und auch Cheerleader haben Cellulite.
Danach waren wir dann noch im Park Mont Royal am Lac aux Castors und haben dort unser Picknick fortgesetzt und beendet.
Und heute, also am Sonntag, waren wir auch wieder in diesem Park aber an einer anderen Stelle. Dort ist jeden Sonntag das sogenannte „Tamtam“. Da treffen sich alle möglichen Leute mit jeglicher Art Musikinstrument und spielt dort irgendwas zusammen. Das ist ja so genial. Da kann man stundenlang Leute beobachten. Da sind Kinder, Studenten, Rentner mit allem möglichen Getrommle und Gitarren und Kastagnetten und ein Saxophon war da und überhaupt einfach alles. Unheimlich viele Hippies, Leute mit Dreadlocks und Rastas, eine Frau hatte einen Papagei auf der Schulter…nebenher Jongleure, Slackliner, Artisten. Einfach eine unglaublich bunte Mischung. Alle kommen da hin und wollen ihren Spaß, es gibt kein schiefes Angucken…also irgendwie ganz Hippie alles. Und gekifft wird übrigens auch ganz ungeniert.
So, und jetzt ist die Woche auch wieder rum. Ich muss heut Abend noch ein bisschen was tun, wie immer. Meine ganzen Texte werden irgendwie immer so zwischen 2 Events gelesen. Nächste Woche wird’s natürlich auch nicht besser. Lisa hat morgen Geburtstag, das wird gefeiert. Dann sind diverse Studentenpartys, mal sehen, ob ich mich da auch mal blicken lasse. Außerdem organisiere ich gerade mehrere Reisen: das Wochenende vom 1.Oktober wollen wir nach Toronto und an die Niagarafälle, das Wochenende danach hab ich vielleicht die Gelegenheit, zum Campen und Kanu fahren in den Nationalpark zu gehen. Für Ende Oktober brauchen wir noch Unterkünfte in Boston und New York, was sich als gar nicht mal so leicht erweist. Und wir haben diese Woche in einigen Museen und im Botanischen Garten und so freien Eintritt. Nur diese Woche. Ach, und nebenbei studiere ich. Manchmal. Ach und genau, meine Uni in Frankreich geht mir auch auf die Nerven, weil die mich stressen und meinen, ich muss ja jetzt alles gleichzeitig noch machen, wie die zu Hause gebliebenen. Also mach ich praktisch grad 2 Semester parallel, was es nicht leichter macht.
Und zu guter Letzt ist da noch mein Mitbewohner, den ich von Tag zu Tag einfach ekliger finde. Letztens hab ich mich mal aufgerafft, den Balkon zu kehren. Ich habe sogar auf dem Tisch GEKEHRT, weil einfach überall seine Kippen und die Asche liegen. Die Kaffeemaschine kann er auch benutzen, aber saubermachen klappt noch nicht so gut. Immer wenn ich mir einen Kaffee machen will, ist noch ein Rest in der Kanne und der Filter mit dem Kaffeematsch ist auch noch drin. Und ich seh ihn auch voll selten, sodass ich ihm das bisher auch noch nich mitteilen konnte. Genauso wie die Geschichte mit dem zusammengeschobenen Duschvorhang und der geschlossenen Badtür nach dem Duschen. (vom hochgeklappten Klodeckel red ich jetzt nicht)Wir haben da kein Fenster im Bad und manchmal, wenn ich auf Toilette gehe, mach ich die Tür auf und denke, ich komm in die Sauna, weil der Typ nach dem Duschen wieder zumacht. Merkt der das nicht? Haben wir nicht schon genug Schimmel im Bad? Sind Männer IMMER so? Weil dann informier ich mich vielleicht doch schon mal über Adoption. Aber bisher hab ich einfach die Hoffnung, dass es sich hierbei um ein besonders ekelhaftes, trinkendes, rauchendes Exemplar handelt.
Nun gut, dann will ich mich mal wieder um diverse Studien über Kindesmisshandlung kümmern. Ein spaßiges Programm am Sonntagabend, aber irgendwer muss es ja machen. Euch dann eine schöne Woche und bye bye! :)
die Franzi
jetzt ist hier schon ein Monat rum! Ich werd wahnsinnig. Am 17. August ging alles los und die Zeit vergeht so schnell…(außer am Donnerstagmorgen in interkultureller Psychologie, da vergeht sie recht langsam seltsamerweise…) :)
Ich war auch diese Woche wieder viel unterwegs, hab viel Neues gesehen und viel Spaß gehabt.
Z.B. am Dienstag, da waren wir im Yeah! – das ist eine Kette, da gibt es „Frozen Yoghurt“ – also eine Art Eis auf Joghurtbasis. Du gehst da hin, nimmst dir einen grooooßen Becher und füllst zuerst einmal Eiscreme in verschiedensten Geschmacksrichtungen ein, so viel du willst. Und dann gehst du mit deinem Becherchen ans „Buffet“ und machst oben drauf alles an Bonbons, Früchten, Keksen, Schokostreuseln und verschiedensten Soßen, was du magst und so viel du magst. Bezahlt wird nach Gewicht. Ähnlich wie bei den Cupcakes und vergleichbaren landestypischen Spezialitäten wird vom Kalorienzählen tendenziell eher abgeraten. Aber ich geb schon zu, dass ich da mit soooo großen Augen in den Laden kam. :)
Wenn wir einmal dabei sind: Am Mittwoch habe ich dann auch endlich eine weitere Spezialität Canadas probiert – wenn nicht sogar DIE Spezialität. Es handelt sich dabei um die „Poutine“. Klingt total abartig: Das sind Pommes mit einer Art Mozzarella -Käse und dann so was wie Bratensoße drüber. Also das wäre die klassische Variante, die es hier sogar bei McDonalds gibt. Dann gibt’s dass aber auch mit Fleisch, mit Zwiebeln, mit Pilzen oder mit Bolognese. Ich hab mich zum Anfang mal für die klassische Variante entschieden. Ich hatte auch gut Hunger, da ich anstatt eines Mittagessens lieber Schwimmen war (Mittwoch 20h15 bei euch…meine Schwimmzeit). Vielleicht war es also der gute Appetit, der mich meinen Teller hat aufessen lassen. Gegen Ende fand ich’s aber schon etwas „écoeurant“, wie der Franzose sagen würde…Auf jeden Fall ist diese Poutine auch was, was man hier wohl gerne 5h morgens nach einer durchtanzten Nacht isst. Die Restaurants haben häufig auch rund um die Uhr geöffnet.
Danach waren wir noch in der Bar St. Sulpice. Das ist die größte Bar Canadas – mit einer riesigen Terrasse und einem Innenbereich über 4 Etagen. Nachdem wir Dienstagabend beispielsweise im schlimmsten Gewitterguss nach Hause laufen mussten, konnten wir am Mittwochabend noch draußen sitzen. Jetzt ist auch wieder schönstes Wetter, so schön, dass ich mir am Samstag doch tatsächlich einen leichten Sonnenbrand im Gesicht zugezogen hab. ICH!
Denn am Samstag, das war total genial. Da war ich bei meinem ersten American Football – Spiel. :D Unsere Uni gegen St. Marys und wir haben uns das volle Programm gegönnt: schön Tailgate vor dem Spiel. Das Tailgate ist eine Art Party und Picknick und BBQ vor dem Spiel. Dort stehen also Grills (Grille? Grillgeräte!) bereit und jeder kann seine Sachen mitbringen und grillen. Und man darf sogar Bier trinken, was man ja sonst draußen nie darf. Und das alles bei dem Megawetter. Und dann ging das Spiel los, so richtig mit Nationalhymne und Cheerleadern und so. Was voll lustig war, war, dass uns WÄHREND des Spiels einfiel, wir hätten eventuell mal bei Wikipedia schauen sollen, wie dieses Spiel überhaupt funktioniert. Das war so lustig, wir sind mit unseren Luftdingern zum Lärmmachen immer aufgesprungen, wenn alle andern aufgesprungen sind, haben Geschrien ohne Ende, ich hatte am Ende kaum noch Stimme. (Lärm machen konnte ich als Kind schon super.) Und das alles ohne zu wissen, warum. Lisa meinte einmal beim Aufspringen so: „Er hat den Ball gefangen! Yeah! Du bist der Größte!“ Das war vielleicht ein Spaß. :) Aber so mit der Zeit haben wir so 2, 3 Sachen auch verstanden und dann konnte ich sogar mal selbst erkennen, wann es spannend wird und ich aufspringen sollte. Das Ganze ist übrigens tatsächlich sehr amerikanisch, also englischsprachig. Da ging es nur „Come on guys!“ und „Go get it!“ und zwischendrin von mir “ JAWOHL!”. :) Ach, wir hatten so einen Spaß. Und da war das dann, wo ich mir den Sonnenbrand geholt hab, denn das Spiel geht 4 mal 15 Minuten, die Zeit wird aber permanent immer wieder angehalten, sowie der Spieler mit dem Ball praktisch zu Fall gebracht wurde. Also alle 5 Sekunden. Insgesamt saßen wir da 3einhalb Stunden!
Nach dem Spiel sind wir dann übers Spielfeld rausgegangen und dabei vorbei an all den Spielern. Ich meinte nur so zu den Mädels: „ Meine Güte, die sind ja ganz schön groß!“ und Lisa meinte: „Ja, und die stinken auch ganz schön.“ Was auch stimmte.
Fazit des Tages: American Footbal ist kompliziert, die Spieler sind stinkende Kleiderschränke und auch Cheerleader haben Cellulite.
Danach waren wir dann noch im Park Mont Royal am Lac aux Castors und haben dort unser Picknick fortgesetzt und beendet.
Und heute, also am Sonntag, waren wir auch wieder in diesem Park aber an einer anderen Stelle. Dort ist jeden Sonntag das sogenannte „Tamtam“. Da treffen sich alle möglichen Leute mit jeglicher Art Musikinstrument und spielt dort irgendwas zusammen. Das ist ja so genial. Da kann man stundenlang Leute beobachten. Da sind Kinder, Studenten, Rentner mit allem möglichen Getrommle und Gitarren und Kastagnetten und ein Saxophon war da und überhaupt einfach alles. Unheimlich viele Hippies, Leute mit Dreadlocks und Rastas, eine Frau hatte einen Papagei auf der Schulter…nebenher Jongleure, Slackliner, Artisten. Einfach eine unglaublich bunte Mischung. Alle kommen da hin und wollen ihren Spaß, es gibt kein schiefes Angucken…also irgendwie ganz Hippie alles. Und gekifft wird übrigens auch ganz ungeniert.
So, und jetzt ist die Woche auch wieder rum. Ich muss heut Abend noch ein bisschen was tun, wie immer. Meine ganzen Texte werden irgendwie immer so zwischen 2 Events gelesen. Nächste Woche wird’s natürlich auch nicht besser. Lisa hat morgen Geburtstag, das wird gefeiert. Dann sind diverse Studentenpartys, mal sehen, ob ich mich da auch mal blicken lasse. Außerdem organisiere ich gerade mehrere Reisen: das Wochenende vom 1.Oktober wollen wir nach Toronto und an die Niagarafälle, das Wochenende danach hab ich vielleicht die Gelegenheit, zum Campen und Kanu fahren in den Nationalpark zu gehen. Für Ende Oktober brauchen wir noch Unterkünfte in Boston und New York, was sich als gar nicht mal so leicht erweist. Und wir haben diese Woche in einigen Museen und im Botanischen Garten und so freien Eintritt. Nur diese Woche. Ach, und nebenbei studiere ich. Manchmal. Ach und genau, meine Uni in Frankreich geht mir auch auf die Nerven, weil die mich stressen und meinen, ich muss ja jetzt alles gleichzeitig noch machen, wie die zu Hause gebliebenen. Also mach ich praktisch grad 2 Semester parallel, was es nicht leichter macht.
Und zu guter Letzt ist da noch mein Mitbewohner, den ich von Tag zu Tag einfach ekliger finde. Letztens hab ich mich mal aufgerafft, den Balkon zu kehren. Ich habe sogar auf dem Tisch GEKEHRT, weil einfach überall seine Kippen und die Asche liegen. Die Kaffeemaschine kann er auch benutzen, aber saubermachen klappt noch nicht so gut. Immer wenn ich mir einen Kaffee machen will, ist noch ein Rest in der Kanne und der Filter mit dem Kaffeematsch ist auch noch drin. Und ich seh ihn auch voll selten, sodass ich ihm das bisher auch noch nich mitteilen konnte. Genauso wie die Geschichte mit dem zusammengeschobenen Duschvorhang und der geschlossenen Badtür nach dem Duschen. (vom hochgeklappten Klodeckel red ich jetzt nicht)Wir haben da kein Fenster im Bad und manchmal, wenn ich auf Toilette gehe, mach ich die Tür auf und denke, ich komm in die Sauna, weil der Typ nach dem Duschen wieder zumacht. Merkt der das nicht? Haben wir nicht schon genug Schimmel im Bad? Sind Männer IMMER so? Weil dann informier ich mich vielleicht doch schon mal über Adoption. Aber bisher hab ich einfach die Hoffnung, dass es sich hierbei um ein besonders ekelhaftes, trinkendes, rauchendes Exemplar handelt.
Nun gut, dann will ich mich mal wieder um diverse Studien über Kindesmisshandlung kümmern. Ein spaßiges Programm am Sonntagabend, aber irgendwer muss es ja machen. Euch dann eine schöne Woche und bye bye! :)
die Franzi
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Montag, 12. September 2011
Uni, Sport und Cupcakes
diefranzi, 04:49h
So, meine Lieben. Es ist wieder mal Zeit, euch zu erzählen, was ich so Schönes hier treibe. Ich habe wieder eine aufregende Woche hinter mir. And here we go:
Am Dienstag musste ich ja gleich nach meinem langen – aber anstrengenden – Wochenende wieder früh raus. Da will Wäsche gewaschen werden, zu essen ist auch nichts im Haus, nebenbei hab ich mich als Versuchskaninchen für eine psychologische Studie zum Thema Wahrnehmung missbrauchen lassen – für Geld versteht sich – und Uni hab ich ja auch ab und zu. Am Dienstag hatte ich da auch den ersten Kurs über die Kindesmisshandlungen, auf den ich so gespannt war. Eine deutsche Psychologiestudentin hier sah mich auch kurz vorher an, als ich zu dem Kurs losmusste und meinte: Ja dann…äh…na „viel Spaß“ sagt man da ja jetzt nicht, oder? Ja, richtig. „Spaß“ ist wohl was anderes. Aber es hört sich alles ganz interessant an, es wird um verschiedene Formen von Misshandlungen gehen. Wir haben unheimlich viel zu lesen und müssen auch eine Präsentation vorbereiten u.a. Es kommen auch ab und zu Leute von außerhalb, die uns von ihren Erfahrungen berichten – z.B. Mitarbeiter in einer Art Frauenhaus. Also das wird schon spannend. Nur ist es einfach kein schönes Thema, also Spaß macht das nicht.
Am Mittwoch musste ich auch an die Uni – versteh ich gar nicht, ich war doch am Dienstag erst dort. Den Prof hab ich erstmal als solchen gar nicht erkannt. Der sieht eigentlich so ein bisschen aus wie ne Mischung aus Ralf Zacherl und dem typischen Computerfreak: Ein großer, dicker Mann mit schwarzer Hose und reingestecktem T-shirt (was recht figurbetont wirkt…), Glatze und dem Zacherl-Bärtchen. Und mit Brille. Ist aber ein ganz lockerer Typ und ganz nett. Als erstes meinte er, er habe beantragt, dass unser Kurs nicht 8h30 sondern ab nächster Woche um 9h30 beginnt. Da hatte er unsere Herzen erobert. :) Da aber nicht alles perfekt sein kann, geht es in seinem Kurs um „Psychometrie“ (falls das auf Deutsch so heißt…) also um so psychologische Tests und wie die entstehen und worauf man achten muss. Da ich an sich von solchen Test herzlich wenig begeistert bin, hält sich auch mein Enthusiasmus beim Aufstehen am Mittwochmorgen in Grenzen. Aber was muss, das muss. Das spaßigste wird, dass jeder von uns mal eine Diskussionsrunde animieren soll…da müssen wir ein Thema erarbeiten und dazu dann eben nicht einen Vortrag halten, sondern diskutieren. Super, ich glaub, ich bin da krank…
Mittwochmittag bin ich dann zehn Kilometer auf dem Campus hin- und hergelatscht, um Kopien zu machen, Informationen einzuholen etc. Da läuft man einiges hier…Und dann nahte Mittwoch, 14h15…rechnet 6Std. drauf, schaut in die Fernsehzeitung unter RTL, dann wisst ihr, was mein Problem war. Aber ich habs ganz gut gelöst…also fast. Ich bin jedenfalls das erste Mal in unserm tollen Schwimmbad an der Uni gewesen und war auch tatsächlich eine Stunde von 14h10 bis 15h10 im Wasser. Dumm, dass da überall Uhren hängen, da konnte ich mir nämlich nach jeder Bahn überlegen, ob Katia schon in der Familie ist, ob grade Werbung läuft etc…Aber gut, irgendwie ging die Zeit trotzdem rum und ich hab sie ja sinnvoll genutzt. In den Umkleiden des Sportkomplexes kann man sich übrigens super verlaufen. Also wenn man sich da nicht merkt, wie man reingekommen ist, dann kommt man bestimmt auch nicht mehr raus. Mich haben dann sogar 2 Mädels gefragt, wo es hier zum Wasser ginge…
Und die Bahnen haben Namen. Also sie sind erstmal eingeteilt in langsam, mittel und schnell. Und dazu gibt’s dann Namen: Schildkröte, Pinguin, Ente und Delfin. Warum jetzt gerade die Ente die zweitstärkste Schwimmerin symbolisiert…Jedenfalls hab ich mich gemütlich als Pinguin geoutet und das ging ganz gut. Vielleicht schaff ichs noch zur Ente. :)
Am Abend waren wir dann in einer Jazz-Bar mit toller Live-Musik. Kontrabass, Flügel, Gitarre und Schlagzeug. Wie die Gruppe hieß, hab ich selbstverständlich vergessen, aber ich weiß noch, dass sie ihre Sachen wohl selbst komponieren und dass wir nen super Abend hatten. Leider muss man sich hier immer entscheiden, was man macht, und daher verpasst man auch gezwungenermaßen immer was, weil ja immer so viel zu tun wäre. Am Mittwoch war nämlich auch ein Konzert an der Metro von mehreren jungen Talenten, die sonst in der Metro spielen. Und da sind manche wirklich richtig gut. Manchmal KANN ich gar nicht vorbeigehen. Da muss man stehenbleiben und würde am liebsten einfach den Tag anhalten und nicht weitermüssen…Letztens bin ich an 2 vorbeigelaufen, die spielten nicht, sondern saßen nur grad da und wollten dann wohl loslegen. Ein Akkordeon und ein Saxophon! Ich wär fast hingegangen: Äh, Entschuldigung, ich hab grad nich so viel Zeit, aber könntet ihr vielleicht was spielen, weil euch zu HÖREN würde mir jetzt grad mehr geben, als euch zu SEHEN!? Aber ich hatte ja wie gesagt keine Zeit.
Am Donnerstag musste ich SCHONWIEDER morgens an die Uni. Das war recht unspektakulär. Mittags ess ich wohl jetzt immer bei Julia. Die wohnt ja gleich neben der Uni und kochen kann sie auch. Das passt doch super! :) Nachmittags hab ich dann den Marou getroffen. Der hatte sich auf meine Annonce gemeldet für Deutsch-Nachhilfe und fragte mich aber witzigerweise, ob ich auch Frz- Nachhilfe geben könnte. Er kann ganz gut frz eigentlich, will nur ein bisschen mehr sprechen und meiner Ansicht nach, ist es eigentlich eine Frage des Selbstbewusstseins. Denn er sagt selber, dass er vor allem gegenüber seines Profs nicht weiß, wie er sich ausdrücken soll. Na ja, da ich keine große Arbeit damit habe und ja Frz sowieso sprechen kann, kommt mir das doch ganz gelegen. Ein bisschen Taschengeld für mich.
Und am Donnerstagabend war ich dann ja noch bei Christina und das Ergebnis dieses Abends habt ihr ja bereits wenige Minuten danach hier gepostet bekommen unter dem schönen Titel „woooohoooo!“ – aber das beschreibt es einfach am besten. Wir haben ja eigentlich diese Reise nur so grob geplant und nach den Preisen geschaut und so und dann dachten wir uns, ja, warum buchen wir das denn jetzt nicht einfach? Wir wissen doch, dass wir da hinwollen. Und dann haben wirs einfach gemacht. Und ich kann es immer noch nicht so richtig fassen. Es ist ja auch noch jede Menge Zeit bis dahin, aber wenn das hier so weitergeht, dann vergeht diese Zeit auch wie im Flug...
Am Freitag hab ich mich an der Uni mit der Gruppe getroffen, mit der ich das Projekt in interkultureller Psychologie habe. Danach hab ich einen Stadtführer für New York und einen für Boston gekauft. :) Voller Vorfreude. Und am Abend waren wir beim Eröffnungsspiel der Fußball-Frauen und dann –Männer unserer Carabins gegen die Citadins der UQAM (eine Uni im Stadtzentrum). Wie erwartet war die Stimmung bei den Mädels noch nicht sooo der Knaller und das Stadion war halb leer. Gewonnen haben wir trotzdem. Und danach waren die Männer dran und da hab ich mich zu was ganz Bescheuertem breitschlagen lassen. Die Mädels hatten keine Lust mehr und wollten nach 20Minuten gehen…Na, da bin ich selbstverständlich nicht alleine dageblieben. Aber das waren schon auch Mädels, die teilweise sicher noch nie ein Fußballspiel gesehen haben und die es zumindest nicht interessierte. Da kamen Weisheiten wie: "Generell ist es sowieso immer so, dass die Heimmannschaft gewinnt, hat mir jemand erzählt." Oder wir mussten erklären, warum da jetzt abgepfiffen wurde, wo es doch so spannend war und so eine gute Chance für uns…ja, es war halt Abseits…Das konnten sogar die Ösis den Franzosen erklären, obwohl sie zugeben mussten, dass Österreich jetzt nicht sooo die Fußballnation ist. Frankreich ja aber auch nicht…ha ha. :) Na ja, dann sind wir halt was essen gegangen. Die Weisheit für mich am Ende des Tages: Wenn man Fußball nicht mag, sollte man vielleicht auch einfach nicht hingehen!? Aber dann das Essen mit den Mädels war auch super und lustig wie immer.
Am Samstagmorgen hab ich angefangen, meinen Berg an zu lesenden Texten zu bewältigen. Am Nachmittag haben wir uns Räder geliehen und sind bei herrlichstem Sonnenschein 35km entlang des Lachine-Kanals und des St.Lorenz-Stroms geradelt. Das war sooo großartig. Und da ist mir erstmal wieder aufgefallen, wie sehr mir eigentlich das Radfahren fehlt. Im Mai 2010 war das, als sie mir das 2. Fahrrad geklaut haben. Seitdem hab ich ja eingesehen, dass das wohl in meiner Wohngegend einfach nichts bringt, solang ich keinen Balkon hab oder so. Das hat mir also am Samstag unheimlich gefallen und noch dazu ist das alles ja grad 10km von Downtown entfernt und schon so grün und so toll! Es gibt auch einige Fotos davon. Am Abend sind wir dann noch an einem Laden mit Cupcakes vorbeigekommen. Cupcakes sind so was wie Muffins mit einer Füllung und einer Creme obendrauf. Gibt es in allen möglichen und unmöglichen kalorienbombigen Varianten. Also über Kalorien darf man da tatsächlich nicht nachdenken, sonst macht es keinen Spaß mehr, aber ich hab mir gestern Abend dann einen Karamel-Cupcake gegönnt und es war ein Traum. Und ein schönes Andenken von gestern hab ich noch: Mein Poppes tut soooo weh! Aber toll wars. :)
Ja, und dann war schon Sonntag. Ich hab das Haus nur kurz verlassen, um 2-3 Sachen zu erledigen und ansonsten war ich heute tatsächlich fleißig. Mein Kopf kriegt eine gute, multilinguale Mischung gefüttert, da ja die meisten Texte auf Englisch sind und einige auf Französisch. Da ich sie aber alle bisher nur auf dem Laptop gespeichert und noch nicht ausgedruckt habe, tun mir jetzt auch gut die Augen weh. Und mein stundenlanges Schreiben hier tut sein Übriges dazu.
Was könnte euch sonst noch so interessieren aus dem fernen Kanada?
Es gibt hier keine Schokolade, oder fast. Es gibt eigentlich nur teure Lindt-Schokolade oder so riesige Tafeln. So 300g oder so. Und die dann für $4-5. Dafür stehen sie hier total auf Bonbons und Zuckerkram./Wenn man in dem Park, wo wir entlang geradelt sind, die Vögel füttert, riskiert man bis zu $100 Strafe – da standen überall so Schilder. / Die Kanadier sind super sportlich. Das ist ganz toll, man kann hier fast alles machen. Da waren Surfer und Kanufahrer unterwegs, Jogger, Skater, Radfahrer, alles…
Also mehr Neues fällt mir jetzt auch nicht ein. Einen lieben Gruß noch speziell an Mittelstille. Euer Rucksack leistet mir ganz treue Dienste! Danke. :)
Dann bis zum nächsten Mal.
Die Franzi
Am Dienstag musste ich ja gleich nach meinem langen – aber anstrengenden – Wochenende wieder früh raus. Da will Wäsche gewaschen werden, zu essen ist auch nichts im Haus, nebenbei hab ich mich als Versuchskaninchen für eine psychologische Studie zum Thema Wahrnehmung missbrauchen lassen – für Geld versteht sich – und Uni hab ich ja auch ab und zu. Am Dienstag hatte ich da auch den ersten Kurs über die Kindesmisshandlungen, auf den ich so gespannt war. Eine deutsche Psychologiestudentin hier sah mich auch kurz vorher an, als ich zu dem Kurs losmusste und meinte: Ja dann…äh…na „viel Spaß“ sagt man da ja jetzt nicht, oder? Ja, richtig. „Spaß“ ist wohl was anderes. Aber es hört sich alles ganz interessant an, es wird um verschiedene Formen von Misshandlungen gehen. Wir haben unheimlich viel zu lesen und müssen auch eine Präsentation vorbereiten u.a. Es kommen auch ab und zu Leute von außerhalb, die uns von ihren Erfahrungen berichten – z.B. Mitarbeiter in einer Art Frauenhaus. Also das wird schon spannend. Nur ist es einfach kein schönes Thema, also Spaß macht das nicht.
Am Mittwoch musste ich auch an die Uni – versteh ich gar nicht, ich war doch am Dienstag erst dort. Den Prof hab ich erstmal als solchen gar nicht erkannt. Der sieht eigentlich so ein bisschen aus wie ne Mischung aus Ralf Zacherl und dem typischen Computerfreak: Ein großer, dicker Mann mit schwarzer Hose und reingestecktem T-shirt (was recht figurbetont wirkt…), Glatze und dem Zacherl-Bärtchen. Und mit Brille. Ist aber ein ganz lockerer Typ und ganz nett. Als erstes meinte er, er habe beantragt, dass unser Kurs nicht 8h30 sondern ab nächster Woche um 9h30 beginnt. Da hatte er unsere Herzen erobert. :) Da aber nicht alles perfekt sein kann, geht es in seinem Kurs um „Psychometrie“ (falls das auf Deutsch so heißt…) also um so psychologische Tests und wie die entstehen und worauf man achten muss. Da ich an sich von solchen Test herzlich wenig begeistert bin, hält sich auch mein Enthusiasmus beim Aufstehen am Mittwochmorgen in Grenzen. Aber was muss, das muss. Das spaßigste wird, dass jeder von uns mal eine Diskussionsrunde animieren soll…da müssen wir ein Thema erarbeiten und dazu dann eben nicht einen Vortrag halten, sondern diskutieren. Super, ich glaub, ich bin da krank…
Mittwochmittag bin ich dann zehn Kilometer auf dem Campus hin- und hergelatscht, um Kopien zu machen, Informationen einzuholen etc. Da läuft man einiges hier…Und dann nahte Mittwoch, 14h15…rechnet 6Std. drauf, schaut in die Fernsehzeitung unter RTL, dann wisst ihr, was mein Problem war. Aber ich habs ganz gut gelöst…also fast. Ich bin jedenfalls das erste Mal in unserm tollen Schwimmbad an der Uni gewesen und war auch tatsächlich eine Stunde von 14h10 bis 15h10 im Wasser. Dumm, dass da überall Uhren hängen, da konnte ich mir nämlich nach jeder Bahn überlegen, ob Katia schon in der Familie ist, ob grade Werbung läuft etc…Aber gut, irgendwie ging die Zeit trotzdem rum und ich hab sie ja sinnvoll genutzt. In den Umkleiden des Sportkomplexes kann man sich übrigens super verlaufen. Also wenn man sich da nicht merkt, wie man reingekommen ist, dann kommt man bestimmt auch nicht mehr raus. Mich haben dann sogar 2 Mädels gefragt, wo es hier zum Wasser ginge…
Und die Bahnen haben Namen. Also sie sind erstmal eingeteilt in langsam, mittel und schnell. Und dazu gibt’s dann Namen: Schildkröte, Pinguin, Ente und Delfin. Warum jetzt gerade die Ente die zweitstärkste Schwimmerin symbolisiert…Jedenfalls hab ich mich gemütlich als Pinguin geoutet und das ging ganz gut. Vielleicht schaff ichs noch zur Ente. :)
Am Abend waren wir dann in einer Jazz-Bar mit toller Live-Musik. Kontrabass, Flügel, Gitarre und Schlagzeug. Wie die Gruppe hieß, hab ich selbstverständlich vergessen, aber ich weiß noch, dass sie ihre Sachen wohl selbst komponieren und dass wir nen super Abend hatten. Leider muss man sich hier immer entscheiden, was man macht, und daher verpasst man auch gezwungenermaßen immer was, weil ja immer so viel zu tun wäre. Am Mittwoch war nämlich auch ein Konzert an der Metro von mehreren jungen Talenten, die sonst in der Metro spielen. Und da sind manche wirklich richtig gut. Manchmal KANN ich gar nicht vorbeigehen. Da muss man stehenbleiben und würde am liebsten einfach den Tag anhalten und nicht weitermüssen…Letztens bin ich an 2 vorbeigelaufen, die spielten nicht, sondern saßen nur grad da und wollten dann wohl loslegen. Ein Akkordeon und ein Saxophon! Ich wär fast hingegangen: Äh, Entschuldigung, ich hab grad nich so viel Zeit, aber könntet ihr vielleicht was spielen, weil euch zu HÖREN würde mir jetzt grad mehr geben, als euch zu SEHEN!? Aber ich hatte ja wie gesagt keine Zeit.
Am Donnerstag musste ich SCHONWIEDER morgens an die Uni. Das war recht unspektakulär. Mittags ess ich wohl jetzt immer bei Julia. Die wohnt ja gleich neben der Uni und kochen kann sie auch. Das passt doch super! :) Nachmittags hab ich dann den Marou getroffen. Der hatte sich auf meine Annonce gemeldet für Deutsch-Nachhilfe und fragte mich aber witzigerweise, ob ich auch Frz- Nachhilfe geben könnte. Er kann ganz gut frz eigentlich, will nur ein bisschen mehr sprechen und meiner Ansicht nach, ist es eigentlich eine Frage des Selbstbewusstseins. Denn er sagt selber, dass er vor allem gegenüber seines Profs nicht weiß, wie er sich ausdrücken soll. Na ja, da ich keine große Arbeit damit habe und ja Frz sowieso sprechen kann, kommt mir das doch ganz gelegen. Ein bisschen Taschengeld für mich.
Und am Donnerstagabend war ich dann ja noch bei Christina und das Ergebnis dieses Abends habt ihr ja bereits wenige Minuten danach hier gepostet bekommen unter dem schönen Titel „woooohoooo!“ – aber das beschreibt es einfach am besten. Wir haben ja eigentlich diese Reise nur so grob geplant und nach den Preisen geschaut und so und dann dachten wir uns, ja, warum buchen wir das denn jetzt nicht einfach? Wir wissen doch, dass wir da hinwollen. Und dann haben wirs einfach gemacht. Und ich kann es immer noch nicht so richtig fassen. Es ist ja auch noch jede Menge Zeit bis dahin, aber wenn das hier so weitergeht, dann vergeht diese Zeit auch wie im Flug...
Am Freitag hab ich mich an der Uni mit der Gruppe getroffen, mit der ich das Projekt in interkultureller Psychologie habe. Danach hab ich einen Stadtführer für New York und einen für Boston gekauft. :) Voller Vorfreude. Und am Abend waren wir beim Eröffnungsspiel der Fußball-Frauen und dann –Männer unserer Carabins gegen die Citadins der UQAM (eine Uni im Stadtzentrum). Wie erwartet war die Stimmung bei den Mädels noch nicht sooo der Knaller und das Stadion war halb leer. Gewonnen haben wir trotzdem. Und danach waren die Männer dran und da hab ich mich zu was ganz Bescheuertem breitschlagen lassen. Die Mädels hatten keine Lust mehr und wollten nach 20Minuten gehen…Na, da bin ich selbstverständlich nicht alleine dageblieben. Aber das waren schon auch Mädels, die teilweise sicher noch nie ein Fußballspiel gesehen haben und die es zumindest nicht interessierte. Da kamen Weisheiten wie: "Generell ist es sowieso immer so, dass die Heimmannschaft gewinnt, hat mir jemand erzählt." Oder wir mussten erklären, warum da jetzt abgepfiffen wurde, wo es doch so spannend war und so eine gute Chance für uns…ja, es war halt Abseits…Das konnten sogar die Ösis den Franzosen erklären, obwohl sie zugeben mussten, dass Österreich jetzt nicht sooo die Fußballnation ist. Frankreich ja aber auch nicht…ha ha. :) Na ja, dann sind wir halt was essen gegangen. Die Weisheit für mich am Ende des Tages: Wenn man Fußball nicht mag, sollte man vielleicht auch einfach nicht hingehen!? Aber dann das Essen mit den Mädels war auch super und lustig wie immer.
Am Samstagmorgen hab ich angefangen, meinen Berg an zu lesenden Texten zu bewältigen. Am Nachmittag haben wir uns Räder geliehen und sind bei herrlichstem Sonnenschein 35km entlang des Lachine-Kanals und des St.Lorenz-Stroms geradelt. Das war sooo großartig. Und da ist mir erstmal wieder aufgefallen, wie sehr mir eigentlich das Radfahren fehlt. Im Mai 2010 war das, als sie mir das 2. Fahrrad geklaut haben. Seitdem hab ich ja eingesehen, dass das wohl in meiner Wohngegend einfach nichts bringt, solang ich keinen Balkon hab oder so. Das hat mir also am Samstag unheimlich gefallen und noch dazu ist das alles ja grad 10km von Downtown entfernt und schon so grün und so toll! Es gibt auch einige Fotos davon. Am Abend sind wir dann noch an einem Laden mit Cupcakes vorbeigekommen. Cupcakes sind so was wie Muffins mit einer Füllung und einer Creme obendrauf. Gibt es in allen möglichen und unmöglichen kalorienbombigen Varianten. Also über Kalorien darf man da tatsächlich nicht nachdenken, sonst macht es keinen Spaß mehr, aber ich hab mir gestern Abend dann einen Karamel-Cupcake gegönnt und es war ein Traum. Und ein schönes Andenken von gestern hab ich noch: Mein Poppes tut soooo weh! Aber toll wars. :)
Ja, und dann war schon Sonntag. Ich hab das Haus nur kurz verlassen, um 2-3 Sachen zu erledigen und ansonsten war ich heute tatsächlich fleißig. Mein Kopf kriegt eine gute, multilinguale Mischung gefüttert, da ja die meisten Texte auf Englisch sind und einige auf Französisch. Da ich sie aber alle bisher nur auf dem Laptop gespeichert und noch nicht ausgedruckt habe, tun mir jetzt auch gut die Augen weh. Und mein stundenlanges Schreiben hier tut sein Übriges dazu.
Was könnte euch sonst noch so interessieren aus dem fernen Kanada?
Es gibt hier keine Schokolade, oder fast. Es gibt eigentlich nur teure Lindt-Schokolade oder so riesige Tafeln. So 300g oder so. Und die dann für $4-5. Dafür stehen sie hier total auf Bonbons und Zuckerkram./Wenn man in dem Park, wo wir entlang geradelt sind, die Vögel füttert, riskiert man bis zu $100 Strafe – da standen überall so Schilder. / Die Kanadier sind super sportlich. Das ist ganz toll, man kann hier fast alles machen. Da waren Surfer und Kanufahrer unterwegs, Jogger, Skater, Radfahrer, alles…
Also mehr Neues fällt mir jetzt auch nicht ein. Einen lieben Gruß noch speziell an Mittelstille. Euer Rucksack leistet mir ganz treue Dienste! Danke. :)
Dann bis zum nächsten Mal.
Die Franzi
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Freitag, 9. September 2011
wooohhooooo!!!! :D
diefranzi, 06:32h
hallo ihrs!
ich muss es jetzt sofort in die welt hinausschreien, sonst PLATZE ich vor freude!
ICH HABE MEINEN USA-TRIP GEBUCHT!!!
wir haben ende oktober eine woche frei und da hab ich heute abend mit christina - aus österreich wie immer :) - die reise geplant und zumindest die fahrten und flüge gebucht. um unterkünfte kümmern wir uns jetzt in ruhe, nur die flüge werden ja schnell teurer usw.
plan: am donnerstag den 20.oktober fahren wir über nacht mit dem bus von montréal nach boston, bleiben dort freitag und samstag. am samstagmorgen fahren wir wieder mit dem bus nach new york. dort bleiben wir an sich. bis auf den mittwoch dann. da fahren wir wieder mit dem bus nach philadelphia! aber nur einen tag, abends auch gleic wieder zurück und am donnerstagnachmittag (27.oktober) fliegen wir dann von new york nach montréal zurück. das is so der hammer, ich weiß schon, wer heut abend nicht einschlafen kann vor vorfreude und aufregung! vor allem die preise sind ein traum. von new york nach philadelphia z.b. fährt man so 2std und zahlt $9!! da bezahl ich von aix nach marseille mehr!! soooo toll alles. :) so, jetzt ist es raus.
glg und bis demnächst!
et pour vous les amis, si jamais vous l'auriez pas encore compris ou vu sur fb:
JE VIENS DE RÉSERVER LES BILLETS POUR LES ÉTATS-UNIS!!!
Pendant la semaine de vacances fin octobre je pars avec christina - une autrichienne - d'abord en bus à boston, puis à new york. de new york on va partir juste pour une journée à philadelphie et on rentre à new york le soir. et le lendemain dans l'après-midi on prend l'avion pour rentrer de new york à montréal. c'est tellement énorme!! en plus si on regarde les prix d'avion et du car. p.ex. pour les 2h de new york à philadelphia je paie $9 ce qui est presque rien en euro et en tout cas moins cher que marseille-aix p.ex.!!
voilà, je sais déjà qui c'est qui va pas dormir cette nuit...aaahhhh :)
voilà, il fallait que tout le monde le sache tout de suite pcq j'allais exploser sinon! :)
bisous et bonne nuit :)
ich muss es jetzt sofort in die welt hinausschreien, sonst PLATZE ich vor freude!
ICH HABE MEINEN USA-TRIP GEBUCHT!!!
wir haben ende oktober eine woche frei und da hab ich heute abend mit christina - aus österreich wie immer :) - die reise geplant und zumindest die fahrten und flüge gebucht. um unterkünfte kümmern wir uns jetzt in ruhe, nur die flüge werden ja schnell teurer usw.
plan: am donnerstag den 20.oktober fahren wir über nacht mit dem bus von montréal nach boston, bleiben dort freitag und samstag. am samstagmorgen fahren wir wieder mit dem bus nach new york. dort bleiben wir an sich. bis auf den mittwoch dann. da fahren wir wieder mit dem bus nach philadelphia! aber nur einen tag, abends auch gleic wieder zurück und am donnerstagnachmittag (27.oktober) fliegen wir dann von new york nach montréal zurück. das is so der hammer, ich weiß schon, wer heut abend nicht einschlafen kann vor vorfreude und aufregung! vor allem die preise sind ein traum. von new york nach philadelphia z.b. fährt man so 2std und zahlt $9!! da bezahl ich von aix nach marseille mehr!! soooo toll alles. :) so, jetzt ist es raus.
glg und bis demnächst!
et pour vous les amis, si jamais vous l'auriez pas encore compris ou vu sur fb:
JE VIENS DE RÉSERVER LES BILLETS POUR LES ÉTATS-UNIS!!!
Pendant la semaine de vacances fin octobre je pars avec christina - une autrichienne - d'abord en bus à boston, puis à new york. de new york on va partir juste pour une journée à philadelphie et on rentre à new york le soir. et le lendemain dans l'après-midi on prend l'avion pour rentrer de new york à montréal. c'est tellement énorme!! en plus si on regarde les prix d'avion et du car. p.ex. pour les 2h de new york à philadelphia je paie $9 ce qui est presque rien en euro et en tout cas moins cher que marseille-aix p.ex.!!
voilà, je sais déjà qui c'est qui va pas dormir cette nuit...aaahhhh :)
voilà, il fallait que tout le monde le sache tout de suite pcq j'allais exploser sinon! :)
bisous et bonne nuit :)
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Dienstag, 6. September 2011
Wälder, Wale, und die fehlende Regenjacke
diefranzi, 06:32h
Coucou!
Ich bin zurück. Mein tolles WE ist auch schon wieder zu Ende. Und ich auch. Ich bin jetzt eine gute Stunde wieder da, hab mein Zeug ausgepackt und weggeräumt, war duschen und jetzt sitz ich k.o. und hungrig auf meinem Bett und schreibe euch Romane. Hungrig werd ich wohl bleiben, denn halb 10 und sicher kurz vorm Schlafengehen esse ich ja wohl nichts mehr…
Also mein WE war der absolute Wahnsinn. Es tut mir Leid, wenn das jetzt was lang wird, aber es ist sooo viel passiert und ich hätte ja sooo viel zu erzählen…Gehen wir mal chronologisch der Reihe nach.
Freitag
Am Freitagnachmittag hab ich mich mit Julia am vereinbarten Ort getroffen, wo unsere Mitfahrgelegenheit uns abholte. Das hat auch alles super geklappt, wir waren 4 Mädels und die Fahrt war ganz nett. Dumm nur, dass wir eine Stunde länger allein in Montréal gebraucht haben, da wir im Stau standen. Wir sind insgesamt 4einhalb Std gefahren – zurück heute haben wir 2einhalb gebraucht…Aber es war nett.
Die andere Mitfahrerin kam aus Québec und musste dann im selben Bus fahren wie wir, um ins Zentrum zu kommen, sodass sie uns einfach mitgenommen hat und uns gesagt hat, wo wir rausmüssen. Es sind ja echt alle so unheimlich hilfsbereit hier! Die Jugendherberge war mitten im Stadtzentrum und auch echt super – total sauber, preiswert, die Leute nett, also alles perfekt. Wir sind dann aber gleich noch mal raus und sind durch die Stadt spaziert. Es war super warm und eine richtig tolle Stimmung. Die Stadt hat uns auf Anhieb bezaubert.
Samstag
Am Samstag sind wir morgens raus und haben in der Stadtinfo Lisa getroffen. Sie ist auch Österreicherin und auch Freitag nach Québec gefahren, schlief aber bei „Bekannten“ – mehr dazu gleich. Wir haben uns dann immer verabredet, wenn wir was gemacht haben, sodass wir also immer zu dritt waren.
Dann haben wir zu Fuß die ganze Stadt erkundet. Über Nacht hatte es heftig gewittert, deshalb war frühs alles nass und unheimlich schwül. Gegen Nachmittag war es dann aber wieder so heiß und sonnig und alles voller Touris, sodass wir komplett fertig und am Ende waren abends. Aber die Stadt ist so super. Sie ist ganz und gar nicht amerikanisch wie der Rest hier. Sehr europäisch, ganz niedlich, mit vielen Souvenir-Shops natürlich, aber auch einer Festung, Schlachtfeldern mitten im Zentrum, einer Zitadelle, 2 Weihnachtsläden (!!!) und und und…
Nebenbei haben wir alles Mögliche organisiert für Sonntag. Das heißt Auto mieten, Whale watching reservieren etc…
Die Leute, bei denen Lisa wohnte, wollten uns eigentlich am Nachmittag begleiten, haben sich aber dann anders entschieden und uns stattdessen zum Abendessen zu sich eingeladen. Sie wohnen in einem Haus so eine Viertelstunde mit dem Bus vom Zentrum entfernt. Lisa kannte die eigentlich vorher auch nicht. Eine Mitbewohnerin in dieser Studenten-WG war im Sommer in Spanien und hat dort auf einer Party kurz Lisas Bruder kennengelernt. Als der ihr erzählt hat, dass seine Schwester nach Canada gehen würde, war sie eingeladen. Und dann laden die gleich uns alle zum Essen ein!
Und die waren ja so herzlich und lieb. Ich weiß nicht, ob ich schon mal so nette Menschen kennengelernt habe. Wir waren da 5 Minuten und uns war, als kannten wir uns schon ewig! Es gab eine kanadische Spezialität - oder so. Paté chinois heißt das und ist etwas ganz simples, was es so ähnlich auch in Frk gibt. Im Prinzip Hackfleisch, Mais und Kartoffelbrei in der Reihenfolge in einer Auflaufform übereinander und dann überbacken. Ganz einfach aber voll lecker. Und dann hat sie zum Dessert auch noch einen Nektarinen-Crumble mit Cranberries und Schokostückchen selbstgemacht, von dem ich noch viele Nächte träumen werde. Übrigens übersetzt man hier Cranberries mit Canneberges – anders als in Frk – und auch Blaubeeren heißen nicht myrtilles sondern bleuets. Und zu dem ganzen Essen hatten wir einen Nostalgie-Radiosender drauf, wo wir u.a. mit Celine Dion beglückt wurden, sodass ich mich endgültig in Canada angekommen fühlte.
Am Abend war es draußen noch so schön, da meinte Antoine plötzlich, es wäre ja Holz im Garten, wir könnten uns ja raussetzen und Feuer machen. Da saßen wir dann – im Vorgarten mitten in der Stadt, unter einem Ahornbaum, mit Wein und Kaffee am Lagerfeuer. Das „Holz“ waren übrigens runtergewehte Äste von Irene vom letzten WE. Und dann hat er auch noch Marshmallows (schreibt man das so?) geholt!!! (die heißen in Canada übrigens auch so, während sie nach Frk wohl jemand mit Sprachfehler importiert hat, denn da heißen sie ja shamallow). Ich mag das zwar nicht, aber probieren muss man das ja trotzdem. Es war jedenfalls so ein super toller Abend und vor allem ja so ungeplant! Eigentlich wollten wir an dem Abend in eine Bar neben unserer Herberge, denn da war Live-Jazzmusik geplant. Das haben wir leider verpasst, aber unser Abend war echt auch genial. Julia und ich sind dann zurück ins Zentrum und haben dort eine kurze Nacht verbracht und dann…
Sonntag
…haben wir und morgens früh vor der Autovermietung getroffen und haben unser Auto abgeholt. Lisa ist gefahren. Wir sind als erstes zu einem Wasserfall gefahren ganz in der Nähe. Der soll wohl 30m höher sein als die Niagarafälle aber natürlich schmaler. Dort angekommen hat es erstmal unheimlich angefangen zu schiffen und das war auch das angesagte Wetter für den Tag. Es hat aber immer mal aufgehört, sodass wir immer wieder etwas trocknen konnten zwischendurch. Dieser Wasserfall (Les chutes de Montmorency) war auch echt ganz super hübsch und total beeindruckend. Ich hab mich sogar auf die Brücke darüber getraut. Das war echt ganz toll und einfach einen Ausflug wert.
Dann sind wir weitergefahren und zwar so richtig durch DAS Canada, was man sich so vorstellt: endlose Wälder, endlose Straßen, Berge und immer wieder Seen und der St.Lorenz – Strom sowieso immer neben uns. Denn an dem sind wir ja so ungefähr 250km entlang gen Norden in Richtung Tadoussac gefahren. Dort hatten wir reserviert für einen 3stündigen Ausflug mit dem Zodiac – also so einem Schlauchboot, um dann direkt bei den Walen zu sein. Wir haben das auch gleich gefunden und dann der Schock: die gute Frau sagt uns, dass wir unser Boot verpasst haben. Der Grund: die Tante in der Touristeninfo, wo wir gebucht hatten, hat uns wohl die Zeiten für das große Boot gesagt anstatt fürs Zodiac. Boah war ich sauer. Ich reagier ja gerne mal recht emotional und da musste ich mich schon sehr zusammenreißen…Also ich war ja so wütend! Ich hätt brüllen und heulen können auf einmal. Und diese Boote fahren ja auch nur ein-zweimal am Tag. Die einzige Möglichkeit war also, auf das große Boot zu gehen, was Platz für 500 Leute hat und nicht so nah an die Wale ran darf. Dafür gabs etwas Geld zurück. Es waren auch keine 500 Leute da – bei dem Wetter und außerdem ist ja auch nicht mehr Hochsaison. Zum Thema „bei dem Wetter“: Es war Wind, es war Regen, es war kalt. Und wisst ihr was? Ich war da mit 2 leichten Jäckchen, ner Jeans und Sneakers. Nicht, weil ich mich verkalkuliert hätte, nein! Weil ich nämlich gar keine Regensachen BESITZE!!! Denkt denn einer, ich hätte in Südfrankreich schon einmal eine Regenjacke gebraucht??? Ein grober Fehler, hier ohne das passende Outfit anzureisen, aber so Zeug ist doch auch sauteuer und ich brauchs ja danach nie wieder…Und übrigens hats meinen Schirm gleich beim ersten Regen zerfetzt. Super Qualität. Ich mach mal ein bisschen Werbung: Kauft euch nie einen Schirm für 2euro im Teddy! Taugt nix.
Jedenfall hab ich gefroren ohne Ende, war bis auf die Knochen durch und hatte auch zwischendurch die Nase voll, weil wir nämlich keine Wale sonder nur Robben gesehen haben. Auch gut, aber so ab der 10. ist es dann auch weniger spannend irgendwie.
Aber wir wurden dann doch noch belohnt. Da waren einige Finnwale und ein Buckelwal, wenn ich mich recht erinnere. Leider ist der immer nur kurz zu sehen gewesen und wollte uns nicht seine Schwanzflosse zeigen…So von wegen Köpfchen ins Wasser, Schwänzchen in die Höh…aber da ging es ja auch um Enten. :) Fotos hab ich glaub ich auch ganz viele von grauem Wasser und keines von einem Wal. Aber ich habs immer mal versucht zu filmen, mal sehen, ob man davon was verwenden kann und ob man da was sieht. Ich habs mir noch nicht angesehn.
Es war schon beeindruckend. Wir waren halt nur halb so nah dran wie die Zodiacs. Aber gesehen haben wir es trotzdem. Und allein schon die Küste und der St.Lorenz-Strom, der wirklich so breit ist dort, dass man glaubt, man sei auf dem Meer. Also in Sachen Natur und Landschaft konnten wir uns wirklich nicht beschweren.
Nebenbei sei bemerkt, dass das Ganze aus Wal-Sicht schon kritisch ist. Dem Buckelwal sind wir nämlich ein ganzes Stück direkt gefolgt und außer unserem großen Boot waren da noch 2 Zodiacs und ein Schwung Kajaks...Aber gut.
Danach waren wir noch Pizzaessen dort im Ort in einem kleinen Lokal, was typischer und klischeehafter nicht hätte sein können: eine Holzhütte mit coolem Kellner und drinnen einem Blues-Trio, was für Live-Musik beim Essen gesorgt hat. Eine Tiefkühlpizza und einen Tee später ging es uns dann schon wieder besser und wir haben uns auf die fast 250km Heimweg begeben.
Unterwegs wollten wir dann an den verschiedensten Orten halten, weil wir die hinwärts so schön fanden. Nun war es aber so neblig und dann hat es auch noch ganz furchtbar angefangen zu schütten. So schlimm, dass Lisa echt Probleme hatte, die Straße noch zu sehen. Aber wir sind dann ja gut heimgekommen. Kurz vorher konnten wir noch kurz was einkaufen – Sonntagabend um 9. Logisch, hier hat nämlich ganz viel einfach rund um die Uhr jeden Tag geöffnet.
Unser Auto konnten wir dann auch noch abgeben am selben Abend – einfach im Hotel, in dem die Autovermietung ist. So unkompliziert das Ganze, wirklich! Vor allem sind wir um die 500km gefahren und das Tanken am Ende hat uns $40 gekostet, das ist fast nichts!
Dann waren wir aber auch gut müde und haben heute Nacht so gut geschlafen wie schon lange nicht mehr.
Montag
Heute früh haben wir so bis halb 9 geschlafen, das war auch mal ganz schön. Dann haben wir festgestellt, dass in unserem 6er Zimmer die Nacht noch 2 andere Deutsche waren, die auch unabhängig voneinander dort gelandet sind. Gute Quote.
Nach dem Frühstück sind wir noch mal in die Stadt. Es war miesestes Wetter und wir haben dann beschlossen, dass ein guter Tag fürs Museum ist. Da ist ein „Musée de la civilisation“, was überall empfohlen wird – und zurecht. Wir haben nur die untere von 2 Etagen überhaupt geschafft aber die waren toll. Eine Ausstellung lief da zur Geschichte Roms, eine zu der Québecs natürlich, und was ich eigentlich am Interessantesten fand, war die über Religionen. Und zwar über alle möglichen Religionen, die ich noch nie gehört habe und von denen ich auch die Namen schon wieder vergessen habe. Das war aber ganz toll gemacht und die hatten heute auch so ganz viele Animationen, Spieleecken usw. für Kinder und Familien, weil heute Feiertag war (Labor Day, Tag der Arbeit) und da machen die immer so familienfreundliche Geschichten hier. Was auch ganz super war, war das Konzert eines Akkordeonspielers mitten in der Eingangshalle. Der war richtig, richtig gut und jetzt ist es auch beschlossene Sache: ich brauche wieder ein Akkordeon! Es wird Zeit, dass ich mich wieder damit befasse. Die Sache mit der Gitarre geht ja voran, aber das mit dem Akkordeon ist schon so lange her und es ist einfach Zeit. Das wird also mein nächstes Projekt, wenn ich wieder zurück bin.
Na gut, danach haben wir noch eine Kleinigkeit gegessen, haben unsere Sachen geschnappt und sind mit dem Bus in Richtung vereinbartem Ort für die Mitfahrgelegenheit gefahren. Das hat dann auch alles wieder super funktioniert und jetzt bin ich wieder zu Hause – mit dem Kopf voller ganz wunderbarer Bilder und Erinnerungen und Staunen. Es ist so unglaublich toll hier. Schade, dass ich 3 Tage in der Woche auch Uni habe und das auch ein kleines bisschen Ernst nehmen sollte. Ich würde am Liebsten Morgen gleich weiterreisen. Ich will ja noch so viel sehen…
Aber morgen ist auch an sich zwar ein langer und vollgepackter Tag – wie das eben so ist, wenn man 3 Tage weg war, da muss man Einiges aufholen – aber andererseits freu ich mich auch total auf meinen Kurs morgen, denn da fängt der über die Kindesmisshandlung an und in den setz ich ja ganz große Hoffnungen! Da bin ich also mal gespannt.
Jetzt seid ihr in etwa auf dem neuesten Stand, wenngleich auch klar ist, dass ich die Hälfte vergessen habe. Ich kümmer mich gleich mal um Fotos fürs FB aber ich bin mir noch nicht sicher, ob ich nicht irgendwann die Motivation verliere…Dann wird’s erst morgen. Und die Fotos sind eh nicht so schön, wie das, was ich selbst gesehen habe. Wenn ihr doch nur dabei gewesen wärt…
Liebe Grüße nach Hause und tausend Dank an alle die, denen ich diesen großartigen Wahnsinn hier zu verdanken habe! Ihr seid die Allerbesten! Einen dicken Knutscher für euch und bis zum nächsten Mal!
bisous
Ich bin zurück. Mein tolles WE ist auch schon wieder zu Ende. Und ich auch. Ich bin jetzt eine gute Stunde wieder da, hab mein Zeug ausgepackt und weggeräumt, war duschen und jetzt sitz ich k.o. und hungrig auf meinem Bett und schreibe euch Romane. Hungrig werd ich wohl bleiben, denn halb 10 und sicher kurz vorm Schlafengehen esse ich ja wohl nichts mehr…
Also mein WE war der absolute Wahnsinn. Es tut mir Leid, wenn das jetzt was lang wird, aber es ist sooo viel passiert und ich hätte ja sooo viel zu erzählen…Gehen wir mal chronologisch der Reihe nach.
Freitag
Am Freitagnachmittag hab ich mich mit Julia am vereinbarten Ort getroffen, wo unsere Mitfahrgelegenheit uns abholte. Das hat auch alles super geklappt, wir waren 4 Mädels und die Fahrt war ganz nett. Dumm nur, dass wir eine Stunde länger allein in Montréal gebraucht haben, da wir im Stau standen. Wir sind insgesamt 4einhalb Std gefahren – zurück heute haben wir 2einhalb gebraucht…Aber es war nett.
Die andere Mitfahrerin kam aus Québec und musste dann im selben Bus fahren wie wir, um ins Zentrum zu kommen, sodass sie uns einfach mitgenommen hat und uns gesagt hat, wo wir rausmüssen. Es sind ja echt alle so unheimlich hilfsbereit hier! Die Jugendherberge war mitten im Stadtzentrum und auch echt super – total sauber, preiswert, die Leute nett, also alles perfekt. Wir sind dann aber gleich noch mal raus und sind durch die Stadt spaziert. Es war super warm und eine richtig tolle Stimmung. Die Stadt hat uns auf Anhieb bezaubert.
Samstag
Am Samstag sind wir morgens raus und haben in der Stadtinfo Lisa getroffen. Sie ist auch Österreicherin und auch Freitag nach Québec gefahren, schlief aber bei „Bekannten“ – mehr dazu gleich. Wir haben uns dann immer verabredet, wenn wir was gemacht haben, sodass wir also immer zu dritt waren.
Dann haben wir zu Fuß die ganze Stadt erkundet. Über Nacht hatte es heftig gewittert, deshalb war frühs alles nass und unheimlich schwül. Gegen Nachmittag war es dann aber wieder so heiß und sonnig und alles voller Touris, sodass wir komplett fertig und am Ende waren abends. Aber die Stadt ist so super. Sie ist ganz und gar nicht amerikanisch wie der Rest hier. Sehr europäisch, ganz niedlich, mit vielen Souvenir-Shops natürlich, aber auch einer Festung, Schlachtfeldern mitten im Zentrum, einer Zitadelle, 2 Weihnachtsläden (!!!) und und und…
Nebenbei haben wir alles Mögliche organisiert für Sonntag. Das heißt Auto mieten, Whale watching reservieren etc…
Die Leute, bei denen Lisa wohnte, wollten uns eigentlich am Nachmittag begleiten, haben sich aber dann anders entschieden und uns stattdessen zum Abendessen zu sich eingeladen. Sie wohnen in einem Haus so eine Viertelstunde mit dem Bus vom Zentrum entfernt. Lisa kannte die eigentlich vorher auch nicht. Eine Mitbewohnerin in dieser Studenten-WG war im Sommer in Spanien und hat dort auf einer Party kurz Lisas Bruder kennengelernt. Als der ihr erzählt hat, dass seine Schwester nach Canada gehen würde, war sie eingeladen. Und dann laden die gleich uns alle zum Essen ein!
Und die waren ja so herzlich und lieb. Ich weiß nicht, ob ich schon mal so nette Menschen kennengelernt habe. Wir waren da 5 Minuten und uns war, als kannten wir uns schon ewig! Es gab eine kanadische Spezialität - oder so. Paté chinois heißt das und ist etwas ganz simples, was es so ähnlich auch in Frk gibt. Im Prinzip Hackfleisch, Mais und Kartoffelbrei in der Reihenfolge in einer Auflaufform übereinander und dann überbacken. Ganz einfach aber voll lecker. Und dann hat sie zum Dessert auch noch einen Nektarinen-Crumble mit Cranberries und Schokostückchen selbstgemacht, von dem ich noch viele Nächte träumen werde. Übrigens übersetzt man hier Cranberries mit Canneberges – anders als in Frk – und auch Blaubeeren heißen nicht myrtilles sondern bleuets. Und zu dem ganzen Essen hatten wir einen Nostalgie-Radiosender drauf, wo wir u.a. mit Celine Dion beglückt wurden, sodass ich mich endgültig in Canada angekommen fühlte.
Am Abend war es draußen noch so schön, da meinte Antoine plötzlich, es wäre ja Holz im Garten, wir könnten uns ja raussetzen und Feuer machen. Da saßen wir dann – im Vorgarten mitten in der Stadt, unter einem Ahornbaum, mit Wein und Kaffee am Lagerfeuer. Das „Holz“ waren übrigens runtergewehte Äste von Irene vom letzten WE. Und dann hat er auch noch Marshmallows (schreibt man das so?) geholt!!! (die heißen in Canada übrigens auch so, während sie nach Frk wohl jemand mit Sprachfehler importiert hat, denn da heißen sie ja shamallow). Ich mag das zwar nicht, aber probieren muss man das ja trotzdem. Es war jedenfalls so ein super toller Abend und vor allem ja so ungeplant! Eigentlich wollten wir an dem Abend in eine Bar neben unserer Herberge, denn da war Live-Jazzmusik geplant. Das haben wir leider verpasst, aber unser Abend war echt auch genial. Julia und ich sind dann zurück ins Zentrum und haben dort eine kurze Nacht verbracht und dann…
Sonntag
…haben wir und morgens früh vor der Autovermietung getroffen und haben unser Auto abgeholt. Lisa ist gefahren. Wir sind als erstes zu einem Wasserfall gefahren ganz in der Nähe. Der soll wohl 30m höher sein als die Niagarafälle aber natürlich schmaler. Dort angekommen hat es erstmal unheimlich angefangen zu schiffen und das war auch das angesagte Wetter für den Tag. Es hat aber immer mal aufgehört, sodass wir immer wieder etwas trocknen konnten zwischendurch. Dieser Wasserfall (Les chutes de Montmorency) war auch echt ganz super hübsch und total beeindruckend. Ich hab mich sogar auf die Brücke darüber getraut. Das war echt ganz toll und einfach einen Ausflug wert.
Dann sind wir weitergefahren und zwar so richtig durch DAS Canada, was man sich so vorstellt: endlose Wälder, endlose Straßen, Berge und immer wieder Seen und der St.Lorenz – Strom sowieso immer neben uns. Denn an dem sind wir ja so ungefähr 250km entlang gen Norden in Richtung Tadoussac gefahren. Dort hatten wir reserviert für einen 3stündigen Ausflug mit dem Zodiac – also so einem Schlauchboot, um dann direkt bei den Walen zu sein. Wir haben das auch gleich gefunden und dann der Schock: die gute Frau sagt uns, dass wir unser Boot verpasst haben. Der Grund: die Tante in der Touristeninfo, wo wir gebucht hatten, hat uns wohl die Zeiten für das große Boot gesagt anstatt fürs Zodiac. Boah war ich sauer. Ich reagier ja gerne mal recht emotional und da musste ich mich schon sehr zusammenreißen…Also ich war ja so wütend! Ich hätt brüllen und heulen können auf einmal. Und diese Boote fahren ja auch nur ein-zweimal am Tag. Die einzige Möglichkeit war also, auf das große Boot zu gehen, was Platz für 500 Leute hat und nicht so nah an die Wale ran darf. Dafür gabs etwas Geld zurück. Es waren auch keine 500 Leute da – bei dem Wetter und außerdem ist ja auch nicht mehr Hochsaison. Zum Thema „bei dem Wetter“: Es war Wind, es war Regen, es war kalt. Und wisst ihr was? Ich war da mit 2 leichten Jäckchen, ner Jeans und Sneakers. Nicht, weil ich mich verkalkuliert hätte, nein! Weil ich nämlich gar keine Regensachen BESITZE!!! Denkt denn einer, ich hätte in Südfrankreich schon einmal eine Regenjacke gebraucht??? Ein grober Fehler, hier ohne das passende Outfit anzureisen, aber so Zeug ist doch auch sauteuer und ich brauchs ja danach nie wieder…Und übrigens hats meinen Schirm gleich beim ersten Regen zerfetzt. Super Qualität. Ich mach mal ein bisschen Werbung: Kauft euch nie einen Schirm für 2euro im Teddy! Taugt nix.
Jedenfall hab ich gefroren ohne Ende, war bis auf die Knochen durch und hatte auch zwischendurch die Nase voll, weil wir nämlich keine Wale sonder nur Robben gesehen haben. Auch gut, aber so ab der 10. ist es dann auch weniger spannend irgendwie.
Aber wir wurden dann doch noch belohnt. Da waren einige Finnwale und ein Buckelwal, wenn ich mich recht erinnere. Leider ist der immer nur kurz zu sehen gewesen und wollte uns nicht seine Schwanzflosse zeigen…So von wegen Köpfchen ins Wasser, Schwänzchen in die Höh…aber da ging es ja auch um Enten. :) Fotos hab ich glaub ich auch ganz viele von grauem Wasser und keines von einem Wal. Aber ich habs immer mal versucht zu filmen, mal sehen, ob man davon was verwenden kann und ob man da was sieht. Ich habs mir noch nicht angesehn.
Es war schon beeindruckend. Wir waren halt nur halb so nah dran wie die Zodiacs. Aber gesehen haben wir es trotzdem. Und allein schon die Küste und der St.Lorenz-Strom, der wirklich so breit ist dort, dass man glaubt, man sei auf dem Meer. Also in Sachen Natur und Landschaft konnten wir uns wirklich nicht beschweren.
Nebenbei sei bemerkt, dass das Ganze aus Wal-Sicht schon kritisch ist. Dem Buckelwal sind wir nämlich ein ganzes Stück direkt gefolgt und außer unserem großen Boot waren da noch 2 Zodiacs und ein Schwung Kajaks...Aber gut.
Danach waren wir noch Pizzaessen dort im Ort in einem kleinen Lokal, was typischer und klischeehafter nicht hätte sein können: eine Holzhütte mit coolem Kellner und drinnen einem Blues-Trio, was für Live-Musik beim Essen gesorgt hat. Eine Tiefkühlpizza und einen Tee später ging es uns dann schon wieder besser und wir haben uns auf die fast 250km Heimweg begeben.
Unterwegs wollten wir dann an den verschiedensten Orten halten, weil wir die hinwärts so schön fanden. Nun war es aber so neblig und dann hat es auch noch ganz furchtbar angefangen zu schütten. So schlimm, dass Lisa echt Probleme hatte, die Straße noch zu sehen. Aber wir sind dann ja gut heimgekommen. Kurz vorher konnten wir noch kurz was einkaufen – Sonntagabend um 9. Logisch, hier hat nämlich ganz viel einfach rund um die Uhr jeden Tag geöffnet.
Unser Auto konnten wir dann auch noch abgeben am selben Abend – einfach im Hotel, in dem die Autovermietung ist. So unkompliziert das Ganze, wirklich! Vor allem sind wir um die 500km gefahren und das Tanken am Ende hat uns $40 gekostet, das ist fast nichts!
Dann waren wir aber auch gut müde und haben heute Nacht so gut geschlafen wie schon lange nicht mehr.
Montag
Heute früh haben wir so bis halb 9 geschlafen, das war auch mal ganz schön. Dann haben wir festgestellt, dass in unserem 6er Zimmer die Nacht noch 2 andere Deutsche waren, die auch unabhängig voneinander dort gelandet sind. Gute Quote.
Nach dem Frühstück sind wir noch mal in die Stadt. Es war miesestes Wetter und wir haben dann beschlossen, dass ein guter Tag fürs Museum ist. Da ist ein „Musée de la civilisation“, was überall empfohlen wird – und zurecht. Wir haben nur die untere von 2 Etagen überhaupt geschafft aber die waren toll. Eine Ausstellung lief da zur Geschichte Roms, eine zu der Québecs natürlich, und was ich eigentlich am Interessantesten fand, war die über Religionen. Und zwar über alle möglichen Religionen, die ich noch nie gehört habe und von denen ich auch die Namen schon wieder vergessen habe. Das war aber ganz toll gemacht und die hatten heute auch so ganz viele Animationen, Spieleecken usw. für Kinder und Familien, weil heute Feiertag war (Labor Day, Tag der Arbeit) und da machen die immer so familienfreundliche Geschichten hier. Was auch ganz super war, war das Konzert eines Akkordeonspielers mitten in der Eingangshalle. Der war richtig, richtig gut und jetzt ist es auch beschlossene Sache: ich brauche wieder ein Akkordeon! Es wird Zeit, dass ich mich wieder damit befasse. Die Sache mit der Gitarre geht ja voran, aber das mit dem Akkordeon ist schon so lange her und es ist einfach Zeit. Das wird also mein nächstes Projekt, wenn ich wieder zurück bin.
Na gut, danach haben wir noch eine Kleinigkeit gegessen, haben unsere Sachen geschnappt und sind mit dem Bus in Richtung vereinbartem Ort für die Mitfahrgelegenheit gefahren. Das hat dann auch alles wieder super funktioniert und jetzt bin ich wieder zu Hause – mit dem Kopf voller ganz wunderbarer Bilder und Erinnerungen und Staunen. Es ist so unglaublich toll hier. Schade, dass ich 3 Tage in der Woche auch Uni habe und das auch ein kleines bisschen Ernst nehmen sollte. Ich würde am Liebsten Morgen gleich weiterreisen. Ich will ja noch so viel sehen…
Aber morgen ist auch an sich zwar ein langer und vollgepackter Tag – wie das eben so ist, wenn man 3 Tage weg war, da muss man Einiges aufholen – aber andererseits freu ich mich auch total auf meinen Kurs morgen, denn da fängt der über die Kindesmisshandlung an und in den setz ich ja ganz große Hoffnungen! Da bin ich also mal gespannt.
Jetzt seid ihr in etwa auf dem neuesten Stand, wenngleich auch klar ist, dass ich die Hälfte vergessen habe. Ich kümmer mich gleich mal um Fotos fürs FB aber ich bin mir noch nicht sicher, ob ich nicht irgendwann die Motivation verliere…Dann wird’s erst morgen. Und die Fotos sind eh nicht so schön, wie das, was ich selbst gesehen habe. Wenn ihr doch nur dabei gewesen wärt…
Liebe Grüße nach Hause und tausend Dank an alle die, denen ich diesen großartigen Wahnsinn hier zu verdanken habe! Ihr seid die Allerbesten! Einen dicken Knutscher für euch und bis zum nächsten Mal!
bisous
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Freitag, 2. September 2011
Von tierischer Mundhygiene, teurem Spaß und Ausflugsvorfreude
diefranzi, 02:01h
So, ihr Lieben, da will ich mal wieder loslegen, während mein Mitbewohner fleißig zeigt, was er auf der Mundharmonika so alles kann oder viel mehr, was er so alles gern können will.
Ich fange mal bei gestern an. Wir haben jetzt eine Katze. Ja, richtig, eine Katze. Die ist hier irgendwo aus der Nachbarschaft. Noch ganz klein. Und gestern stand sie plötzlich in der Küche. Eddie hatte sie vorgestern schon mal gesehen und gefüttert und das hat sie sich gemerkt. Da bin ich gestern Nachmittag tatsächlich los und hab Katzenfutter gekauft, wie sich das für eine verantwortungsbewusste Katzenmama gehört. Sie kam dann auch regelmäßig zum Fressen vorbei. Wer weiß, wo sie noch überall was bekommt…Sie ist auch tatsächlich eine Sie und trotzdem finde ich, sie sieht aus wie ein Charlie. Also heißt sie jetzt wohl Charlie. Fotos und Video gibt’s auf FB. Übrigens wusste unser Brasilianer nicht, woran man sieht, ob es Männlein oder Weiblein ist…ähhh…also bei Koi-Karpfen würde ich mich auch schwer tun, aber sorry, bei Katzen darf man doch wohl wissen, woran man das erkennt…?
Dann noch ein Event gestern: Es klingelt. Andrego und ich sind zu Hause, gucken aus dem Fenster runter, wer da ist. Zuerst Andrego. Der Mann spricht Französisch. Andrego ruft mich, weil er ja nur Englisch kann. (Und Portugiesisch, klar) Da steht so ein 1,85m-Schrank vor der Tür und redet plötzlich doch Englisch, um Andrego klarzumachen, was er will. Er müsste mal in die Wohnung unten, wo er vorher gewohnt hat, da wär noch sein Schlafsack. Andrego kommt ja aus der Wohnung unten und kennt da keinen Schlafsack, aber das ist noch das geringere Problem gewesen. Ich ihm also – nun auf Englisch – erklärt, dass wir unten auch nichts mit zu tun haben und niemanden da reinlassen können, das wär ja nicht unsere Wohnung. Der Typ guckt mich gar nicht an und wiederholt und wiederholt immer wieder seine Frage an Andrego. Und ich wiederhole immer wieder meine Antwort und zweifle schon an mir, ob ich grad aus Versehen einen Hindu-Dialekt spreche, den keiner versteht. Dann fiel mir ein, dass ich selber kein Indisch kann. Daran konnte es also nicht liegen. Bis plötzlich der Typ mich doch anguckt – mit einem Blick, so was hab ich noch nicht gesehen… - und zu mir meint, ich solle mal ruhig sein, er will mit mir nicht sprechen, er redet mit IHM (zeigt auf Andrego) und ich wäre ihm sch***egal. Also so was hab ich ja auch noch nicht erlebt. Vor allem wie der geguckt hat! Also ich habe ja schon von meiner Ausbildung her gerne mal mit geisteskranken Menschen zu tun und habe da auch schon die eine oder andere gefährliche Situation miterlebt. Aber im Prinzip höre ich da immer gerne auf mein Bauchgefühl, ob mein Gegenüber jetzt ernsthaft gefährlich ist, oder nicht. Und der Typ hat mich ernsthaft beunruhigt. Und Andrego mit einer Seelenruhe…erklärt ihm, was man da für eine Lösung finden könnte. Ich dachte, der lässt sich gleich bequatschen. Mann, Mann, Mann. Dann war der Typ weg. Wir haben unseren Vermieter angerufen, der uns sagte, den Kerl auf keinen Fall reinlassen, der wäre seltsam und hätte ihm beim Auszug doch glatt den Kühlschrank aus der Wohnung geklaut! Wenn er wiederkommt, sollen wir die Polizei rufen. Solche Leute gibt es hier. Und dann muss man sehen, dass unsere Tür hinten am Balkon sich nicht zumachen lässt und dass man da an sich schon leicht hinterkommt. Wenn der also jetzt bei uns einsteigen will, kann er das. Eddie will sich um die Tür kümmern, denn auf unseren Vermieter können wir da wohl nicht zählen, dass soll auch so n komischer Vogel sein. Ich werds nachher sehen, er kommt ja zum Mieteabholen. Aber der Mensch da vorm Fenster, also der war schon krass drauf.
Und dann kam gestern auch noch die Super Nanny und ich habs nicht gesehen. Logischerweise und mit Ansage, klar. Aber ich hab doch bis zuletzt auf RTLnow.de gehofft, es geht aber auch in Canada nicht. Verdammt. Und der blanke Hohn ist ja, dass ich den Zwegat nach wie vor gucken kann. So was Hohles!
Was war noch? Also ich hab gestern noch mein Konto eröffnet hier. Auch voll witzig, in dieser Bank arbeitet auch niemand, der besser Französisch könnte als ich. Schon die am Empfang ist Russin und die Tante, die dann das Konto mit mir eröffnet hat, sie muss wohl irgendwas Südamerikanisches sein. Sehr witzig. Da fühl ich mich als Deutsch-Französin in einer kanadischen Bank doch super aufgehoben.
Vorgestern war noch DVD-Abend, bei dem wir keine Dvd geguckt haben, weil wir uns verquatscht haben und dann war plötzlich der Abend schon zu Ende.
Seit heute funktioniert nun auch meine Metro-Karte und ich kann endlich unbegrenzt durch die Gegend fahren.
So, dann hatte ich heute meinen ersten Kurs. Voll witzig. Interkulturelle Psychologie. Wir sind so 20 Leute. Davon 1 Mann. Die Hälfte aus Frankreich. 3 von hier. Eine Chinesin und andere Nationalitäten und was besonders witzig ist, ist, dass nur 3 Psychologen da sind. Die anderen machen den Kurs so als Option, weil sie irgendwas Interkulturelles oder Internationales studieren. Das geht in Frankreich gar nicht, so kreuz die quer Kurse zu wählen. In dem Raum, wo wir waren sind riesige Tische – also für meine französischen Gewohnheiten zumindest – und die Meisten hatten so saubequeme Drehstühle. Sowas haben in Aix nicht mal die Profs! In dem Kurs kriegen wir unsere Note über eine Gruppenarbeit. Klingt sehr kompliziert erstmal. Wir müssen das vorbereiten, uns mit dem Prof treffen vorher. Alles so ein bisschen wie die Seminarfacharbeit im Abi! Dann gibt es eine Präsentation, die so eine Stunde dauern soll und danach reichen wir die überarbeitete Arbeit (überarbeitete Arbeit?) ein. Dazu müssen wir die Themen der anderen Gruppen immer mit vorbereiten und Fragen ausarbeiten und so und werden dafür auch bewertet. Also jede Woche was zu tun. Dafür ist am 8.Dezember schon Schluss da. Unser Thema ist „acculturation und immigration“. Haben unser Wunschthema abgreifen können. :)
Was interessant ist, ist dass ein Großteil der vorgegebenen Bibliographie auf Englisch ist. Da würden sich französische Studenten aber freuen, die verstehen ja da kein Ding! Und wieder einmal denke ich mir, wie schön, dass ich eine gute Schulausbildung genossen habe. :) Und dann habe ich gestern im Supermarkt eine Mutter geholfen. Die sprach Spanisch mit ihrem kleinen Sohn und auf einmal war er weg. Ist an mir vorbeigeflitzt, deshalb konnte ich ihr einen Tipp geben, als sie durch den Supermarkt rief: "Francesco, donde estàs?" Und vorhin habe ich einen Columbianer kennengelernt. Ist toll, sich hier mit jedem in dessen jeweiliger Muttersprache verständigen zu können. :)
So, und jetzt noch zu den Wochenendplänen. Unsere Planung hat sich also noch tausendmal geändert. Nicht zuletzt aus finanziellen Gründen. Ich fahre jetzt morgen Nachmittag mit Julia per Mitfahrgelegenheit nach Québec. Dort haben wir ne Jugendherberge und treffen eventuell noch 1 oder 2 andere, die auch so dahingefahren sind. Dann gucken wir uns also Québec an und wollen von dort aus ein Auto mieten und einen Tag noch weiter in den Norden nach Tadoussac fahren, wo man diese whale watching-Ausflüge machen kann. Dann gibt es noch einen Wasserfall in der Nähe, der 30 Meter höher sein soll als die Niagarafälle. Das wollen wir auch gerne sehen. Vorausgesetzt, es gibt eine befahrbare Straße dahin, denn Irene hat da oben einige Straßen einfach mal komplett zerfetzt. Zurück bin ich dann am Montagabend, also für euch dann Dienstagmorgen. Montag ist bei uns auch Feiertag, das müssen wir ja nutzen. Ich melde mich dann sicher am Dienstag wieder und dann gibt es auch wieder Fotos.
Jetzt gerade verpasse ich leider das Eröffnungsspiel der Football-Saison. Da gab es keine Plätze mehr. Und vorher lief da so ein riesiges „Tailgate“. Das ist so was wie ne Après-Ski-Party, nur vorher anstatt après und mit Football anstatt Ski. Tolle Beschreibung. Also es ist eben GENAU wie Après-Ski, nur ganz anders halt. Egal, jedenfalls hatte ich keine Tickets und war also gleich beim besten Spiel nicht dabei. Aber beim nächsten Mal dann bestimmt. Und zum Eishockey will ich ja auch noch.
Und was noch so im Feuilleton steht: Eine Flasche Bier kann hier gut $2,50 kosten. Meinen Mitbewohner scheint es nicht zu stören. Der ist so hohl. Da geht der arbeiten, hat so nen total miesen, anstrengenden Job, und versäuft und verraucht das Geld dann. Essen tut er nur einmal am Tag, abends. Der ist so hohl. Also das versteh mal einer…Und letztens wollten wir abends noch eine Flasche Wein kaufen – für über $10 – das haben wir dann sein lassen.
Grizzlybären sind total scharf auf Zahncreme. Wenn man hier also in den Nationalparks campen geht – was wir ja vorhaben – dann muss man auf seine Zahncreme mindestens genauso aufpassen, wie auf Essen.
So, auch wenn ich denke, dass ich wie immer ganz viele Sachen vergessen habe, habt ihr schon genug gelesen. Ich lass euch also wieder in Ruhe – bis zum nächsten Mal. Und dann mit hoffentlich spannenden Geschichten aus Québec und vom Walegucken.
Glg und Kussi
Die Franzi
Ich fange mal bei gestern an. Wir haben jetzt eine Katze. Ja, richtig, eine Katze. Die ist hier irgendwo aus der Nachbarschaft. Noch ganz klein. Und gestern stand sie plötzlich in der Küche. Eddie hatte sie vorgestern schon mal gesehen und gefüttert und das hat sie sich gemerkt. Da bin ich gestern Nachmittag tatsächlich los und hab Katzenfutter gekauft, wie sich das für eine verantwortungsbewusste Katzenmama gehört. Sie kam dann auch regelmäßig zum Fressen vorbei. Wer weiß, wo sie noch überall was bekommt…Sie ist auch tatsächlich eine Sie und trotzdem finde ich, sie sieht aus wie ein Charlie. Also heißt sie jetzt wohl Charlie. Fotos und Video gibt’s auf FB. Übrigens wusste unser Brasilianer nicht, woran man sieht, ob es Männlein oder Weiblein ist…ähhh…also bei Koi-Karpfen würde ich mich auch schwer tun, aber sorry, bei Katzen darf man doch wohl wissen, woran man das erkennt…?
Dann noch ein Event gestern: Es klingelt. Andrego und ich sind zu Hause, gucken aus dem Fenster runter, wer da ist. Zuerst Andrego. Der Mann spricht Französisch. Andrego ruft mich, weil er ja nur Englisch kann. (Und Portugiesisch, klar) Da steht so ein 1,85m-Schrank vor der Tür und redet plötzlich doch Englisch, um Andrego klarzumachen, was er will. Er müsste mal in die Wohnung unten, wo er vorher gewohnt hat, da wär noch sein Schlafsack. Andrego kommt ja aus der Wohnung unten und kennt da keinen Schlafsack, aber das ist noch das geringere Problem gewesen. Ich ihm also – nun auf Englisch – erklärt, dass wir unten auch nichts mit zu tun haben und niemanden da reinlassen können, das wär ja nicht unsere Wohnung. Der Typ guckt mich gar nicht an und wiederholt und wiederholt immer wieder seine Frage an Andrego. Und ich wiederhole immer wieder meine Antwort und zweifle schon an mir, ob ich grad aus Versehen einen Hindu-Dialekt spreche, den keiner versteht. Dann fiel mir ein, dass ich selber kein Indisch kann. Daran konnte es also nicht liegen. Bis plötzlich der Typ mich doch anguckt – mit einem Blick, so was hab ich noch nicht gesehen… - und zu mir meint, ich solle mal ruhig sein, er will mit mir nicht sprechen, er redet mit IHM (zeigt auf Andrego) und ich wäre ihm sch***egal. Also so was hab ich ja auch noch nicht erlebt. Vor allem wie der geguckt hat! Also ich habe ja schon von meiner Ausbildung her gerne mal mit geisteskranken Menschen zu tun und habe da auch schon die eine oder andere gefährliche Situation miterlebt. Aber im Prinzip höre ich da immer gerne auf mein Bauchgefühl, ob mein Gegenüber jetzt ernsthaft gefährlich ist, oder nicht. Und der Typ hat mich ernsthaft beunruhigt. Und Andrego mit einer Seelenruhe…erklärt ihm, was man da für eine Lösung finden könnte. Ich dachte, der lässt sich gleich bequatschen. Mann, Mann, Mann. Dann war der Typ weg. Wir haben unseren Vermieter angerufen, der uns sagte, den Kerl auf keinen Fall reinlassen, der wäre seltsam und hätte ihm beim Auszug doch glatt den Kühlschrank aus der Wohnung geklaut! Wenn er wiederkommt, sollen wir die Polizei rufen. Solche Leute gibt es hier. Und dann muss man sehen, dass unsere Tür hinten am Balkon sich nicht zumachen lässt und dass man da an sich schon leicht hinterkommt. Wenn der also jetzt bei uns einsteigen will, kann er das. Eddie will sich um die Tür kümmern, denn auf unseren Vermieter können wir da wohl nicht zählen, dass soll auch so n komischer Vogel sein. Ich werds nachher sehen, er kommt ja zum Mieteabholen. Aber der Mensch da vorm Fenster, also der war schon krass drauf.
Und dann kam gestern auch noch die Super Nanny und ich habs nicht gesehen. Logischerweise und mit Ansage, klar. Aber ich hab doch bis zuletzt auf RTLnow.de gehofft, es geht aber auch in Canada nicht. Verdammt. Und der blanke Hohn ist ja, dass ich den Zwegat nach wie vor gucken kann. So was Hohles!
Was war noch? Also ich hab gestern noch mein Konto eröffnet hier. Auch voll witzig, in dieser Bank arbeitet auch niemand, der besser Französisch könnte als ich. Schon die am Empfang ist Russin und die Tante, die dann das Konto mit mir eröffnet hat, sie muss wohl irgendwas Südamerikanisches sein. Sehr witzig. Da fühl ich mich als Deutsch-Französin in einer kanadischen Bank doch super aufgehoben.
Vorgestern war noch DVD-Abend, bei dem wir keine Dvd geguckt haben, weil wir uns verquatscht haben und dann war plötzlich der Abend schon zu Ende.
Seit heute funktioniert nun auch meine Metro-Karte und ich kann endlich unbegrenzt durch die Gegend fahren.
So, dann hatte ich heute meinen ersten Kurs. Voll witzig. Interkulturelle Psychologie. Wir sind so 20 Leute. Davon 1 Mann. Die Hälfte aus Frankreich. 3 von hier. Eine Chinesin und andere Nationalitäten und was besonders witzig ist, ist, dass nur 3 Psychologen da sind. Die anderen machen den Kurs so als Option, weil sie irgendwas Interkulturelles oder Internationales studieren. Das geht in Frankreich gar nicht, so kreuz die quer Kurse zu wählen. In dem Raum, wo wir waren sind riesige Tische – also für meine französischen Gewohnheiten zumindest – und die Meisten hatten so saubequeme Drehstühle. Sowas haben in Aix nicht mal die Profs! In dem Kurs kriegen wir unsere Note über eine Gruppenarbeit. Klingt sehr kompliziert erstmal. Wir müssen das vorbereiten, uns mit dem Prof treffen vorher. Alles so ein bisschen wie die Seminarfacharbeit im Abi! Dann gibt es eine Präsentation, die so eine Stunde dauern soll und danach reichen wir die überarbeitete Arbeit (überarbeitete Arbeit?) ein. Dazu müssen wir die Themen der anderen Gruppen immer mit vorbereiten und Fragen ausarbeiten und so und werden dafür auch bewertet. Also jede Woche was zu tun. Dafür ist am 8.Dezember schon Schluss da. Unser Thema ist „acculturation und immigration“. Haben unser Wunschthema abgreifen können. :)
Was interessant ist, ist dass ein Großteil der vorgegebenen Bibliographie auf Englisch ist. Da würden sich französische Studenten aber freuen, die verstehen ja da kein Ding! Und wieder einmal denke ich mir, wie schön, dass ich eine gute Schulausbildung genossen habe. :) Und dann habe ich gestern im Supermarkt eine Mutter geholfen. Die sprach Spanisch mit ihrem kleinen Sohn und auf einmal war er weg. Ist an mir vorbeigeflitzt, deshalb konnte ich ihr einen Tipp geben, als sie durch den Supermarkt rief: "Francesco, donde estàs?" Und vorhin habe ich einen Columbianer kennengelernt. Ist toll, sich hier mit jedem in dessen jeweiliger Muttersprache verständigen zu können. :)
So, und jetzt noch zu den Wochenendplänen. Unsere Planung hat sich also noch tausendmal geändert. Nicht zuletzt aus finanziellen Gründen. Ich fahre jetzt morgen Nachmittag mit Julia per Mitfahrgelegenheit nach Québec. Dort haben wir ne Jugendherberge und treffen eventuell noch 1 oder 2 andere, die auch so dahingefahren sind. Dann gucken wir uns also Québec an und wollen von dort aus ein Auto mieten und einen Tag noch weiter in den Norden nach Tadoussac fahren, wo man diese whale watching-Ausflüge machen kann. Dann gibt es noch einen Wasserfall in der Nähe, der 30 Meter höher sein soll als die Niagarafälle. Das wollen wir auch gerne sehen. Vorausgesetzt, es gibt eine befahrbare Straße dahin, denn Irene hat da oben einige Straßen einfach mal komplett zerfetzt. Zurück bin ich dann am Montagabend, also für euch dann Dienstagmorgen. Montag ist bei uns auch Feiertag, das müssen wir ja nutzen. Ich melde mich dann sicher am Dienstag wieder und dann gibt es auch wieder Fotos.
Jetzt gerade verpasse ich leider das Eröffnungsspiel der Football-Saison. Da gab es keine Plätze mehr. Und vorher lief da so ein riesiges „Tailgate“. Das ist so was wie ne Après-Ski-Party, nur vorher anstatt après und mit Football anstatt Ski. Tolle Beschreibung. Also es ist eben GENAU wie Après-Ski, nur ganz anders halt. Egal, jedenfalls hatte ich keine Tickets und war also gleich beim besten Spiel nicht dabei. Aber beim nächsten Mal dann bestimmt. Und zum Eishockey will ich ja auch noch.
Und was noch so im Feuilleton steht: Eine Flasche Bier kann hier gut $2,50 kosten. Meinen Mitbewohner scheint es nicht zu stören. Der ist so hohl. Da geht der arbeiten, hat so nen total miesen, anstrengenden Job, und versäuft und verraucht das Geld dann. Essen tut er nur einmal am Tag, abends. Der ist so hohl. Also das versteh mal einer…Und letztens wollten wir abends noch eine Flasche Wein kaufen – für über $10 – das haben wir dann sein lassen.
Grizzlybären sind total scharf auf Zahncreme. Wenn man hier also in den Nationalparks campen geht – was wir ja vorhaben – dann muss man auf seine Zahncreme mindestens genauso aufpassen, wie auf Essen.
So, auch wenn ich denke, dass ich wie immer ganz viele Sachen vergessen habe, habt ihr schon genug gelesen. Ich lass euch also wieder in Ruhe – bis zum nächsten Mal. Und dann mit hoffentlich spannenden Geschichten aus Québec und vom Walegucken.
Glg und Kussi
Die Franzi
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