Dienstag, 15. November 2011
Coeur de Pirate, un brunch presque parfait et une petite rando
Salut,

ca fait déjà une bonne semaine que je suis chez Julia maintenant. Demain je déménage dans mon nouvel appart. La semaine est passée super vite mais j’ai pas énormément de trucs à vous raconter.

La soirée chez Nathalie était géniale – comme attendu. On est rentré vers 3h et comme on a changé d’heure ce weekend-là, il n’était que 2h donc parfait pour nous, dimanche on était en forme. :)

Mardi on est allé au concert de Cœur de Pirate et c’était une très, très belle soirée aussi. C’était le lancement de son nouvel album que je vais sûrement m’acheter dans pas longtemps. J’ai adoré sa voix et la musique – avec le piano, le saxo, les violons etc. sur scène. Franchement, c’était super !

Vendredi soir on est sorti en boîte. Au début, c’était trop marrant, il n’y avait qu’un type qui « dansait » et on s’est un peu moqué de lui. Puis, je disais qu’en fait, on devrait tous se mettre derrière lui pour faire exactement les mouvements qu’il faisait lui. Et tac, c’était parti. D’un coup il y avait comme une trentaine de personnes qui dansaient derrière lui et qui imitaient ses mouvements bizarres. Et quand il s’en est rendu compte il commençait à tourner et à faire des trucs et tout le monde le suivait. Ca faisait comme un line dance spontané et j’étais mort de rire !

Samedi matin on a fait un brunch avec Julia – avec des pancakes au sirop d’érable et pleins de trucs. Je pense qu’on a passé une heure à manger, manger, manger. Le reste de la journée j’ai bossé à la bu. Donc beaucoup moins fun.

De toute façon, j’ai passé des heures et des heures à la bu cette semaine et c’est pas encore fini…J’espère que dans 2 semaine j’aurais un peu plus de temps pour respirer un peu parce que là, ca fait vraiment beaucoup.

Du coup, dimanche, j’ai dû sortir un peu d’ici. On est parti en randonnée dans un parc national pas loin de Montréal. C’était organisé par la même association de la fac avec qui j’étais déjà parti au canot-camping. Après la petite rando, on a mangé dans une crêperie et après, il y avait encore une dégustation de cidre dans une cidrerie. Petit dimanche sympa qui m’a fait du bien après cette semaine…

Et avec Julia, on a aussi regardé qq. films cette semaine : Into the Wild et puis 2 comédies françaises et québécoises. La dernière jouait à Montréal entre autres et surtout en hiver. Ca faisait tout bizarre de voir comment ca va être en hiver – on l’attend avec impatience d’ailleurs. Il fait super chaud dehors à nouveau – 13° aujourd’hui ce qui n’est pas du tout normal pour la mi-novembre ici. Donc par exemple, nous savons que dans le parc du Mont-Royal le Lac au Castors va être gelé et qu’on peut y faire du patin. Mais pour l’instant nous faisons nous footing au soleil à côté et nos pique-niques donc ca fait bizarre de le voir en hiver. Mais ca donne envie.

Voilà, je pense que c tout ce que j’avais à vous dire. Mercredi j’aurais mon groupe de discussion en psychométrie sur les qualités psychométriques du PCCTS – parent-child conflict tactics scale. Va falloir que je prépare ca. Mais en même temps. J’ai 3000 autres textes et présentations etc à préparer. Mais voilà, dans 2 semaines ca devrait aller mieux déjà.

Donc voilà, j’espère que vous allez bien aussi. Vous me manquez – Aix me manque. Mais de toute façon mon retour approche. Et bien plus vite que je le souhaiterai en fait.

Je vous souhaite une très bonne semaine. A bientôt les amis.

Bisous

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Montag, 14. November 2011
Von einer, die auszog, eine saubere Wohnung zu finden...
Hallo,
na dann will ich mal wieder loslegen…Es war eine anstrengende Woche, vollgepackt mit Höhen und Tiefen.
Fangen wir mal am Anfang an. Ich bin umgezogen. Also so halb. Ich bin zumindest schon mal ausgezogen, ohne dass ich irgendwo wieder eingezogen wäre. Ich bin also im Moment obdachlos – aber es gibt ja die Julia. :)
Am Samstagmorgen stand Christina – meine fleißige Umzugs- oder Auszugshelferin – pünktlich um 9 bei mir vor der Tür. Ich war bereit, hatte alles gepackt. Eddie schlief. Wir haben alle Sachen mit einmal wegbekommen. Und dann bin ich bei Julia im Wohnzimmer eingezogen, wo ich seitdem mit meinen Koffern und Rucksäcken alles blockiere und wo ich jetzt schon eine gute Woche auf der Couch nächtige – im Schlafsack einer dritten Freundin. Also ihr seht, an Hilfe mangelt es mir hier nicht. Eddie hab ich im FB blockiert, der kann mich nicht mehr finden. Gemeinsame „Freunde“ sind von der Liste gelöscht und dem Vermieter habe ich eine Mail geschrieben mit dem Inhalt: „ Guten Tag, ich informiere Sie darüber, dass ich heute morgen ausgezogen bin, da ich mich nicht weiter in der Lage sehe, unter solchen Bedingungen und mit diesem Mitbewohner zu leben. Sie können also ab sofort einen Nachmieter suchen. Mit freundlichen Grüßen…“ Keine Antwort. Aber los bin ich sie. :)

Und es geht mir hier so viel besser. Alleine schon, dass ich durchatmen kann! Und dann ist alles sauber und die Wohnung ist so schön hell und gemütlich – ganz wichtig, jetzt wo es so früh dunkel wird.

Wir haben ja auch letzte Woche die Uhren umgestellt und das auch gut genutzt: Am Samstagabend waren wir bei Nathalie eingeladen, die eine ganz, ganz tolle Wohnung hat. Dort haben wir dann einen Käse- und Wein-Abend veranstaltet. Das hat sie sicher ein halbes Vermögen gekostet, so teuer wie das hier ist. Aber wir haben es SO sehr genossen! Und wir haben die Zeit gar nicht vorüberrauschen sehen. Plötzlich war es 3 Uhr, dann aber doch erst 2, also waren wir schon am Sonntagmorgen recht fit.

Das war auch gut so, denn ich hab tatsächlich den ganzen Sonntag in der Bibliothek verbracht. Da mir ja mein Prof in Frankreich die ganzen Artikel aufgebrummt hat für die Masterarbeit, hatte ich die ganze Woche gut zu tun. Ich hatte das Gefühl, nicht voranzukommen, und war immerzu nur mit dem Zeug beschäftigt. Ich bin auch erst gestern – also am Samstag damit fertig geworden. Die Woche war also wirklich sehr anstrengend. Ich hab es nur einmal geschafft, laufen zu gehen. Und Schwimmen hab ich zum ersten Mal überhaupt hier ausfallen lassen müssen. Ich komm grad nicht mehr hinterher hier, aber in 2 Wochen dürfte das Schlimmste überstanden sein und dann ist wieder mehr Zeit zum Durchatmen.

Am Dienstag gab es dann das große Highlight der Woche: das Konzert von Coeur de Pirate. Ich weiß, ich kennt die in Dtl. nicht. Also nicht so richtig. In manchen TV-Sendungen läuft die mal im Hintergrund, aber unerkannt. Schade eigentlich. Esther kennt sie, ich hab ihr nämlich bei ihrem letzten Besuch bei mir in Frk zum Kauf des Albums geraten. Ich gebs zu, ich bin Fan. Also ich mag ihre Musik halt echt total und ich finde, sie hat auf der Bühne eine noch tollere Stimme, als man es auf der CD hört. Das Konzert war übrigens auch die Premiere des neuen Albums. Und sie singt unter anderem über den Boulevard St. Laurent und das ist voll witzig, wenn man den kennt und weiß, wovon sie redet. Am besten war immer, wenn sie nur am Klavier saß und dazu gesungen hat. Wobei ihre Streicher und das Saxophon natürlich auch nicht schlecht waren. Ein ganz, ganz toller Abend und das neue Album hol ich mir sicher auch bald.

Am Freitagabend waren wir ein bisschen tanzen mit den Mädels. Das hat auch mal wieder gut getan, wenngleich wir uns noch etwas schwer tun mit der Feiermentalität der Kanadier. Die Mädels verwechseln alle ihre T-Shirts mit Kleidern und die Jungs verhalten sich wie Elche zur Brunft. Also ein bisschen anstrengend und als sei man nur unter 16-Jährigen. Aber wir hatten Spaß. Das Geilste passierte ja eigentlich gleich am Anfang. Ich hab Tränen gelacht! Es war zuerst niemand auf der Tanzfläche. Dann fing ein einziger Typ an am Rande der Tanzfläche so hin und her zu wippen. Also tanzen nannte er das. Das war so witzig. Und der hielt durch! Dann meinte ich, eigentlich müssten wir uns jetzt dahinter stellen und ihm alles nachmachen. Und da kamen auch schon andre auf dieselbe Idee und stellten sich hinter den und machten das gleiche wie der. Und wir mit dabei. Dann hat der das gemerkt und fing an, sich zu drehen. Und alle anderen hinterher. Voll der spontane Flashmob, das war so zum Grölen!!! Am Ende meinte irgendwer, der Mann sei geistig behindert und wir sollen uns nicht über ihn lustig machen. Aber ich glaube, er hatte genauso viel Spaß wie wir, denn es hat ihn ja voll gefreut, zu sehen, wie alle auf ihn hören. Und ein Gutes hatte es: Die Tanzfläche war damit offiziell eröffnet. Ein Spaß!

Am Samstagmorgen hab ich mit Julia einen riesigen Pancake-Brunch gemacht. Wir haben bestimmt ne Stunde dagesessen und alles mögliche Zeug gefuttert: eben Pancakes mit Ahornsirup und selbstgemachtem Cranberry-Kompott, Eier, Toast, Schinken, Käse, Gurke, Möhren, Mandarinen, Joghurt, Kaffee, Tee, O-Saft…alles. Und den Rest des Tages konnte ich dann gut in der Bibliothek arbeiten, ohne Hunger zu bekommen. :)

Und heute dann waren wir mit der Clé-des-Champs (die Organisation von der Uni, mit denen ich schon zum Campen war damals) zum Wandern in einem Nationalpark nicht weit von hier. Die Berge dort sind so 400m hoch, also keine „echten“ Berge. Aber wenn man da gut zügig hoch läuft – und das muss man, wenn man den 3 Österreicherinnen folgen möchte – ist das auch anstrengend. Von oben konnten wir bis nach Montréal gucken. Das Wetter hat auch super mitgespielt. Es kann sich im Moment nicht so recht entscheiden, wie es werden will. Es waren ja schon um die 0°. Dann hat es mal geregnet, aber nur einen Tag. Und heute Abend waren es 13°. Also super warm eigentlich. Wir haben jetzt aber so langsam Lust auf Winter. In der Stadt bauen sie schon überall die Eisbahnen auf. Ich überleg schon, wo ich Schlittschuhe herbekomme. Die Blätter sind von den meisten Bäumen jetzt runter. Wir hatten einen so super tollen Herbst, dann kann es jetzt Winter werden.

Nach dem Wandern haben wir in einer Crèperie gegessen – sehr gut gegessen. Und danach ging es noch zu einer Cidre-Verkostung. Da hab ich auch noch ein Fläschen erstanden, was mit 12$ nicht mal teurer war, als ein einfacher Wein im Supermarkt. Nur besser.

Ja, und sonst hab ich mich die Woche von Julia bekochen lassen. Die Julia ist wirklich der Hammer. Da stellt die sich hin und zaubert im null Komma nix ein Menü aus dem Ärmel – gestern hat sie fix mal eben ne Pizza gebacken – so aus dem Stehgreif – und Brot gleich noch dazu. Aus dem Kopf. Als wärs nichts. Also ich kann Nudeln. Das wars auch schon fast. Wahnsinn. Sie wird mir fehlen. :)

Und ansonsten haben wir unsere Abende gelegentlich mit Filmen verbracht. Erst „Into the Wild“, den ich seitdem nicht aus dem Kopf kriege. Einer der besten Filme, die ich bisher gesehen habe. Und dann noch 2 Komödien – eine französische und eine kanadische. Die kanadische hat unter Anderem in Montréal gespielt und im Winter und es war total spannend zu sehen, was hier auf uns zukommt. Also zum Beispiel die Eisbahn auf dem Lac aux Castors im Mont Royal Park oder auch die Weihnachtsdeko in der Innenstadt – die wir am Freitag bereits zum ersten Mal gesehen haben. Wie seltsam, das alles im Fernsehen zu sehen und wiederzuerkennen. Aber ich habe schon gesagt, dass das sehr schmerzhaft sein kann, wenn wir erstmal wieder weg sind von hier und DANN so was im Fernsehen sehen und wenn dann die ganzen Erinnerungen kommen und so. So wie als ich die Bilder von Cézanne in New York gesehen habe.

Ja, ich glaube, ansonsten ist gar nichts weiter passiert. Nur 3 Seiten Text…Am Dienstag werde ich dann umziehen und dann melde ich mich wieder bei euch.

Bis dahin könnt ihr euch ja melden.
Viele liebe Grüße an euch alle. Bisous

Die Franzi

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Sonntag, 6. November 2011
les meilleurs amis au monde, un déménagement et un voyage en résumé
Bonjour, les amis! Et voilà, ca y est: enfin des nouvelles. Vous avez vu que j’ai mis plusieurs trucs en allemand et…rien en français. J’avoue, c pas top mais bon, en allemand c tjs plus facile et puis ca intéresse plus de gens et tout…donc voilà, maintenant des nouvelles QUE pour vous. :)

Donc comme vous avez pas pu louper : J’étais à Boston, à New York et à Philadelphie. En fait, si vous regardez les photos sur fb vous savez tout. Ou presque. Alors en gros, on TOUT fait. On a TOUT visité ce qu’on voulait, on a fait à peu près 350km à pied et j’avais super mal ! Mais quand t’as une semaine aux États-Unis tu évites de râler et de dire « j’ai plus envie ».
Puis c vraiment énorme, New York et tout, c vraiment trop génial. En fait, moi, j’avais jamais ce « American Dream » dont tout le monde parlait (en tout cas chez nous au lycée et tout c’était comme ca). Mais maintenant, après l’avoir vu, je comprends.
Pour vous dire en un petit résumé ce qu’on a fait (et j’oublierai la moitié, c sûr) :

Boston : Freedom Trail avec pleins de cimetières, chapelles, hôtels de ville etc. en lien avec Ben Franklin etc., un marché, on est monté sur l’immeuble le plus haut de la ville, on a vu le stade des Boston Red Sox etc…
Philadelphie : Independence Hall, Liberty Bell, le tombeau de Ben Franklin – en gros tout ce qui est en lien avec la déclaration de l’indépendance.
New York : Central Park, Ground Zero, Empire State Building, Statue of Liberty, Brooklyn Bridge, Rockefeller Center, Macy’s, Metropolitan Museum of Art, American Museum of Natural History, Times Square – et on a mangé au Planet Hollywood sur le Times Square, Madison Square Garden, Wall Street etc…

Donc voilà. Je sais, ca fait un résumé assez court mais bon, vous avez qu’à apprendre l’allemand. ;)

Maintenant LA nouvelle de la semaine ou du jour, comme vous voulez. J’ai déménagé. ??? vous allez vous dire. Mais oui, j’ai jamais pu vous en parler – de mon coloc – car il pouvait lire tout ce que j’écris. D’ailleurs, il peut tjs lire mon blog même s’il n’est plus dans ma liste sur fb. Mais maintenant je suis plus obligée de respecter quoi que ce soit. Alors en fait, ce qui c passé c que je me suis rendu compte assez vite qu’il a un réel problème d’alcool. Il boit tous les jours, il boit presque que de la bière – plus de bière que de l’eau en tout cas – il boit seul. Bref, il boit trop quoi. En plus, il fume une cigarette après l’autre, quasiment sans pause. Tout ca m’a pas dérangé le temps qu’il fumait dehors. Mais maintenant, il fait froid, donc il fume dedans et sans se poser une seule fois la question si ca pourrait me gêner…Et sans ouvrir de temps en temps une fenêtre. Donc des fois on avait comme un nuage bleu de fumée dans le « salon » et puis moi, j’arrivais plus à respirer…En plus, il est capable de rester dans sa chambre toute la journée – sans ouvrir une fenêtre mais bien sa porte pour que ca pue de partout – et le seul moment où il sort, c pour racheter de la bière. Et je l’entends « chanter » dans sa chambre…horrible. Quelque fois j’étais obligée de fermer la porte derrière lui quand il sortait pcq ca puait dans tout l’appart. Et une fois j’ai regardé ce que c’était et d’où venait cette odeur acide et suuuper désagréable. Et là, je vois que la moitié de sa chambre est couverte d’un tas de linge sale qui doit y être depuis plusieurs semaines voir mois ! Et ben, c pour ca que ca pue !
Et puis il est super dégueulasse : il se lave les dents 3 fois par semaine, il se lave pas les mains après les toilettes, ou sans savon. Et après, il touche tout ce que moi aussi, je dois toucher, comme les poignés ou la guitare ou pour allumer une lumière. C tellement dégoutant…

Et le pire ou le trop c’était cette semaine quand il était chez nous ave un pote et ils étaient donc 2 à fumer…J’ouvre la porte de la cuisine pour avoir un peu d’air et surtout pour me faire qqch à manger. Il se lève, il ferme la porte et je lui dis que j’avais fait exprès. Et là, il se moquait de moi, ca le faisait trop rire. Moi un peu moins « Je m’en fiche. J’ai toujours fumé ici. C pas mon problème » Ok, et là je me suis rendue compte qu’il fait exprès et non pas pcq il se rend pas compte. Comme il a essayé de me diminuer devant son copain ! Et là je me suis dit, c bon, ca suffit. Bon, d’abord j’ai passé la soirée chez moi en pleurant dans ma chambre où sa sentait de plus un plus mauvais. Et puis après j’ai décidé de chercher une autre coloc.

Et j’ai des amis formidable ici. J’ai vite trouvé une autre coloc (mercredi) mais je peux y aller que le 15. Donc j’ai demandé si je pouvais pas rester chez qqn les 10 jours qui restent Et tout de suite, Juila m’a invitée chez elle, même si elle aussi n’a pas bcp de place dans son appart. Et puis j’ai encore demandé si qqn pouvais m’aider avec le déménagement et 5 minutes après j’étais plus seule avec ce problème. Elles sont géniales ces filles, franchement ! :)

Donc voilà, le grand défi était encore que je voulais partir en laissant la surprise à Eddie. Il ne savait pas que j’allais partir. Donc je pense que maintenant il a compris mais j’aurais bien aimé voir son visage…Et au propriétaire j’ai envoyé un mail après mon départ en lui disant que je me voyais plus capable de vivre dans ces conditions là et surtout avec cette bestiole alcoolique-là. (j’ai pas dit ca comme ca mais je l’ai fortement pensé). :)
Voilà, maintenant je vais devoir payer un tout petit peu de plus de loyer mais ca vaut le coup. Et j’aurai plus peur de rentrer chez moi en me demandant s’il va être là, dans quel état sera la cuisine, si je vais pouvoir manger ou pas. Non, je pourrais revivre enfin ! Je vous ai mis qq photos sur fb mais il manque l’odeur malheureusement – ou heureusement pour vous ?

Mais à part ca, j’ai fait des trucs sympas aussi cette semaine. Surtout hier, quand on est allé au match de hockey sur glace de nos filles de la fac – et oui, notre fac a sa propre patinoire…Bon, c’était les filles, il y avait un vrai match des Canadiens (l’équipe de Montréal) à Montréal en même temps, donc il y avait personne…peut-être une 50aine de personnes je dirais. Mais j’ai adoré quand même, c’est trop cool comme sport. Beaucoup mieux que le foot ou le foot américain. C super rapide et ca donne aussi super envie d’aller patiner.

Et ce soir on fait une petite soirée chez Nathalie qui nous a invitées. Soirée fromage et vin – 2 choses qui sont énormément chers ici et qu’on achète rarement – moi, perso, je pense avoir bu un seule verre de vin depuis que je suis ici ! Et le fromage c’est un luxe aussi. Donc ce soir on va se régaler ! En plus, il y aura des muffins avec une crème de chocolat et des fruits rouges. Hmmm… :)

Donc voilà, maintenant, vous êtes un peu mieux au courant. J’espère pouvoir être un peu plus régulière dans les semaines qui viennent.

Gros bisous et merci de m’avoir envoyer tous ces mails quand même !!!

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Samstag, 5. November 2011
Ein Umzug, tolle Freunde und Eishockey
Hallöchen!

Was für eine Woche! Jetzt gibt’s mal wirklich was Neues zu erzählen. Vorneweg: Es gibt ein Happy End. :)

Ich hab euch nie so richtig davon erzählt, weil es einfach hier keinen Platz dafür gab. Ich hab es häufig angedeutet und versucht, mich darüber lustig zu machen. So hab ich es auch im wahren Leben versucht. Aber auch der beste Schutzmechanismus hält nicht ewig. Dieser hielt 2 Monate.

Es geht um meinen Mitbewohner.

Fakt ist – so kann ich das heute ganz klar sagen – der Typ hat ein Alkoholproblem. Er trinkt jeden Tag. Er trinkt alleine, in seinem Zimmer. Nebenbei ist er Kettenraucher. Alles nichts Neues und eigentlich kann mir das ja egal sein. Er hat ja auch immer draußen geraucht. Aber jetzt wird es kalt. Wir hatten schon um die 0°C. Also raucht er drinnen. In seinem Zimmer wär das noch ok. Aber er lässt dann die Tür auf und sein Fenster öffnet er NIE. Oder er raucht halt im „Wohnzimmer“. Jedenfalls bleibt der Rauch ja da nicht. Sondern den hab ich dann auch bei mir. Und ich bin ja aus gutem Grund Nichtraucher. Ich finds einfach ekelhaft. Und wenn da so 20 Zigaretten in einem kleinen Raum hängen, in dem NIE gelüftet wird…Eine blaue Wolke… Aber ich denke mir, ich bin tolerant, so gut es geht. Ich spreche ihn nicht darauf an, schon gar nicht fordere ich ihn auf, aufzuhören oder rauszugehen. (Wobei das ja sicher mein gutes Recht wäre, denn es geht ja hier auch irgendwie um MEINE Gesundheit…)
Also, was tu ich? Ich habe ihn so 2-3 mal gefragt, ob er bitte die Tür seines Zimmers zumachen könnte. Da hieß es jedes Mal „Kein Problem“. Und ansonsten hab ich in der Küche die Tür zum Balkon aufgemacht – ich frier lieber, als dass ich das Zeug einatme. Ich betone, ich habe die Tür auf MEINER Seite der Wohnung aufgemacht, nicht auf seiner. Am Dienstag komme ich heim und rieche schon unten an der Haustür, wie es stinkt. Oben sitzt er dann mit seinem Kumpel – der so lange Haare hat wie ich, sie aber nur so oft wäscht wie mein Mitbewohner. Ich mache also die Balkontür auf – nicht das Fenster in dem Raum, in dem er sitzt. Er steht auf und macht die Tür zu. Ich geh aus meinem Zimmer und sage ihm, dass ich in dieser blauen Wolke unmöglich essen kann. Und da macht er sich voll über mich lustig! Vor seinem Kumpel! Das wär ihm ja egal, es wär ja kalt. Er hätte schon immer hier geraucht. Und lacht und feiert und schaut dabei nur seinen Kumpel an und mich traut er sich nicht anzuschauen. Ich wusste dann auch echt nicht, was ich sagen sollte, außer dass ich ja schon so immer die Tür hinter ihm zumachen muss, wenn er nicht da ist, weil es aus seinem Zimmer stinkt (nach dem Wäscheberg, hab ich von dem schon erzählt? Oder von der ungewaschenen Bettwäsche?). Ihm alles egal.
Nachdem ich dann die Hälfte des Abends heulend in meinem Zimmer mit den schiefen Wänden und den grünen und beigen Wänden verbracht habe, habe ich gedacht, ich muss was ändern. Sonst sitze ich nämlich den Rest des Semesters hier und zähle die Tage, bis es endlich vorbei ist. Und das ist nicht Sinn und Zweck der Sache. Dieses Semester hier war mein Traum und es wäre sooo gemein, wenn ich mir das von so einem Ekel versauen lassen müsste.
Am Mittwoch habe ich dann im Internet nach Wohnungen geschaut. Die erste Annonce, die ich gesehen hab, betraf eine Wohnung nur 3 Straßen von hier entfernt. Da hab ich sofort angerufen, konnte am selben Abend noch die Wohnung anschauen und habe mich super mit den Leuten verstanden. Es handelt sich da um eine RICHTIGE Wohnung mit einem RICHTIGEN Bad und weißen, geraden Wänden. Alles Weitere erzähle ich, wenn es soweit ist.
Am Donnerstag habe ich meinen Anteil der Miete dort abgegeben, um es fix zu machen. Am 15. November zieh ich dort ein. Und bis dahin bleibe ich bei Julia auf der Couch. Das war auch so großartig. Ich poste in unserer Gruppe den Hilferuf, ob mich jemand schnellstmöglich hier rausholen könnte und mich bis 15. aufnehmen würde und Julia hat sich sofort bereiterklärt, obwohl ihre Wohnung auch nicht riesig ist. Und als ich dann fragte, ob mir jemand beim Umzug mit den Sachen hilft, hat es auch keine 5 Minuten gedauert, bis ich nicht mehr alleine da stand. Ich weiß gar nicht, wo ich so tolle Freunde herhabe und womit ich das eigentlich verdiene. Die Mädels sind einfach die Besten!
Ja, und damit ist es jetzt endlich vorbei. Die beiden Jungs mit denen ich dann zusammenwohnen werde, machen einen ganz ordentlichen Eindruck. Während der hier einfach dreckig und ekelhaft ist. Kein Händewaschen nach der Toilette, gelegentlich ja nicht mal Spülen! Kein Lüften, kein nichts. Dafür sämtliche Körperbehaarung in der Dusche. So furchtbar. Da sitzt der manchmal 3 Tage am Stück in seinem Zimmer, säuft und raucht und das einzige Mal am Tag, wo er rausgeht, das ist, um sich neues Bier zu holen und vielleicht gegen 23h noch ne Pizza. Der Typ wird 25 nächste Woche und hat eigentlich gar kein Leben. So ein Loser, wirklich. Und nach der Aktion die Woche, wie er mich da ausgelacht hat, habe ich auch keinerlei Verständnis geschweige denn Mitleid mehr mit dem Affen.
Und er weiß nichts von meinem Umzug. :) Am Samstagmorgen schnapp ich einfach meine Sachen, in der Hoffnung, dass er noch schläft oder arbeitet am Samstag, und er wird schon irgendwann merken, dass ich nicht mehr komme. Spätestens wenn sein Klopapier all ist, wird er mich vermissen. Und da ich keinen Mietvertrag habe, kann ich dem Vermieter auch bequem dann ne Mail schicken und ihm mitteilen, dass er sich für seinen asozialen Mieter am besten einen anderen Asi sucht, den stört das alles dann nicht so. Aber ich kann jetzt nicht mehr. Ich hab am ersten Tag geschluckt hier. Ich hab versucht, es mit Humor zu nehmen, und mir gedacht, ich bin ja eh nicht so oft da und das wird schon. Aber jetzt ist gut. Dann zahl ich eben doch mehr Miete. Und es sind ja auch nur noch 2 Monate!

So, jetzt seid ihr darüber im Bilde. Ich werde übrigens auch ein paar Schimmel- und Ekelbilder ins FB stellen, sobald ich Eddie aus meinen Kontakten gelöscht habe. Dann könnt ihr euch selber ein Bild machen. Wenngleich dieses Multi-Sinnes-Erlebnis natürlich nur ich haben durfte: einen Mitbewohner, den man grölen hört, den man 20 m gegen den Wind riechen kann, den man ab und zu mal sieht... :)

Trotzdem – und jetzt könnt ihr gerne mal mit dem Kopf über mich schütteln – wird es eine Sache geben, die ich mit dieser Wohnung hier aufgeben muss und die mir unendlich fehlen wird: die Gitarre. Und wenn sie noch so dreckig ist und nicht so klingt wie meine, ich konnte doch immer wieder was spielen. Jetzt habe ich noch über 2 Monate so ganz ohne Gitarre vor mir. Ganz, ganz, ganz ohne. Das wird sicher manchmal nicht leicht. Mal sehen. Aber dann ist die Vorfreude auf mein Baby zu Hause umso größer. :)

Ansonsten hab ich jetzt echt viel zu tun an der Uni. Noch dazu bekomm ich am Donnerstag ne Mail von meinem französischen Prof, der meine Masterarbeit betreuen wird, in der er mir schreibt, wie kompliziert jetzt alles ist, weil ich weg bin. Die wollen am Ende echt, dass ich mich dafür entschuldige, dass ich mal links und rechts gucke, wie ich meinen Horizont erweitern kann. Dabei tut es mir doch gar nicht leid! Also das ist echt unverständlich. Und nebenbei meint er, ich solle mir mal die Artikel, die er mir vorschlägt, lesen (so 10 Stück) und jeweils ne „fiche de lecture“ schreiben – wie auch immer das auf Deutsch heißt. Und zwar bis zum 10. Eine Woche also. Sag mal, dass ich hier auch was zu tun hab, entgeht ihm wohl auch ein wenig, ne. Na ja, ich mach jetzt keinen Mucks. Der sitzt am längeren Hebel, ne, also funktionier ich mal lieber schön, wie man es verlangt, und denke mir meinen Teil. Und ich denke viel...

Und noch was Neues. Es ist unglaublich, aber ich hatte am Mittwoch das erste Mal SPASS an meinem Psychometriekurs – wir hatten die erste Diskussionsrunde, vorbereitet als Beispiel vom Prof, der das wirklich, wirklich gut gemacht hat. Also so als Prof, mein ich. Das war tatsächlich sinnvoll, ich hab voll viel mitgeredet und sicher auch was gelernt dabei. Hammer. Dass ich das mal sagen würde…Allerdings gebe ich auch zu, dass viel Arbeit dahintersteckt. Aber wenn ich die mache, geht’s vielleicht irgendwann wirklich. (und dann hau ich den Prof in Frk nämlich um mit meinen Psychometrie-Kenntnissen für die Masterarbeit! HA!)

Und heute Abend (also Freitag) war ich bei meinem ersten Eishockey-Spiel und ich bin total begeistert! Es waren die Mädels der Uni – also die Carabins – gegen Ottawa (Canadas Hauptstadt… :) ) Da man die Tickets nicht vorher sondern nur direkt vor dem Spiel kaufen konnte und das für 5$, und da heute gleichzeitig ein Volleyballturnier an der Uni sowie ein großes Eishockey-Spiel der „Canadiens“ von Montréal in Montréal stattfanden, war irgendwie klar, dass da außer uns niemand hingehen würde. Es waren aber noch so…50 andere da. :) Und egal ob Mädels oder Jungs und so, Eishockey ist so cool! Das ist viel toller als Fußball oder American Football. Da geht’s so richtig mit Dampf durch die Gegend, es ist voll schnell und echt nie langweilig. Wir haben auch 5:2 gewonnen – vielleicht hat das auch etwas zur guten Stimmung beigetragen. Aber das ist echt voll spannend. Das zweite Drittel haben wir eigentlich ausschließlich vor dem Tor der Gegner ausgetragen. Das war das Drittel, in dem KEIN Tor fiel…Aber spannend wars eben. Und es hat unendlich Lust auf Schlittschuhlaufen gemacht – was ich ja bekanntlich super kann… ;)

So, jetzt pack ich meine Sachen noch weiter fertig und morgen früh kommt dann Christina mich abholen. Hoffentlich klappt alles. Und dann bin ich hier raus. Endlich.

Ich meld mich dann sicher bald wieder und berichte darüber.

Alles Liebe für euch und bis zum nächsten Mal!

Bisous

Die Franzi

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Sonntag, 30. Oktober 2011
Sprachliche Barrieren und Gastfreundschaft
Wenn ich sprachliche Barrieren schreibe, denkt ihr sicher, dass ich das Englische damit meine. Aber nein, Englisch hab ich ja doch gelernt in der Schule. Was ich anscheinend nicht gelernt habe, ist Deutsch. Zumindest das Deutsch, was man in Österreich spricht. Das war ziemlich witzig die Woche. Ich musste manchmal so lachen, weil Christina so ganz putzige Sachen sagt, die für uns so alt und hochtrabend klingen, die für sie aber ganz normal sind. Und Christina hat mich wiederum manchmal angeschaut wie n Auto und mir gesagt, dass es dieses oder jenes Wort nicht gibt – womit sie durchaus Recht haben könnte, denn wir sagen ja viele Sachen, die eigentlich falsch sind.

Da ich jetzt Österreichisch kann, will ich euch auch daran teilhaben lassen. :) Ich passe mich ja auch an und erwische mich gelegentlich dabei, wie ich Dinge sage, die vor 2 Monaten noch gar nicht zu meinem Wortschatz gehörten. So z.B.: Das geht sich (nicht) aus. Heißt: Das passt/klappt ja (oder eben nicht). Oder das Wort „irrsinnig“, was ich auch vorher sicher nie benutzt habe. Christina meinte aber auch, sie sagt z.B. öfter „gucken“, was bei ihr eigentlich „schauen“ sein müsste. Aber am meisten hab ich mich amüsiert, als sie von ihrem „Gewand“ sprach, was in den Koffer muss. Ihr Gewand? Ich dachte, zu welchem Mittelalterfest sind wir denn eingeladen, dass wir unser Gewand mitnehmen müssen? :) Als ich meinte, in dem Zusammenhang hätte ich einfach „Sachen“ gesagt (Ich pack meine Sachen…) oder allenfalls noch „Klamotten“ oder „Kleidung“ , war sie nicht so 100%ig damit einverstanden. Und sie meinte, das Wort „hochwärts“ gibt es nicht…Warum sagen wir das dann andauernd? Genau wie „frühs“. Das weiß ich ja, dass es eigentlich „morgens“ ist, aber warum gibt es denn so viele Wörter, die falsch sind und die man doch benutzt? Und was heißt eigentlich falsch? Kann ich nicht einfach davon ausgehen, dass Begriffe, die im Alltag geläufig sind, auch existieren und damit „richtig“ sind? Also hoch- und runterwärts gibt es nicht. Es gibt nur auf- und abwärts. Jetzt wisst ihr bescheid. Letztens hab ich ne Karte auf m Tisch liegen sehen und fragte, als wir gingen: „Die war aber nicht uns, oder?“ Hinweis, ihr ahnt es: „Die Karte ist uns.“ ist auch kein Deutsch… Da erinnere ich mich an die gute Frau Hampeis, Oberstufenleiterin und in meiner mündlichen Deutschprüfung, die am Ende zu mir sagte: „Ich habe selten eine Schülerin kennengelernt, die so gut mit der deutschen Sprache umgehen kann wie du.“ Das ist gute 4 Jahre her. Verlernt man seine Muttersprache tatsächlich? Können 4 Jahre Frankreich machen, dass ich kein Deutsch mehr kann? Verdammt, das wär doof. Wenn ich jetzt meine Kinder 2-sprachig aufwachsen sehen will und aber selber kein Deutsch kann, wer bringt es ihnen dann bei? Fragen über Fragen…Aber solang es noch Leute gibt, die wenn und wen und denn und den und einen und einem nicht unterscheiden können, glaub ich, bin ich noch auf dem richtigen Weg…

Nachdem ich schon vom Klischee der dicken Amis berichtet habe, will ich mal für ebendiese eine Lanze brechen. Die Amis sind nämlich nicht nur dick sondern auch super nett und hilfsbereit. Das hört man nämlich nicht bis Europa. Wir wurden überall freundlich empfangen – gut, die Hostelmitarbeiter waren ein bisschen verpennt, aber trotzdem nett – man hat uns immer Rede und Antwort gestanden – auch auf ganz dumme Touri-Fragen wie z.B.: „Und was kann man in dieser Independence Hall jetzt sehen?“ (Wahrscheinlich ein Unding, dass man so was nicht weiß. Nichts kann man darin sehen, es ist einfach nur der Ort, an dem die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben wurde. Meine Frage hat also eventuell diese heiligen Hallen leicht beleidigt…) Aber der Mitarbeiter war trotzdem sehr freundlich und hat mich nichts als Kulturbanause und als „die Jugend von heute“ vor die Tür gesetzt. :)
In unserem Hostel in New York konnten wir nicht gleich einchecken, da wir zu früh da waren, wollten aber wissen, ob wir unsere Koffer irgendwo einschließen lassen können. Antwort: „Yes we can.“ Keine Ahnung, ob es das absichtlich so gesagt hat, oder ob die Amis das vielleicht einfach andauernd sagen, aber Christina und ich und auch der Typ mussten gut drüber lachen.
Und im Planet Hollywood gab es erst ein Problem mit unserer Bestellung, dann mussten wir trotz Gutschein noch ein paar Dollar draufzahlen und letzten Endes kam der Kellner zu uns und meinte, er entschuldigt sich dafür, er hat das geregelt, wir müssten doch nichts bezahlen. Als wir ihn relativ überrascht und ungläubig anschauten und uns bedankten breitete er die Arme aus und rief mit einem breiten Lächeln. „Welcome to New York!“

So, damit habe ich, glaube ich, so langsam alles abgearbeitet, was ich zu erzählen habe. Ich bin immer noch nicht richtig wieder angekommen, wenngleich schon eine Hausarbeit geschrieben ist und ich auch gestern den ganzen Nachmittag in der Bibliothek verbracht habe, sodass mich mein eigentliches Leben doch schon zurück hat. Aber beim Einschlafen flitzen mir immer noch immer wieder Bilder von unserer tollen Woche im Kopf rum.

Die Arbeit ruft, ich mach mich wieder auf. Viele liebe Grüße an euch und meldet euch.

Glg
Die Franzi

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Samstag, 29. Oktober 2011
Mikrowellen-Nudeln, Chai Tea Latte und 2 Material Girls
So, dann will ich mich mal einigen Anmerkungen zu dieser unglaublich tollen Reise widmen, nachdem ich den Tag schon damit verbracht habe, alle Fotos – also eine Auswahl – hoch zu laden und eure ganzen Mails zu beantworten. Und der Alltag hat mich auch schon wieder, denn irgendwer musste ja Wäsche waschen, einkaufen und Nachhilfe geben.



Einkaufen ist eine gute Überleitung. Was hab ich gekauft? Hauptsächlich Grünzeug. Weil: Christina und ich haben uns jetzt eine ganze Woche lang außergewöhnlich schrecklich ernährt. Wir hatten zwar einen Haufen Äpfel mit, aber das kann man ja kaum als ausgewogene Ernährung bezeichnen. Ansonsten gab es nämlich gelegentlich ein Donut-Frühstück und coffee-to-go (oder Chai Tea Latte to go), mittags und abends dann immer irgendwelches Fast Food. Eine Woche lang! Und man kann ja tatsächlich ALLES haben, immer und überall. Überfluss ist da schon geschmeichelt. Also so was zu Essen holen und mitnehmen und so, das ist wesentlich einfacher, als mal irgendwo einen Supermarkt aufzutreiben (Apropos Supermarkt: ich hab nen Aldi gesehen!). In New York gab es dann aber auch an jeder Straße einen Obst-Stand. Nicht ohne den HotDog-Stand direkt daneben, aber immerhin.
Dementsprechend sehen die Amerikaner auch aus. Also die Klischees wurden leider alle bestätigt: ich habe noch nie so viele soooo dicke Menschen auf einem Haufen gesehen. Und interessanterweise haben die Klamotten, die ihnen passen – nicht so wie bei uns, wo die dann unmöglich aussehen.
Ich habe ja schon erzählt, dass Christina am Ende sogar Erdbeereis als gesundes Dessert angesehen hat. ;) Die Amis hatten uns also voll im Griff. Und das Essen war auch das beste Argument, was wir hatten, um am Ende die Heimreise nicht ganz so schlimm zu finden. Und ich werde mich jetzt erstmal nur von Salat, Gemüse und fettfreien, selbstgekochten Dingen ernähren. Ich will keine Pizza mehr, keine Pommes, keine Burger, keine Sandwichs, kein Chinesisch, nichts. Selbst bei Süßkram hält sich mein Heißhunger grad in Grenzen, und das will was heißen.
Aber eine Frage hätte ich noch. Wir konnten das Experiment nun nicht zu Ende führen, aber weiß jemand, ob man Nudeln in der Mikrowelle kochen kann? Geht das? Also ihr könnt’s ja mal ausprobieren und mir dann das Ergebnis mitteilen. Sonst frag ich mal bei der Maus. :)

Ich habe also heute meinen kulinarischen Tagesablauf genossen: Müsli, Reis und grüne Bohnen, Tomate und Ciabatta mit Kräuter-Frischkäse, Apfel, Orange, ungesüßter Tee (aus euerm Paket, ich hab schon bald keinen mehr!!!). Alles bestens. Und morgen geh ich laufen. Dann passen mir vielleicht demnächst auch die ganzen Klamotten wieder…

Klamotten. Damit wären wir beim nächsten Thema und beim nächsten Klischee: in den USA kann man so super shoppen. Stimmt. Doof nur, dass ich nicht Präsident Obama bin und dementsprechend nicht sein Konto habe. Aber große Augen hab ich bekommen. Wir sind durch’s Macys gelaufen und meinten nur: Ich hoff, ich bin mal reich später…Die Konsumgesellschaft hatte uns voll in ihren Fängen, was soll man machen…? Meine Ausbeute: Endlich meine grauen AllStars aus Boston – zu denen es auch noch eine Geschichte gibt – eine neue Handtasche aus New York, ein T-Shirt aus dem HardRockCafé am Times Square und ein schwarzes Kleid aus Philadelphia. Das ist doch recht vernünftig, oder? :)
Zu den Schuhen. Einige von euch wissen, dass ich seit sicher 2 Jahren graue AllStars wollte und dass mein Studentenbudget es nie zugelassen hat, mir Schuhe für 65Euro, die die in Frk kosten, zu leisten. Also war das fest geplant für Canada, wo sie tatsächlich billiger sind. Und dann sagte mir wer, in den USA sei es noch billiger. Also habe ich versucht, zu warten. Das war schwer, denn ich habe nur ein anderes Paar Sneaker mitgehabt hier und die sind echt so auseinandergefallen schon…Also kam dann endlich die Rettung. Im Laden in Montreal hab ich schon geguckt, und wusste genau, dass ich so ein hellgraues Paar wollte. Und jetzt sind wir durch ganz Boston gelaufen und überall gab es nur dunkelgrau. Christina hat schon an mir gezweifelt, ob ich mir das alles einbilde und es doch dieselbe Farbe ist. Bis wir am Ende in einem Converse-Geschäft waren und sie da auch nichts Hellgraues hatten. Dann hab ich mir gedacht, weißte, für 50$ nehm ich halt auch die dunkelgrauen, vielleicht hab ich mir das echt nur eingebildet. Also hab ich echt selbst an mir gezweifelt. Ich kauf die Schuhe, bin glücklich – wie das so ist nach dem Schuhekaufen – wir gehen aus dem Laden und nebenan ist ein anderes Geschäft und ich seh im Schaufenster hellgraue AllStars. Ich hab ich gedacht ich brech zusammen. Aber nun hatte ich sie ja gekauft…Also sind wir schnell vorbeigelaufen und haben beschlossen, einfach nie darüber zu reden und so zu tun, als sein das nie passiert. Was aber anscheinend nicht klappt, sonst wäre es mir jetzt hier keine Story wert. Jedenfalls hab ich jetzt graue AllStars für relativ wenig Geld und bin trotzdem nicht 100%ig glücklich. So ein Ärger. Aber ich muss mich nicht mehr für meine kaputten Schuhe schämen, das ist auch schon sehr angenehm.

Und man kann in allen möglichen Läden super tolle Kleider shoppen. Ich frag mich, wann die die anziehen…Also für n Abiball hätt ich da echt voll was gefunden. Jetzt hab ich aber gar keinen Abiball…Anprobiert hab ich trotzdem ein ganz tolles dunkelblaues Glitzerkleid. *Träumchen* Da ich jetzt aber nicht zur nächsten Oskarverleihung eingeladen bin, hab ich’s erstmal noch nicht gekauft. :)

So, das war’s dann schon wieder mit meinen spannenden Geschichten vom Essen und Shoppen.

Und Pickeldi ging mit Frederick nach Hause… (In Österreich gibt’s keinen Sandmann! Ich frag mich, wie die da ihre Kinder zum Schlafen kriegen…) :)

Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal

Die Franzi

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Freitag, 28. Oktober 2011
Boston, New York und Philadelphia
Hallo alle miteinander,

da bin ich wieder. Leider und endlich. Leider weil die Woche so schrecklich schnell vergangen ist und weil es doch sooo schön war. Und endlich, weil wir einen ganz, ganz langen und irgendwie komplizierten Weg hinter uns bringen mussten, um wieder nach Hause zu kommen. Ich fang mal an, zu erzählen und hoffe, dass ich nichts vergesse…Aber es wird so oder so ein Schnelldurchlauf. Vielleicht schreib ich das erst mal so heute und melde mich dann die kommenden Tage noch mal gezielt zu einigen Erlebnissen.

Also fangen wir mal am Anfang an, das find ich logisch.

Donnerstag

Wir sind spät abends mit einem recht leeren Bus losgefahren, kamen dann schon sehr schnell an die Grenze, mussten alle raus und ich musste, obwohl ich das im Internet schon geregelt hatte – und bezahlt! – noch mal so ein Visum bekommen und zahlen. Aber egal, ich konnte dem ja jetzt schlecht sagen, nein, ich zahl das nicht, ich geh auch so rein in dein Land.
Danach hielt der Bus noch ein paar Mal an und nahm immer mehr Leute mit. Irgendwann mitten in der Nacht schüttelt mich wer an den Beinen – die ich zum Schlafen hochgelegt hatte – und wollte sich neben mich setzen. Ich war da schon relativ enttäuscht, dass es ausgerechnet mich trifft und dass mein Schlaf - so unbequem er auch war – für diese Nacht wohl beendet sein würde. Aber da wusste ich das Beste noch nicht. Die gute Frau hörte nicht auf, mich voll zu labern. Zuerst entschuldigte sie sich 10mal, dass sie mich wach gemacht hat. Und dann kamen nur noch intelligente Aussagen wie: Salz ist wirklich das beste Gewürz. Die Gute war ziemlich betrunken, roch nach einer Mischung aus alten Klamotten und eben Alkohol und schlief dann andauernd auf mir ein. Bis zum nächsten Stopp, denn da hab ich mich dann wieder mit Christina zusammengesetzt. Die Tante hinter uns laberte und rülpste aber am nächsten Morgen immer noch. Warum kommen eigentlich immer diese Schizophrenen und Alkoholiker und sonstig verzweifelte Seelen zu mir?

Freitag

Am Freitagmorgen sind wir dann sehr zeitig in Boston angekommen – bei schönstem Wetter. Die Jugendherberge haben wir zu Fuß dann auch gefunden – mussten halt einmal quer durch die Innenstadt latschen. Nach einem Donut-Frühstück bei Dunkin Donuts ging unsere Stadterkundung dann los. Jetzt fass ich das mal zusammen: Es gibt den Freedom-Trail, der einmal durch die ganze Stadt geht, und der 16 oder mehr Sehenswürdigkeiten miteinander verbindet. Boston ist ja auch ein geschichtsträchtiger Ort – von der Boston Tea Party hat sicher jeder schon mal gehört. Jedenfalls waren wir da an sämtlichen Kirchen, Rathäusern, Monumenten und Mahnmalen, Märkten und Friedhöfen mit berühmten Leuten. Das war ziemlich anstrengend weil weit und alles zu Fuß.
Am Abend gab es noch ein Highlight: Da im Internet stand, unser Hostel verfüge über eine Küche, haben wir uns Nudeln mitgenommen, um nicht immer außerhalb teuer zu essen. Jetzt hatte dieses Hostel aber in Wirklichkeit keine Küche, sondern einen Raum mit Kühlschrank, nicht funktionierender Mikrowelle, Spüle, Wasserkocher und Toaster. Mit welchem dieser Geräte macht man jetzt Nudeln? Wir wollten halt echt nicht noch mal raus und so und haben daher die grandiose Idee gehabt, die Nudeln in einer Müslischale mit Wasserkocher-gekochtem Wasser zu übergießen und sie dann in die Mikrowelle zu stellen, um sie zu kochen. Da die Mikrowelle aber nicht ging, hatte sich das schnell erledigt. War aber lustig. Und dann sind wir doch essen gegangen. :)

Samstag

Am Samstag wollten wir uns noch das Tea-Party-Schiff anschauen, was auf unseren ganzen Karten stand und im Reiseführer. Bis uns dann am Hafen jemand sagte, das Schiff sei vor Jahren vom Blitz getroffen worden und abgebrannt. Das stand leider nicht in den Reiseführern. Wir waren auch nicht die einzigen unwissenden Touristen da, denn wir wurden dann am Ende selber gefragt, wo denn das Schiff sei. Mir war auch so, als hätte ich so was mal gehört, allerdings war ich mir sicher gewesen, dass es das Schiff war, was wir damals in Greenwich bei London angeschaut hatten…Na ja, egal, jedenfalls gibt es kein Tea-Ship mehr in Boston.
In Harvard waren wir auch. Also richtig muss es heißen „in Cambridge“, denn die Harvard University liegt witzigerweise in Cambridge direkt neben Boston, während ja Cambridge auch in Großbritannien bekannt ist…Aber Harvard ist sehr unspektakulär, es war vor allem kaum ein Student zu sehen. Es laufen NUR Touristen da rum. Aber wir waren in den heiligen Hallen mal auf Toilette und wer kann das schon von sich behaupten?
Am Abend waren wir noch auf dem Prudential-Center obendrauf und haben die tolle Aussicht genossen. Da waren wir noch beeindruckt von der Größe der Stadt…Da kannten wir auch New York noch nicht…
Außerdem waren wir noch in der Public Library, ich habe mir endlich meine Allstars gekauft und die andern Treter feierlich in den Müll verabschiedet, wir haben verzweifelt nach Enten-Statuen gesucht und waren am Stadion der Boston Red Sox.

Sonntag

Am Sonntagmorgen sind wir mit dem Bus ca. 4-5Std. nach New York gefahren und dort direkt ins Hostel. Außer verpeiltem Personal und ekelhaften Badezimmern haben wir dort erst mal nichts gesehen und sind erst mal an den Times Square gefahren. Dort ausgestiegen überkam uns ein gehöriger Schauer und ein Woooowwww. Katia würde sagen, da ist uns ein Gänseschauer über den Rücken gelaufen. Es ist einfach so gigantisch. Das kann ich jetzt auch nicht beschreiben. Wer da war, weiß, was ich meine. Und alle anderen sollten tatsächlich mal hin. Also haben wir uns den Times Square angeschaut. Dann waren wir noch auf dem Empire State Building – wieder das höchste Gebäude der Stadt. Vom 86. Stockwerk hatten wir bei Bombenwetter einen super tollen Sonnenuntergang über Manhattan. Unbeschreiblich. Und am Abend waren wir noch in Chinatown essen – witzigerweise mit Lisa und ihrem Freund, die auch diese Woche ein paar Tage in New York waren.

Montag

Am Montagvormittag waren wir im Financial District unterwegs. Das Denkmal am Ground Zero haben wir uns nicht aus der Nähe angeschaut, da wir keine Tickets hatten, aber man sieht ja schon die neuen Türme, die am Entstehen sind. Wir waren auf der Wallstreet, deren Besetzung relativ langweilig ausschaut, an der Börse und sind dann bis zur Brooklyn Bridge an den Fluss gelaufen. Von dort haben wir mit einem Boot eine Rundfahrt gemacht, haben uns die Skyline angeschaut und die Freiheitsstatue natürlich.
Am Abend haben wir im berühmten Planet Hollywood gegessen, weil Christina da ein Essen für 2 zum Geburtstag geschenkt bekommen hat und ich davon einfach mal schön mit profitiert habe. Vielen Dank an dieser Stelle für die Einladung!!! :) Und bei dem Essen haben wir so gelacht, es war ja so witzig. Also Planet Hollywood erstmal zur Erklärung ist eine Kette, die man wohl als typisch amerikanisch bezeichnen kann. Und es sind drinnen viele original Filmrequisiten ausgestellt. Jedenfalls hatten wir die geniale Idee, einfach das Teuerste zu bestellen, weil wenn schon denn schon, ne…Das teuerste war ein Burger mit dem Namen „Double Down“. Ein riesiges Teil mit 2mal Fleisch und Käse und Pilzen und, und, und. Und dazu noch Pommes ohne Ende. Wir haben das natürlich nicht geschafft, wobei wir gut gekämpft haben und schon dreimal so viel gegessen haben wie normal. Und dann kommt der Kellner und fragt, ob wir bereit wären für unser Eis. Erst dachte ich, der macht sich jetzt über uns lustig, weil wir so was Riesiges bestellt haben und es eh nicht schaffen. Bis sich herausstellte, dass er es ernst meinte. Es war wirklich ein Eis bei dem Gutschein dabei. Wir haben ihm dann aber gesagt, dass wir uns eins teilen würden und wir haben so gelacht, weil es gab Vanille, Schoko und Erdbeer. Und Christina sagt spontan Erdbeer und guckt mich an, ich war einverstanden. Und dann fragt sie mich: „Magst du überhaupt Erdbeereis? Ich nämlich nicht.“ Und wir mussten so lachen, weil sie einfach spontan Erdbeer gesagt hat mit dem Hintergedanken, dass man nach so viel Fast Food doch mal was Gesundes essen sollte! Da ist Erdbeereis sicher genau das Richtige. Ach, wie lustig das war. Und wir waren so vollgefuttert, als wir zu Hause waren…

Dienstag

Es war immer noch super schönes Wetter und wir haben den Vormittag im Central Park verbracht. Das war auch der Moment, in dem wir beschlossen haben, dass New York definitiv großartig ist. Ich hoffe, dass einige meiner Bilder das rüberbringen können.
Am Nachmittag waren wir dann im Metropolitan Museum of Art. Und dort hatte ich mein ganz persönliches Highlight. Nicht nur, dass dort die ganzen Monets hängen, die wir zu Hause im Wohnzimmer haben. :) Sondern es hängt dort auch Einiges von Cézanne. Es lief mir schon kalt den Rücken runter, als ich ein Bild vom Park im Vallée de l’Arc gesehen habe – dem Park, in dem ich in Aix immer joggen gehe. Aber so richtig musste ich mit den Tränen kämpfen als ich tatsächlich DAS Bild gesehen habe, von dem ich schon so oft erzählt bekommen habe. In dem Haus, in dem ich mein erstes Studienjahr lang mit der Gastfamilie gelebt habe – einige von euch kennen das ja – von dort aus hat Cézanne ja die Ste. Victoire gemalt. Auf dieser Terrasse habe ich ja nun nicht selten gesessen. Und jetzt stellt euch mal vor, wie es mir ging, als ich denselben Ausblick vor mir hatte – in einem Bilderrahmen im Metropolitan Museum of Art in New York City. Wahnsinn. Und da ist mir auch so klar geworden, wie sehr mir Aix eigentlich fehlt…
Am Abend waren wir dann noch am Times Square einen Cosmopolitan trinken. Das hat schon Stil.
Außerdem haben wir in New York noch die Public Library, das United Nations Gebäude, die St. Patricks Cathedral, das Rockefeller Center (wo jetzt schon die Eisbahn geöffnet ist), den Madison Square Garden und vieles, vieles mehr gesehen.
Und ich hab jetzt eine Handtasche aus New York, weil mir nach meinen Schuhen nun auch meine Tasche flöten gegangen ist und ich sie nicht mehr zumachen konnte…

Mittwoch

Am Mittwoch sind wir mit dem Bus nach Philadelphia gefahren. Wir waren schon zeitig am Bus, sodass uns der Busfahrer gefragt hat, ob wir nicht einfach einen Bus eher fahren wollen. Das haben wir dann gemacht und waren schon gegen 10h oder so in Philadelphia. Dort haben wir uns dann wieder mit Geschichte befasst. Wir waren in der Independence Hall, wo die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet wurde. Wir haben uns die Glocke – die Liberty Bell – angeschaut, waren am Grab von Benjamin Franklin, waren in der ältesten Kirche der USA und an der berühmten LOVE-Skulptur am Kennedy Plaza.
Ein Philly-Cheese-Steak muss man auch mal gegessen haben, wenn man schon mal dort ist, und einen Cheese-cake haben wir uns auch gleich noch gegönnt.
Dann waren wir schon eine Stunde vor unserer Abreise „fertig“ und wollten sehen, ob wir wieder – wie am Morgen – mit einem früheren Bus fahren könnten. Aber der dämliche Busfahrer hat uns tatsächlich nicht mitgenommen und ist mit 7 Leuten in seinem Bus nach New York gefahren. So ein Affe, ich war so wütend auf den. Als die Tür hinter ihm zuging, konnte ich tatsächlich einen bösen Finger und ein „F*** you“ nicht vermeiden. Das ist mir wohl seit Jahren nicht passiert. Aber das war nun wirklich die Sinnlosigkeit schlechthin. Und wir waren einfach müde und fertig und hatten jetzt eine Stunde sinnloses Warten vor uns. Wo ich so gerne warte!

Donnerstag

Am Donnerstag hat es uns dann erwischt: ein Regentag. Aber wir hatten so was schon befürchtet und hatten daher einen Plan B. Plan A war, den Nordteil des Central Parks zu erkunden. Plan B war das American Museum of Natural History, was sich auch total gelohnt hat, wenngleich wir ziemlich unter Zeitdruck waren.
Gegen Mittag sind wir dann schon aus unserem Hostel verschwunden und haben zuerst die Metro – also Subway halt – und dann den Bus in Richtung Flughafen genommen. Wir haben großzügig geplant, denn unser Flieger sollte 15h40 gehen. Noch im Bus bekommt Christina einen Anruf von ihrem Vater, der uns mitteilte, dass unser Flug gestrichen sei, ob wir das wüssten. Natürlich wussten wir das nicht – am Vorabend beim Online-Check-in war ja noch alles in Ordnung – aber es hat jedenfalls nicht zur Verbesserung der Stimmung beigetragen, das jetzt zu wissen. Am Flughafen haben wir dann schnell herausgefunden, was jetzt eigentlich los war. Die Säcke haben halt ihren Flugplan geändert. Einfach so und es hielt auch niemand für nötig, uns das zu sagen. Und es wurde eben mehr oder weniger automatisch auf den Flieger um 17h40 umgebucht. Was also bedeutet, dass wir schon um 13h da waren, weil mit Metro und Bus alles reibungslos verlaufen war, und nun ewige Zeit rumsitzen mussten. Hab ich schon mal erwähnt, wie sehr ich es schätze, wenn mir jemand auf diese Art und Weise ein Stück Zeit meines Lebens klaut? Furchtbar. Aber ich konnte erstmal wenigstens ein bisschen Kram für die Uni machen, den ich mithatte. Zu allem Überfluss hatte dieser Flieger dann noch mal eine Stunde Verspätung, oder mehr. Insgesamt haben wir 6 Std. am Flughafen verbracht – nur gut, dass wir morgens durchs Museum gerannt sind. Dann fand ich den Flug auch recht anstrengend. Ich flieg ja nach wie vor nicht gerne. Ich bin ja kein Vogel. Aber ich bin eben auch jedes Mal bei kleineren Turbulenzen schon fest davon überzeugt, dass ich gleich sterben muss, was leicht stressig ist, denn ich häng ja an meinem Leben und es läuft doch grad so gut. Wie ärgerlich wäre das denn – eine Woche in den USA und Mamas ganzes Geld ausgeben und dann den Heimflug nicht überleben? Christina meinte, da waren keine Turbulenzen, aber ich glaube, sie hatte einen anderen Flieger. In meinem musste nämlich der Service andauernd abgebrochen werden, was dazu geführt hat, dass am Ende die Landung bevorstand, der Service Reihe 30 erreicht hatte und aber aufhören musste und die Franzi natürlich in Reihe 31 saß – durstig und hungrig. Sowas ärgerliches! Also diese Heimreise war wirklich kein Glücksgriff. Nur gut, dass dann wenigstens die Zollkontrolle nicht so schwierig war und unser Koffer gleich kam, der Bus stand auch schon bereit und nach nur 45 weiteren Minuten waren wir dann zu Hause. Ein Abenteuer!

Jetzt hab ich jedenfalls die Nase voll vom Reisen. Mir haben diese Woche so sehr die Füße wehgetan wie noch nie zuvor in meinem Leben. Und die arme Christina musste das alles aushalten. Ich darf jetzt auch nur nette Sachen über sie schreiben, sie liest das ja… :)

Wir haben soooo viel gesehen, so viel erlebt. Ich muss das alles erstmal sacken lassen. Über 600 Fotos hab ich. Ich hoffe, ich kann da gut aussortieren, damit ihr euch nicht jedes Haus von New York einzeln anschauen müsst. Aber das gibt’s dann alles später. Jetzt ist es 1h nachts, es ist Zeit, dass ich ins Bett komme. In mein Bett.

Bis zum nächsten Mal, ihr Lieben.

Die Franzi

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Donnerstag, 20. Oktober 2011
Noch einmal schlafen...
Hallo,

da will ich mich noch mal "kurz" melden, bevor ich mich in die große weite Welt aufmache.

Ich habe heute ein Paket bekommen. Wunderbar. Endlich. Großartig. Natürlich hab ich direkt alles stehen und liegen lassen und habe den Nachmittag mit 3 Folgen Super Nanny verbracht. Meine Güte, wie sehr mir das gefehlt hat!!! Seit Dezember 2010 nichts Neues mehr! Aber sehr lustig wars ja nicht...
Dazu gab's Milka - und danach war ich joggen. ;) Vielen Dank noch mal an alle, die an diesem Päckchen beteiligt waren. Ihr seid die Besten! Einen dicken Kuss für euch einmal übers Wasser rüber. :)

Ja, ansonsten hab ich mich damit abgefunden, dass Statistik n Arschloh ist. Schade, denn mein Prof ist echt genial. Aber mein Hirn halt nicht so. Na ja, vielleicht kommt ja irgendwann der Moment des großen "Achso geht das!" - Ich warte.

Gestern hatten wir ein Seminar zum Thema Kindstötung. Heftig, wirklich. Also der Kurs über Kindesmisshandlung ist ja nie witzig. Aber wenn man dann so Fälle hört...Also was Eltern nicht alles ihren Kindern antun können, das glaubt man gar nicht. Sehr interessant war das gestern, aber auch schwer zu ertragen. Manchmal frag ich mich, ob ich die Richtige bin für so einen Job. Wenn ich schon beim Super Nanny Gucken heulen muss...

Mein Mitbewohner macht mir auch etwas zu schaffen. Am Sonntag war ich ja den ganzen Tag zu Hause - er auch. Das hat es mir nicht leichter gemacht. Sonst sehen wir uns ja fast nie, da ist das alles halb so wild. Aber der war die ganze Zeit im Raum neben mir, am Rauchen, am Saufen. Ich musste zwischendurch raus und ihn bitten, seine Zimmertür zu zu machen, weil es in der gesamten Wohnung stinkt...Wäre euch das nicht peinlich, wenn einer sowas zu euch sagen würde? Ihm anscheinend nicht. Und es sind ja gar nicht die Zigaretten die stinken. Das kann man ja fast noch als Räucherstäbchen-Raum-Duft bezeichnen gegen das eigentliche Problem: der hat definitiv, seit ich hier bin, nicht einmal sein Bettzeug gewaschen. Auch so wäscht er sehr selten...Und ich musste letztens in sein Zimmer, die Gitarre holen, da hats mich fast erschlagen: die Hälfte des Zimmers (die hinter der Tür, sodass ich das nie gesehen hatte vorher) ist ein einziger Berg aus Dreckwäsche. Dieser kleine Raum ist wirklich VOLL von Dreckwäsche, alten Bierdosen und -flaschen, Zigarettenkippen und und und...unglaublich!!! Und da bringt er ganze Tage drin zu...Das einzige Mal, wo er dann rausgeht, ist, um sich Bier und Zigaretten zu kaufen.
Jedenfalls war das am Sonntag ziemlich schwer zu ertragen, wie er nebenan saß und ich ihn hab grölen hören. Er singt nämlich...andauernd und überall. Und laut. Aber er kanns nicht. Also singen triffts nicht, grölen ist tatsächlich besser. So wie ein Betrunkener halt "singt". Das hatte so ein bisschen was von Piratenfest...wenn die so alle am Tisch sitzen und trinken, mit Essensresten um sich werfen und eben rumbrüllen. Nur dass er kein Pirat ist...und das auch kein Film sondern sein "LEBEN". Und allein war er noch dazu. Und ich mittendrin. Ich hab dann ne Mail an die Mädels geschrieben, weil ich den Frust mal loswerden wollte, und die haben alle voll süß reagiert und mich eingeladen zu sich - wenn ich mal ne Nacht hier raus muss, oder sogar zum Duschen, wenn ich mal keine Lust auf Haare in der Dusche habe...(das Problem hat sich ja auch nach meinem Hinweis nicht gegeben).
Aber jetzt hab ich auch schon fast die Hälfte rum hier, das wird schon. Und sonst sehen wir uns ja auch selten, da ich ja immer früh rausgeh und bis nachmittags oder abends wegbleibe. Und er pennt halt bis Mittag und ist den Abend weg. Also verpassen wir uns Gott sei Dank meistens.

Dass ich die Gitarre jedes Mal desinfizieren muss, brauch ich nicht extra erwähnen oder? Dass das Papiertuch auch jedes Mal schwarz ist, auch nicht, oder? Ok.

So, und morgen gehts dann also los. Wir fahren abends und über Nacht nach Boston. Wir, das sind Christina und ich. Dort sind wir dann Freitag und Samstag. Mal sehen, ob ich was anderes als "Feuerwähr-Autos", Eichhörnchen und Enten zu Gesicht bekomme...(kleine Anspielung, auf jemanden, der sich in Boston schon gut auskennt. Wie mein Vater es so passend ausdrückte: Jetzt hat er schon 2 Familienmitglieder, die in Boston waren: Das Intelligenteste und das Dümmste. Wer wer ist, das Raten überlass ich euch.)
Am Sonntagmorgen fahren wir dann nach New York. Ich schreib das so und erzähl auch so von, als wär das irgendso ein Ort halt, wo man mal zum Angucken hinfährt...Moment, ich versuchs noch mal mit mehr Emotion: BOOOOAAAAHHH!!!! Ich fahr am Sonntag nach NEW YOOOOORRRKKKK!!!! Woooohooooo!!!! :D Ok, ich fühl mich schon besser. :)

Dort sind wir dann bis zu unserem Heimflug am Donnerstag. Bis auf den Mittwoch, da fahren wir morgens nach Philadelphia und abends auch wieder zurück. Hab ich schon mal erwähnt, dass Philadelphia auch mein Lieblingsfilm ist? Ich freu mich voll... :D

Also habt ihr erst mal gute Chancen, bis Donnerstag eure Ruhe zu haben von mir. Dann bombardiert mich aber auch nicht mit Mails und sonstigem bei FB! :) Wenn ich dann nämlich wiederkomme und 54 Nachrichten hab, dann antworte ich bestimmt niemandem davon :)

Wie ich eine Woche ohne Internet auskomme, das wird auch noch so ein Experiment. Vor allem, wenn ich so viel erlebe. Ich muss das doch sonst immer gleich posten, weil ich sonst platze. Und wenn das jetzt nicht geht...die arme Christina, die muss das jetzt eine Woche lang aushalten :)

Also dann, mein Lieben. Ich wünsche denjenigen von euch, die auch in den Urlaub fliegen, eine tolle Reise. Und den anderen eine tolle Woche. Ich meld mich sicher schnellstmöglich zurück ;)

Ganz liebe Grüße

Die Franzi

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Un jour j'irai à New York...
Salut tout le monde,

avec pas mal de retard je vous écris ce qu’il y a comme nouvelles ici chez moi. Avant de m’y mettre il faut que je vous dise que je suis assez fatiguée là – même s’il est que 22h ici. Donc ca va pas être long…

Quelques nouvelles de la semaine dernière : On a enfin acheté nos billets pour le concert de Cœur de Pirate le 8 novembre ici à Montréal. C’est bizarre, mais elle est plus connue en France qu’ici…Du coup, elle a que 3 concerts au Canada cette automne, je pense. Et une dizaine en Europe…
Ce qui est encore mieux c’est ce que je vais aller voir le 10 décembre – et oui, pas très spontané comme projet, je sais. On va au ballet : Le Casse-Noisette de Tchaikovsky ! J’ai trop hâte, ca va être génial ! :D

Cette semaine et le weekend dernier j’ai pas mal bossé. Et quand même, j’ai l’impression de ne pas avancer…En psychométrie c vraiment super difficile…Pour moi je veux dire. Les autres paraissent plutôt bien pouvoir suivre et moi, je comprends rien. A chaque fois qu’il y a un problème de résolu et ben, il y en a 5 autres qui arrivent…Cette semaine, il nous a donné 5 études pour faire une méta-analyse avec. J’ai rien compris et j’étais vraiment désespérée devant mon fichier excel sans savoir quel chiffre mettre où etc. Donc j’envoie un mail au prof en lui disant que j’ai un gros problème. Qqch que j’ai jamais faite avant : envoyer un mail au prof pour lui dire que j’arrivais pas, que je comprenais pas…Trop la honte quoi. Mais non, pas du tout. La réponse du prof : « Ne vous en faites pas. Notez simplement l'information des sommaires d'articles que vous jugez pertinente (p ex.: corrélations observées, N, fiabilité), tentez de répondre aux 2 questions, et nous en discuterons au cours. Apportez un portable au cours et je prendrai le temps de vous montrer comment ça fonctionne. Si vous n'avez pas de portable, ce n'est pas grave, je vous le montrai à partir du mien.
Quoi qu'il en soit, ne vous en faites pas.“
C’est pas génial ca comme réponse ? Un prof en France vous aurait répondu ca ? Je pense pas…C’est comme les conducteurs de bus ici. Ils te disent bonjour, ils te remercient quand tu paies. Tu leurs dis où il faut que tu sortes quand tu sais pas trop où c’est et puis ils appellent tous ceux qui leur l’ont demandé le moment venu. En France, tu essaies de poser une question et ils vont te montrer le petit panneau en haut où il y a marqué qu’il faut pas parler au conducteur…
En tout cas c’est un peu plus clair mais je me vois pas encore écrire 30 pages sur les caractéristiques psychométriques du pccts (parent child conflict tactics scale)…et animer un groupe de discussion là-dessus. Quel horreur !

Demain c’est donc le grand jour : je pars pour une semaine aux Etats-Unis. On prend le bus jeudi soir 23h30 (5h30 vendredi matin chez vous) et on va arriver à Boston à 7h du matin vendredi. Ca va être génial comme nuit…8h dans le bus. Mais c toujours mieux que 8h dans le bus et perdre tout une journée. Donc on sera à Boston le vendredi et samedi. Dimanche matin on prend le bus et on fera 4h de voyage pour New York. A NY on a donc le dimanche, lundi, mardi et jeudi matin. Mercredi on prend le bus pour aller à Philadelphie, mais on rentre le soir à NY. Et jeudi prochain on prend l’avion pour rentrer de NY à Montréal. Ca va être une semaine fatigante, on va passer pas mal de temps dans des bus etc. mais ca va être énorme avec toutes les impressions et tout…J’ai trop hâte. En même temps il y a bcp de travail qui m’attend à mon retour – et déjà je vais pas partir sans mes qq articles à préparer. Certains prof parlent de la semaine de lecture…pfff. Moi je dis vacances. Je sais pas vous mais moi c’est ca. :)

Donc voilà, en gros c’est tout ce que j’avais à vous dire. Je pense souvent à vous et vous me manquez !!!

Je vous fais de gros bisous.

Franzi

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Montag, 17. Oktober 2011
Konzert, Ballett, Kino und Reisen
Hallo, meine Lieben.

Heute gibt es mal einen weniger spannenden Beitrag. Was nicht heißt, dass ich nicht eine aufregende Woche gehabt hätte, oder dass nicht ganz, ganz tolle Dinge zu verkünden wären. :)

Aber ich versuch mal, mich kurz zu fassen. Ihr kennt das…

Diese Woche war ich hauptsächlich mal Studentin. Da anscheinend in einigen Regionen Mitteldeutschlands und sogar bis nach München die Frage aufkommt, ob die Franzi eigentlich auch noch studiert: JA! Das tut sie. Davon erzähl ich nur nicht. Was auch? Also ich erzähl euch klar alles von meinen Ausflügen, Unternehmungen, Reisen…Aber wollt ihr denn, dass ich euch jetzt auch noch erzähle: „Ach, und dann hab ich eine Studie gelesen, bei der Forscher signifikante Korrelationen zwischen den soziodemographischen Faktoren wie „Bildung“ oder „Anzahl der Autos im Haushalt“ und dem Aufkommen häuslicher Gewalt nachgewiesen haben.“ Und: „Also ein Cronbach-Alpha ab .70 ist kein gültiges Kriterium, wenn es um die Entscheidung geht, ob ich meinen Test anwenden kann oder nicht…“ Nein, ich denke, ich bleibe bei meinen Reisen und sonstigen Erlebnissen und das Psychologie-Studium erkläre ich hiermit zur Privatsache. :)

Was aber die Woche noch Interessantes los war, gibt’s jetzt:

Es war schon länger geplant, seit letzter Woche war es auch sicher, da es aber ein Geburtstagsgeschenk für Christina war, welches erst gestern überreicht wurde, kann ich es erst jetzt „veröffentlichen“: Am 8.November gehen wir Mädels zu Coeur de Pirate – eine Sängerin und Pianistin von hier, die aber in Europa eigentlich viel bekannter ist als hier. Macht nichts, wir freuen uns drauf! Mit Europa meine ich Frankreich übrigens…

Und dann hab ich es tatsächlich geschafft, noch die Mädels für ein ganz besonderes Vorhaben zu gewinnen. Am Anfangen haben mich alle so ein bisschen wie Obst angeschaut oder gleich verlegen weggeschaut. Jetzt hab ich aber doch insgesamt 3 Mädels gefunden, mit denen ich am 10. Dezember (ja, ich weiß…aber ich plan halt gerne im Voraus) ins Ballett gehe!!! Juhu!!! Freu mich voll drauf. Aschenputtel in Aix hatte mich einfach überzeugt. Und jetzt sehen wir Tchaikovskys Nussknacker-Suite!!! Hammer! Boah, ich freu mich so! :D

Der Herbst hat uns jetzt wieder. Nach dem wunderbaren WE hat es nun angefangen, heftig zu stürmen und es regnet immer wieder. Normal Mitte Oktober, würd ich sagen. Es ist aber immer noch wesentlich wärmer als bei euch! Gut so, denn die Post meint auch, sich Zeit lassen zu können mit meinem heiß ersehnten Paketchen – stellt euch das Elend mal vor: Da ist ja nicht nur meine Winterjacke drin. Sondern was noch viel wichtiger wäre, wäre doch die erste DVD mit den ersten 3 Folgen Super Nanny vom August und September. Mittlerweile ist die Staffel schon halb rum und ich krieg außer dummen Diskussionen über die Abschaffung der Sendung nichts mit. Im Grunde kann ich mich drüber freuen. So viel wurde über die Sendung schon lange nicht mehr gesprochen. Und die Einschaltquoten sind – sicher auch Dank der Kritiken – super. RTL wird wohl ein so viel geschautes Programm eher nicht aus dem Programm nehmen. Da freut sich die Franzi. Noch schöner wärs doch aber, Katia auch mal wieder zu sehen…

Ja diese Woche muss ich auch noch mal fleißig sein, was schwer wird, denn am liebsten würd ich jetzt schon Koffer packen und losmachen. Am Donnerstagabend ist es dann so weit. Also bei euch Freitagmorgen. Ich meld mich aber vorher noch mal, bevor es dann für eine Woche Funkstille gibt und ich die USA erkunde. Gestern hab ich jedenfalls schon mal Geld umgetauscht – diese US-Dollar sehen ja schon n bissl aus wie Spielzeug-Geld. Nur versiffter. Beim nächsten Mal druck ich die mir selber, das kann ja so schwer nicht sein, so wie die ausschauen.

Gestern Abend waren wir im Kino – Restless, ein Film von hier. Sehr bewegend, toller Film, aber auch irgendwie …seltsam. Es ging im Grunde um eine junge Frau, die an Krebs erkrankt ist und weiß, dass sie nur noch wenige Monate hat. Und genau da verliebt sie sich. Na ja, jedenfalls ist das einer dieser Filme, bei denen man am Ende dankbar ist, dass sie den Saal noch bis zum Ende des Abspanns dunkel lassen…Und es ist auch seltsam, sich mit dem Thema Tod auseinanderzusetzen, zu einem Zeitpunkt, an dem man das Gefühl hat mehr und besser zu leben als je zuvor.

Ja, das wars auch schon. Seht ihr, kurz und schmerzlos. Fast. Bis die Tage dann und danke fürs Lesen, ihr Fleißigen. :)

Die Franzi

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Montag, 10. Oktober 2011
Into the wild...
Salut les amis,

je reviens du plus beau week-end de ma vie et j’ai plein de trucs à vous raconter. Si je trouve mes mots…

On est parti super tôt samedi matin. Je me suis levée à 5h donc il fallait vraiment être motivé…et je l’étais. :)
On était 21 personnes en tout et on a loué des voitures. Vous voyez la « petite » voiture à 8 places plus un énorme coffre dans mes photos sur fb. J’ai eu la chance de la conduire au retour. Trop génial ! Moi, qui ai l’habitude de conduire la petite Corsa (qui me manque pas mal d’ailleurs…). :)

On a fait à peu près 2h de route pour arriver au parc national de la Mauricie. C’est un peu au nord de Montréal. Nord-ouest. On a eu la chance de notre vie avec le temps. On est juste parti au moment du fameux été indien. Il faisait plus de 20° tout le weekend, il y avait pas un nuage dans le ciel et on est rentré avec des coups de soleil.
Vous voyez sur les photos que les forêts sont super jolies avec toutes leurs couleurs. C’est si impressionnant de voir ca.

Là-bas, à l’accueil, ils voulaient d’abord nous compliquer la vie pcq ils ont des règles assez strictes et surtout insensées à mon avis. Les emplacements sont uniquement accessibles par le lac donc en canot. Il y a pas de sentiers dans les forêts. Sur un camping, il y a tjs 4 emplacements pour les tentes et on a le droit d’être 3 personnes dans une tente ce qui fait 12 personnes par camping. Ca, je comprends, c’est pour éviter qu’il y ait 25 personnes sur un petit camping – vu qu’on est dans un parc national surtout. Mais nous, on avait des tentes à 4 ! Et le gar, d’abord il voulait pas nous laisser genre dans 3 tentes à 4 personnes…ce qui fait 12 aussi…Ca nous a pris une demi-heure pour régler ca.

Après, on est allé louer nos canots et on est parti chercher nos emplacements ce qui était assez stressant au début pcq on avait toutes nos affaires dans le canot – les tentes, les matelas, les sacs, la bouffe…- et quand tu t’y connais pas bien tu risques quand même de tomber. Mais on a bien réussi, on est bien arrivé et on s’est installé sur notre camping en pleine forêt au bord du lac avec des toilettes sèches, un bbq, du bois pour le feu et un truc en métal pour pendre tout ce qui est mangeable ou poubelle à 4m d’hauteur à l’abri des ours. D’ailleurs, ce sont des ours noirs qui sont donc relativement petits et ca arrive rarement qu’ils viennent fouiller dans les affaires des campeurs mais ca arrive quand même. Nous, on en a pas vu, ni les caribous. Dommage. :)

Après, nous sommes partis faire du canot et nous avons inventé un nouveau sport : le canot-frisbee. Qqn avait pris un frisbee et du coup, on a joué au frisbee sur le lac dans nos canots. Assez marrant ca. :)
Le soir, on a fait notre bbq et puis on était dans le noir absolu. Bon, il y avait la lune sur le lac, les étoiles, aucun nuage. Le soir, on s’est brossé les dents au bord du lac noir et Lisa disait qu’elle s’est jamais brossée les dents dans une telle idylle parfaite. :) C’est le silence, c’est la paix. C’est une expérience unique et que je n’oublierai jamais.
Le lendemain, nous sommes partis avec nos affaires, on les a mis dans la voiture et puis on a repris d’autres canots de l’autre côté du lac pour aller voir un autre lac juste à côté. Pour y arriver il fallait traverser des endroits avec que très peu d’eau, où il fallait sortir et tirer le canot. Il y avait aussi le barrage d’un castor (ca se dit comme ca ?) qui nous empêchait à un moment de traverser. Arrivé de l’autre côté, on est monté à pied vers un point de vue mais avec une vue qui nous a bien coupé le souffle à nous tous. C’est là que je trouve pas les mots pour exprimer à quel point c’était beau, impressionnant, vaste…C’est ca le Canada. C’est ca que je voulais voir ici, à quoi je m’attendais. Vous avez les photos sur fb mais c’est pas pareil. Si un jour vous avez envie de voyager et vous savez pas ce que vous voulez faire, je vous conseille ca. Partir au Canada, dans un parc national, vous allez vivre qqch d’extraordinaire (écœurant comme on dit ici !). J’ai passé 2 jours sans regarder sur mon portable, sans avoir internet, sans regarder l’heure. De toute façon, ce qui compte c’est s’il fait jour ou nuit. C’est tout. Il faut être habillé chaud pour la nuit au lieu d’être maquillée pour sortir. :) Il faut partager et travailler ensemble – p.ex.pour pendre les sacs lourds de nourriture à 4m de hauteur. Il faut fonctionner en équipe. Dans le canot aussi. C’est une toute autre vie que j’ai eu pendant 2 jours et ca m’a fait du bien.

Et c’est impressionnant à quelle vitesse la civilisation nous a repris après notre arrivée à Montréal hier soir. On a rendu la voiture et on a pris le métro. Le train arrivait juste au moment où nous, on descendait les escaliers et du coup, on a couru, on s’est stressé pour avoir ce train. Tellement qu’on a pas eu le temps de dire au revoir à Lisa qui était la seule à prendre le métro dans l’autre sens. Bienvenue de retour en ville.

Donc voilà, j’espère que j’ai réussi à vous expliquer un peu comment j’ai vécu ce weekend exceptionnel. C’était certainement l’expérience la plus belle de ma vie.

Aujourd’hui, c’est un jour férié ici. C’est l’action de grace – thanksgiving. Malheureusement, on a pas réussi à organiser un repas typique pour nous – normalement ca se fait en famille donc entre amis c’est pas prévu… Donc je profite de la journée pour me mettre un peu à jour, pour travailler tous mes textes etc. Il est déjà midi passé…Ca va vite.

Je vous souhaite une très bonne semaine à vous tous.

Bisous et à la prochaine

Franzi

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Das Haus am See...
Hallo, meine Lieben,

ich bin zurück. Ich bin weder von Bären attackiert worden, noch bin ich gekentert. Die einzigen Schäden, die ich davongetragen hab, sind 2 fette Mückenstiche, aber damit komm ich wohl klar. :)

Es ging also am Samstagmorgen los. Um 5 bin ich aufgestanden – da muss man schon motiviert sein. Dann hat es eine gefühlte Ewigkeit gedauert, bis wir dann endlich unsere Autos hatten und losfahren konnten. Wir waren insgesamt ja 21 Leute und haben dort einen PKW und 2 so riesige Teile bekommen mit je 8Plätzen und mindestens noch mal so viel Kofferraum.
Dann sind wir losgefahren. Gute 2 Std. durch immer bunter werdende Wälder. Und dann immer mehr Seen links und rechts der Straße. Schon da hab ich regelmäßig Gänsehaut bekommen. Noch dazu haben wir einen Klassik-Radiosender gefunden, der so genial zu den Farben im Wald gepasst hat… :) Und gelernt haben wir auch noch was: Da lief Vivaldi, den wir sogar als solchen identifiziert haben. Und dann die Überlegung: ist das jetzt Frühling? Sommer? Herbst? Wir haben uns auf Herbst geeinigt, weil das so schön zur Umgebung passte. :) Dann die Spannung auf dem Maximum und der große Moment der Auflösung, als die gute Frau im Radio meinte: Das war der Frühling…Pfff, und ich hab vorher noch groß den Frühling ausgeschlossen, da war ich mir sicher. Das nur so am Rande, wir hatten jedenfalls Spaß. :)

Als wir im Nationalpark waren, gab es noch kleine Probleme, was die Zeltplätze anging. Die haben da super strikte Vorschriften, wie viele Leute da sein dürfen und so und zuerst hieß es, man darf nur zu dritt in einem Zelt sein und 4 Zelte haben – also 12 pro Platz. Aber 3mal 4Leute pro Zelt, das ging nicht. Wir haben ihnen dann erklärt, dass das dämlich ist, und dann haben sie uns auch so reingelassen. :)
Dann haben wir die Kanus geliehen. Je zu zweit in einem, ein Dreier-Kanu war auch dabei. Das größte Problem war (hinsichtlich des Umkipp-Risikos), dass wir anfangs die ganzen Sachen – Zelte, Matten, Rucksäcke, Essen etc. – mit im Kanu hatten, denn die Zeltplätze sind ausschließlich über den See erreichbar. Dann sind die mitten im Wald am Seeufer und es gibt einfach keinen Weg in dem Wald oder so. Es ist einfach Natur pur. Wahnsinn. Nach einer kurzen Picknick-Pause haben wir dann unsere Zeltplätze gesucht, gefunden und uns dort eingerichtet. Und danach sind wir ein bisschen paddeln gegangen. Auf meinen Fotos sitzt übrigens immer Mirjam (aus Dtl.) vor mir. Fotos, auf denen ich paddel, müsste sie haben. Mal sehen. Neben dem See und den Wäldern, die natürlich nach wie vor unbegreiflich schön waren, haben wir uns auch mit einer neuen Sportart amüsiert: dem Kanu-Frisbee. Es hatte jemand einen Frisbee mit und wir haben uns den auf dem See zugeworfen. Sehr witzige Sache. (Frisbees sind übrigens multifunktional einsetzbar: zum Spielen, zum Feuer anpusten, als Teller...)

Abends haben wir dann gegrillt, da die dort einen Grill und Feuerholz haben. Es gab außerdem an Luxus ein Plumpsklo im Wald. Und was auch wichtig war, war das große Metallgestell, an dem wir unser gesamtes Essen aufhängen und hochziehen mussten, was einiges an Intelligenz und Teamwork voraussetzt, damit die Bären nichts holen können. Die Bären haben uns schon auch Angst gemacht. Es sind zwar „nur“ Schwarzbären, die doch recht klein sind und eher „faul“, aber nachts im stockfinsteren Wald wird’s einem schon anders. Vor allem als wir alles zusammengepackt haben vor dem Schlafengehen und plötzlich ein Grummeln und Röcheln aus dem Wald direkt neben uns kam. Und man sieht ja nichts im Dunkeln! Da ging uns allen kurz mal ordentlich die Pumpe. Bis jemand meinte, 2 unserer Jungs seien schon schlafen gegangen und das wäre ein Schnarchen gewesen! Und tatsächlich, das Geräusch kam aus der Richtung des Zeltes und der böse Bär war in Wahrheit nur der schnarchende Tom. Haben wir gelacht! :)
In der Nacht war keine Wolke am sternenklaren Himmel. Wir standen im Mondschein am tiefschwarzen See und haben uns die Zähne geputzt und Lisa brachte es auf den Punkt: „Ich glaub, ich hab noch nie so idyllisch Zähne geputzt.“ Es war so unbeschreiblich schön dort.

Am nächsten Morgen gabs dann ordentlich Frühstück, wir haben die Zelte abgebaut und sind mit den Kanus zum Bootsverleih zurückgefahren. Dann sind wir von dort mit dem Auto an die andere Seite des Sees gefahren, haben dort wieder Kanus geholt und sind noch ein Stück weiter auf den nächsten See gefahren. Dazu mussten wir teilweise durch ganz flache Pfützchen fahren, aussteigen, das Kanu ziehen. An einer Stelle war uns ein Biberstaudamm im Weg. Am andern Ende angekommen sind wir dann ein Stück durch den Wald gelaufen und hoch zu einem Aussichtspunkt, der uns wirklich den Atem genommen hat, so großartig war das, was wir von dort sehen konnten. Ich hab insgesamt über 200 Fotos gemacht und es war nicht leicht, für fb welche auszuwählen. 97 sind es jetzt noch.

Dann sind wir zurückgepaddelt haben Kanus und Paddel und Schwimmwesten und so abgegeben, haben noch ein Picknick gemacht und sind nach Hause gefahren. Genau genommen bin ich nach Hause gefahren. Erst war mir da ein bisschen mulmig bei dem Gedanken. Also ich fahre ja eigentlich gerne Auto, aber ich hab ja seit 4einhalb Jahren meinen Corsa…Und jetzt diesen riesigen Ford mit 8 Personen drin. Automatik natürlich. Also wie gesagt, erst war mir ein bisschen komisch dabei, dann hat es aber echt Spaß gemacht und wir sind ja auch gut angekommen – abends um 9. Jetzt kann ich also definitiv 7 Kinder kriegen, weil auch das Problem des „wie krieg ich die im Auto transportiert?“ geklärt ist. :)

Und ich hab heute nicht mal Muskelkater vom Paddeln. Gestern Abend war ich sooo müde. Ich kam heim, hab meine Sachen ausgepackt und aufgeräumt, war duschen und bin gegen 23h wie tot ins Bett gefallen – den Kopf voller bunter Bilder, voller unglaublich schöner Erinnerungen und dem Gedanken, dass das alles viel zu schön ist, um wahr zu sein. DAS war Canada. DAS war das, was ich seit eh und je mit diesem Land verbunden habe. DAS war das, was ich hier unbedingt erleben wollte. Und jetzt hab ich es erlebt. Und wir hatten 2 Tage lang über 20° und Sonne satt. Wir hatten keinen Regen, keinen Nebel, keinen kalten Wind. Wir hatten den berühmten "indian summer", den "été indien". Ich weiß nicht, ob ich in den letzten 23Jahren schon mal so viel Glück hatte. Ich habe 2 Tage lang auf keine Uhr, kein Handy geschaut. Es war egal wie spät es war. Was wichtig war, war wann es dunkel und wieder hell wird. Es gab kein warmes Wasser, es gab kein Internet. Es gab keinen Stress. Es war uns so seltsam, als wir gestern Abend dann das Auto abgegeben haben und in die Metro eingestiegen sind. Das war so unecht auf einmal. Und es ist beeindruckend, wie schnell uns die Zivilisation und der Stress des Großstadt-Alltags wieder zurück hatte: Als wir die Treppe zur Metro runter gingen, kam gerade die Bahn in unsere Richtung und wir sind schnell gerannt, um sie noch zu bekommen. So, dass wir keine Zeit mehr hatten, uns von Lisa zu verabschieden, die als Einzige in die andere Richtung fuhr. Welcome back to Montréal.

Heute ist thanksgiving aber wir haben es nicht organisiert bekommen, irgendwo essen zu gehen heute. Also verschieb ich mein Thanksgiving-Erlebnis auf irgendwann später in meinem Leben und nutze den Tag heute mal für mein Studium.

Ich hoffe, ich habe euch einen kleinen Einblick geben können in das, was ich hier gerade erlebt habe, und ich hoffe, halbwegs die richtigen Worte gefunden zu haben, um zu beschreiben, was so unbeschreibbar schön und faszinierend ist. Die Fotos können vielleicht auch noch einen kleinen Teil dazu beitragen.

Ganz liebe Grüße an euch von eurer überglücklichen

Franzi

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