... newer stories
Samstag, 29. Oktober 2011
Mikrowellen-Nudeln, Chai Tea Latte und 2 Material Girls
diefranzi, 07:00h
So, dann will ich mich mal einigen Anmerkungen zu dieser unglaublich tollen Reise widmen, nachdem ich den Tag schon damit verbracht habe, alle Fotos – also eine Auswahl – hoch zu laden und eure ganzen Mails zu beantworten. Und der Alltag hat mich auch schon wieder, denn irgendwer musste ja Wäsche waschen, einkaufen und Nachhilfe geben.
Einkaufen ist eine gute Überleitung. Was hab ich gekauft? Hauptsächlich Grünzeug. Weil: Christina und ich haben uns jetzt eine ganze Woche lang außergewöhnlich schrecklich ernährt. Wir hatten zwar einen Haufen Äpfel mit, aber das kann man ja kaum als ausgewogene Ernährung bezeichnen. Ansonsten gab es nämlich gelegentlich ein Donut-Frühstück und coffee-to-go (oder Chai Tea Latte to go), mittags und abends dann immer irgendwelches Fast Food. Eine Woche lang! Und man kann ja tatsächlich ALLES haben, immer und überall. Überfluss ist da schon geschmeichelt. Also so was zu Essen holen und mitnehmen und so, das ist wesentlich einfacher, als mal irgendwo einen Supermarkt aufzutreiben (Apropos Supermarkt: ich hab nen Aldi gesehen!). In New York gab es dann aber auch an jeder Straße einen Obst-Stand. Nicht ohne den HotDog-Stand direkt daneben, aber immerhin.
Dementsprechend sehen die Amerikaner auch aus. Also die Klischees wurden leider alle bestätigt: ich habe noch nie so viele soooo dicke Menschen auf einem Haufen gesehen. Und interessanterweise haben die Klamotten, die ihnen passen – nicht so wie bei uns, wo die dann unmöglich aussehen.
Ich habe ja schon erzählt, dass Christina am Ende sogar Erdbeereis als gesundes Dessert angesehen hat. ;) Die Amis hatten uns also voll im Griff. Und das Essen war auch das beste Argument, was wir hatten, um am Ende die Heimreise nicht ganz so schlimm zu finden. Und ich werde mich jetzt erstmal nur von Salat, Gemüse und fettfreien, selbstgekochten Dingen ernähren. Ich will keine Pizza mehr, keine Pommes, keine Burger, keine Sandwichs, kein Chinesisch, nichts. Selbst bei Süßkram hält sich mein Heißhunger grad in Grenzen, und das will was heißen.
Aber eine Frage hätte ich noch. Wir konnten das Experiment nun nicht zu Ende führen, aber weiß jemand, ob man Nudeln in der Mikrowelle kochen kann? Geht das? Also ihr könnt’s ja mal ausprobieren und mir dann das Ergebnis mitteilen. Sonst frag ich mal bei der Maus. :)
Ich habe also heute meinen kulinarischen Tagesablauf genossen: Müsli, Reis und grüne Bohnen, Tomate und Ciabatta mit Kräuter-Frischkäse, Apfel, Orange, ungesüßter Tee (aus euerm Paket, ich hab schon bald keinen mehr!!!). Alles bestens. Und morgen geh ich laufen. Dann passen mir vielleicht demnächst auch die ganzen Klamotten wieder…
Klamotten. Damit wären wir beim nächsten Thema und beim nächsten Klischee: in den USA kann man so super shoppen. Stimmt. Doof nur, dass ich nicht Präsident Obama bin und dementsprechend nicht sein Konto habe. Aber große Augen hab ich bekommen. Wir sind durch’s Macys gelaufen und meinten nur: Ich hoff, ich bin mal reich später…Die Konsumgesellschaft hatte uns voll in ihren Fängen, was soll man machen…? Meine Ausbeute: Endlich meine grauen AllStars aus Boston – zu denen es auch noch eine Geschichte gibt – eine neue Handtasche aus New York, ein T-Shirt aus dem HardRockCafé am Times Square und ein schwarzes Kleid aus Philadelphia. Das ist doch recht vernünftig, oder? :)
Zu den Schuhen. Einige von euch wissen, dass ich seit sicher 2 Jahren graue AllStars wollte und dass mein Studentenbudget es nie zugelassen hat, mir Schuhe für 65Euro, die die in Frk kosten, zu leisten. Also war das fest geplant für Canada, wo sie tatsächlich billiger sind. Und dann sagte mir wer, in den USA sei es noch billiger. Also habe ich versucht, zu warten. Das war schwer, denn ich habe nur ein anderes Paar Sneaker mitgehabt hier und die sind echt so auseinandergefallen schon…Also kam dann endlich die Rettung. Im Laden in Montreal hab ich schon geguckt, und wusste genau, dass ich so ein hellgraues Paar wollte. Und jetzt sind wir durch ganz Boston gelaufen und überall gab es nur dunkelgrau. Christina hat schon an mir gezweifelt, ob ich mir das alles einbilde und es doch dieselbe Farbe ist. Bis wir am Ende in einem Converse-Geschäft waren und sie da auch nichts Hellgraues hatten. Dann hab ich mir gedacht, weißte, für 50$ nehm ich halt auch die dunkelgrauen, vielleicht hab ich mir das echt nur eingebildet. Also hab ich echt selbst an mir gezweifelt. Ich kauf die Schuhe, bin glücklich – wie das so ist nach dem Schuhekaufen – wir gehen aus dem Laden und nebenan ist ein anderes Geschäft und ich seh im Schaufenster hellgraue AllStars. Ich hab ich gedacht ich brech zusammen. Aber nun hatte ich sie ja gekauft…Also sind wir schnell vorbeigelaufen und haben beschlossen, einfach nie darüber zu reden und so zu tun, als sein das nie passiert. Was aber anscheinend nicht klappt, sonst wäre es mir jetzt hier keine Story wert. Jedenfalls hab ich jetzt graue AllStars für relativ wenig Geld und bin trotzdem nicht 100%ig glücklich. So ein Ärger. Aber ich muss mich nicht mehr für meine kaputten Schuhe schämen, das ist auch schon sehr angenehm.
Und man kann in allen möglichen Läden super tolle Kleider shoppen. Ich frag mich, wann die die anziehen…Also für n Abiball hätt ich da echt voll was gefunden. Jetzt hab ich aber gar keinen Abiball…Anprobiert hab ich trotzdem ein ganz tolles dunkelblaues Glitzerkleid. *Träumchen* Da ich jetzt aber nicht zur nächsten Oskarverleihung eingeladen bin, hab ich’s erstmal noch nicht gekauft. :)
So, das war’s dann schon wieder mit meinen spannenden Geschichten vom Essen und Shoppen.
Und Pickeldi ging mit Frederick nach Hause… (In Österreich gibt’s keinen Sandmann! Ich frag mich, wie die da ihre Kinder zum Schlafen kriegen…) :)
Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal
Die Franzi
Einkaufen ist eine gute Überleitung. Was hab ich gekauft? Hauptsächlich Grünzeug. Weil: Christina und ich haben uns jetzt eine ganze Woche lang außergewöhnlich schrecklich ernährt. Wir hatten zwar einen Haufen Äpfel mit, aber das kann man ja kaum als ausgewogene Ernährung bezeichnen. Ansonsten gab es nämlich gelegentlich ein Donut-Frühstück und coffee-to-go (oder Chai Tea Latte to go), mittags und abends dann immer irgendwelches Fast Food. Eine Woche lang! Und man kann ja tatsächlich ALLES haben, immer und überall. Überfluss ist da schon geschmeichelt. Also so was zu Essen holen und mitnehmen und so, das ist wesentlich einfacher, als mal irgendwo einen Supermarkt aufzutreiben (Apropos Supermarkt: ich hab nen Aldi gesehen!). In New York gab es dann aber auch an jeder Straße einen Obst-Stand. Nicht ohne den HotDog-Stand direkt daneben, aber immerhin.
Dementsprechend sehen die Amerikaner auch aus. Also die Klischees wurden leider alle bestätigt: ich habe noch nie so viele soooo dicke Menschen auf einem Haufen gesehen. Und interessanterweise haben die Klamotten, die ihnen passen – nicht so wie bei uns, wo die dann unmöglich aussehen.
Ich habe ja schon erzählt, dass Christina am Ende sogar Erdbeereis als gesundes Dessert angesehen hat. ;) Die Amis hatten uns also voll im Griff. Und das Essen war auch das beste Argument, was wir hatten, um am Ende die Heimreise nicht ganz so schlimm zu finden. Und ich werde mich jetzt erstmal nur von Salat, Gemüse und fettfreien, selbstgekochten Dingen ernähren. Ich will keine Pizza mehr, keine Pommes, keine Burger, keine Sandwichs, kein Chinesisch, nichts. Selbst bei Süßkram hält sich mein Heißhunger grad in Grenzen, und das will was heißen.
Aber eine Frage hätte ich noch. Wir konnten das Experiment nun nicht zu Ende führen, aber weiß jemand, ob man Nudeln in der Mikrowelle kochen kann? Geht das? Also ihr könnt’s ja mal ausprobieren und mir dann das Ergebnis mitteilen. Sonst frag ich mal bei der Maus. :)
Ich habe also heute meinen kulinarischen Tagesablauf genossen: Müsli, Reis und grüne Bohnen, Tomate und Ciabatta mit Kräuter-Frischkäse, Apfel, Orange, ungesüßter Tee (aus euerm Paket, ich hab schon bald keinen mehr!!!). Alles bestens. Und morgen geh ich laufen. Dann passen mir vielleicht demnächst auch die ganzen Klamotten wieder…
Klamotten. Damit wären wir beim nächsten Thema und beim nächsten Klischee: in den USA kann man so super shoppen. Stimmt. Doof nur, dass ich nicht Präsident Obama bin und dementsprechend nicht sein Konto habe. Aber große Augen hab ich bekommen. Wir sind durch’s Macys gelaufen und meinten nur: Ich hoff, ich bin mal reich später…Die Konsumgesellschaft hatte uns voll in ihren Fängen, was soll man machen…? Meine Ausbeute: Endlich meine grauen AllStars aus Boston – zu denen es auch noch eine Geschichte gibt – eine neue Handtasche aus New York, ein T-Shirt aus dem HardRockCafé am Times Square und ein schwarzes Kleid aus Philadelphia. Das ist doch recht vernünftig, oder? :)
Zu den Schuhen. Einige von euch wissen, dass ich seit sicher 2 Jahren graue AllStars wollte und dass mein Studentenbudget es nie zugelassen hat, mir Schuhe für 65Euro, die die in Frk kosten, zu leisten. Also war das fest geplant für Canada, wo sie tatsächlich billiger sind. Und dann sagte mir wer, in den USA sei es noch billiger. Also habe ich versucht, zu warten. Das war schwer, denn ich habe nur ein anderes Paar Sneaker mitgehabt hier und die sind echt so auseinandergefallen schon…Also kam dann endlich die Rettung. Im Laden in Montreal hab ich schon geguckt, und wusste genau, dass ich so ein hellgraues Paar wollte. Und jetzt sind wir durch ganz Boston gelaufen und überall gab es nur dunkelgrau. Christina hat schon an mir gezweifelt, ob ich mir das alles einbilde und es doch dieselbe Farbe ist. Bis wir am Ende in einem Converse-Geschäft waren und sie da auch nichts Hellgraues hatten. Dann hab ich mir gedacht, weißte, für 50$ nehm ich halt auch die dunkelgrauen, vielleicht hab ich mir das echt nur eingebildet. Also hab ich echt selbst an mir gezweifelt. Ich kauf die Schuhe, bin glücklich – wie das so ist nach dem Schuhekaufen – wir gehen aus dem Laden und nebenan ist ein anderes Geschäft und ich seh im Schaufenster hellgraue AllStars. Ich hab ich gedacht ich brech zusammen. Aber nun hatte ich sie ja gekauft…Also sind wir schnell vorbeigelaufen und haben beschlossen, einfach nie darüber zu reden und so zu tun, als sein das nie passiert. Was aber anscheinend nicht klappt, sonst wäre es mir jetzt hier keine Story wert. Jedenfalls hab ich jetzt graue AllStars für relativ wenig Geld und bin trotzdem nicht 100%ig glücklich. So ein Ärger. Aber ich muss mich nicht mehr für meine kaputten Schuhe schämen, das ist auch schon sehr angenehm.
Und man kann in allen möglichen Läden super tolle Kleider shoppen. Ich frag mich, wann die die anziehen…Also für n Abiball hätt ich da echt voll was gefunden. Jetzt hab ich aber gar keinen Abiball…Anprobiert hab ich trotzdem ein ganz tolles dunkelblaues Glitzerkleid. *Träumchen* Da ich jetzt aber nicht zur nächsten Oskarverleihung eingeladen bin, hab ich’s erstmal noch nicht gekauft. :)
So, das war’s dann schon wieder mit meinen spannenden Geschichten vom Essen und Shoppen.
Und Pickeldi ging mit Frederick nach Hause… (In Österreich gibt’s keinen Sandmann! Ich frag mich, wie die da ihre Kinder zum Schlafen kriegen…) :)
Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal
Die Franzi
... link (0 Kommentare) ... comment
... older stories