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Samstag, 1. Oktober 2011
World Press Photo, Metro und ein tolles WE in Aussicht
diefranzi, 00:45h
So, dann will ich mich nun noch mal melden, bevor ich morgen gegen Mittag in mein tolles Wochenende abdampfe.
Also für euch die Woche im Überblick:
Es war im Großen und Ganzen Sommer. Wie bei euch ja auch. Also es war mir schon wieder zu heiß in der Sonne manchmal. Aber wir haben es genossen, ich war viel joggen, es war toll. Gestern hat es dann aber den ganzen Tag geregnet und heute ist es laut Wetterbericht wohl zwischen 4 und 9° kalt in Toronto. Ab morgen soll es aber wieder besser werden – nur für mich. :)
Am Montag hatte ja Lise Geburtstag. Wir haben ihr nach der Uni aufgelauert und ihr -„TADAAAHH“ Überraschung – ihre neuen AllStars in knallrot überreicht und sie hat sich sooo gefreut, was uns wiederum auch sehr gefreut hat. Danach waren wir noch Eis essen – ein wahnsinnig leckeres Eis übrigens. Also in Sachen Süßkram und Leckereien macht denen hier ja keiner was vor. Mein Eis hatte irgendwie Karamel-Mandel-Geschmack und Schoko- sowie Cookie-Stückchen drin. Hammer.
Außer viel Arbeit hatte ich im Prinzip auch nur ein Highlight die Woche. Am Mittwoch waren wir in der World Press Photo Ausstellung. Das war super. Zwar ganz schön viel auf einmal und daher auch anstrengend aber auch wirklich interessant. Einige Bilder sind doch recht schockierend: Da liegen abgetrennte Köpfe auf Straßen, faulende Kinderleichen in Haiti etc…Also das hätte ich jetzt nicht unbedingt sehen müssen. Aber andere Photos waren wirklich schön und auch kreativ. Und die Entstehungsgeschichten dahinter waren auch interessant.
Ich hab jetzt mein Thema für die Präsentation im Kurs über Kindesmisshandlung. Nachdem mich das kanadische Gesetz, welches ausdrücklich erlaubt, Kinder zu erzieherischen Zwecken zu schlagen oder sonst wie „körperlich zu züchtigen“ (nicht nur, dass es kein Gesetz gibt, was es verbietet, nein, man erlaubt es auch noch ausdrücklich) relativ schockiert hat, beschäftige ich mich jetzt mal mit dem deutschen Gesetz, welches dem Kind das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung zuspricht. Dazu hab ich dann Studien gefunden, die zeigen, welche Auswirkungen das Gesetz denn eigentlich hatte – sprich, ob es war taugt oder nicht. Dazu gibt’s dann auch noch europäische Vergleichsstudien etc. Also ich guck mal, was ich da so draus machen kann.
Dann hab ich mir noch vorgenommen, euch von so ein paar interessanten Beobachtungen zu erzählen, die ich in der Metro gemacht habe. Also zum Thema Metro bin ich mir noch nicht so sicher, wie ich das finde. Manchmal finde ich es super und manchmal nervt es mich. Immerhin fahr ich 40 Minuten zur Uni und wieder heim und noch dazu ist es drinnen immer super heiß. Und bestenfalls natürlich auch komplett überfüllt.
Aber es gibt ja die Musiker. :) Die versüßen mir so manchen Tag. Mein Favorit ist ein Trio aus 2 Geigen und einer Gitarre. Die sind großartig und ich freu mich immer riesig, wenn ich die schon von weitem höre.
Heute stand tatsächlich eine kleine Ballett-Gruppe auf einer kleinen Bühne mitten in der Metro-Station. Da hab ich auch kurz zugeschaut.
Neulich stand eine unheimlich dicke Frau in der Metro, mit einem dunkelblauen T-Shirt mit „Hamburg“- Aufschrift und einen Paris-Stadtführer am Lesen.
Kanadier sind ja so unglaublich höflich und zuvorkommend. Das sieht man auch in der Metro. Sowie da eine ältere Person einsteigt, eine schwangere Frau oder jemand mit Kindern, da springen die förmlich auf und streiten sich nahezu darum, wer demjenigen seinen Platz überlassen darf.
Dann gibt es die, die in der Metro schlafen. Manchmal frag ich mich, ob die jemals aussteigen und das dann auch noch an der richtigen Station? Und die, die in der Metro essen. Was sicher etwas ist, was mich am Großstadtleben auf Dauer mit am meisten stören würde: Keine Zeit und essen nur auf dem Weg. Und die Kaffee-Trinker oder zumindest Kaffee-Becher-Halter. Niemand geht ohne Kaffee irgendwohin. Dumm sind die nur ein bisschen, weil sie halt ihren Kaffee irgendwo im Pappbecher kaufen, anstatt ihn von zu Hause mitzunehmen. Das machen auch manche, aber wenige. Ich übrigens auch. :) Ja, ich habe nämlich letztens einen blauen „UdeM“-Thermosbecher erstanden und der rettet mir jetzt in den laaangen Seminaren gern mal das Leben.
Ja, soviel dazu.
Dann kurz zu meinem Wochenende: Morgen Mittag geht’s also los. 6Std. Busfahrt nach Toronto. Abends wird dann außer dem Suchen nach den Couchsurfern nicht mehr viel laufen. Am Sonntag fahren wir dann an die Niagarafälle (ca2Std) und am Montag haben wir dann noch Zeit für Toronto. Wir fahren erst 19h wieder zurück, was heißt, dass wir auch erst 1h nachts wieder hier sind. Da sitzen einige von euch schon wieder beim Frühstück oder sogar schon an der Arbeit. Ich berichte dann natürlich, wenngleich ich nächste Woche gut im Stress sein dürfte, denn so ein Wochenende ist ja super, nur auch anstrengend und man hat danach immer 1000 Dinge nachzuholen.
Heute Abend feiern wir noch Lises Geburtstag.
So, jetzt seid ihr wieder gut im Bilde. Zum Abschluss noch einen Satz, den ich letzte Woche im Archäologie-Museum gelesen habe und den ich so passend finde:
„Living in Montreal means staying in touch with loved ones far away.”
Übersetzt lautet der:
„In Montreal leben heißt Kontakt halten mit den Lieben weit weg.“
Und damit dann liebe Grüße und euch auch ein schönes langes Wochenende und Happy birthday im Voraus!
Die Franzi
Also für euch die Woche im Überblick:
Es war im Großen und Ganzen Sommer. Wie bei euch ja auch. Also es war mir schon wieder zu heiß in der Sonne manchmal. Aber wir haben es genossen, ich war viel joggen, es war toll. Gestern hat es dann aber den ganzen Tag geregnet und heute ist es laut Wetterbericht wohl zwischen 4 und 9° kalt in Toronto. Ab morgen soll es aber wieder besser werden – nur für mich. :)
Am Montag hatte ja Lise Geburtstag. Wir haben ihr nach der Uni aufgelauert und ihr -„TADAAAHH“ Überraschung – ihre neuen AllStars in knallrot überreicht und sie hat sich sooo gefreut, was uns wiederum auch sehr gefreut hat. Danach waren wir noch Eis essen – ein wahnsinnig leckeres Eis übrigens. Also in Sachen Süßkram und Leckereien macht denen hier ja keiner was vor. Mein Eis hatte irgendwie Karamel-Mandel-Geschmack und Schoko- sowie Cookie-Stückchen drin. Hammer.
Außer viel Arbeit hatte ich im Prinzip auch nur ein Highlight die Woche. Am Mittwoch waren wir in der World Press Photo Ausstellung. Das war super. Zwar ganz schön viel auf einmal und daher auch anstrengend aber auch wirklich interessant. Einige Bilder sind doch recht schockierend: Da liegen abgetrennte Köpfe auf Straßen, faulende Kinderleichen in Haiti etc…Also das hätte ich jetzt nicht unbedingt sehen müssen. Aber andere Photos waren wirklich schön und auch kreativ. Und die Entstehungsgeschichten dahinter waren auch interessant.
Ich hab jetzt mein Thema für die Präsentation im Kurs über Kindesmisshandlung. Nachdem mich das kanadische Gesetz, welches ausdrücklich erlaubt, Kinder zu erzieherischen Zwecken zu schlagen oder sonst wie „körperlich zu züchtigen“ (nicht nur, dass es kein Gesetz gibt, was es verbietet, nein, man erlaubt es auch noch ausdrücklich) relativ schockiert hat, beschäftige ich mich jetzt mal mit dem deutschen Gesetz, welches dem Kind das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung zuspricht. Dazu hab ich dann Studien gefunden, die zeigen, welche Auswirkungen das Gesetz denn eigentlich hatte – sprich, ob es war taugt oder nicht. Dazu gibt’s dann auch noch europäische Vergleichsstudien etc. Also ich guck mal, was ich da so draus machen kann.
Dann hab ich mir noch vorgenommen, euch von so ein paar interessanten Beobachtungen zu erzählen, die ich in der Metro gemacht habe. Also zum Thema Metro bin ich mir noch nicht so sicher, wie ich das finde. Manchmal finde ich es super und manchmal nervt es mich. Immerhin fahr ich 40 Minuten zur Uni und wieder heim und noch dazu ist es drinnen immer super heiß. Und bestenfalls natürlich auch komplett überfüllt.
Aber es gibt ja die Musiker. :) Die versüßen mir so manchen Tag. Mein Favorit ist ein Trio aus 2 Geigen und einer Gitarre. Die sind großartig und ich freu mich immer riesig, wenn ich die schon von weitem höre.
Heute stand tatsächlich eine kleine Ballett-Gruppe auf einer kleinen Bühne mitten in der Metro-Station. Da hab ich auch kurz zugeschaut.
Neulich stand eine unheimlich dicke Frau in der Metro, mit einem dunkelblauen T-Shirt mit „Hamburg“- Aufschrift und einen Paris-Stadtführer am Lesen.
Kanadier sind ja so unglaublich höflich und zuvorkommend. Das sieht man auch in der Metro. Sowie da eine ältere Person einsteigt, eine schwangere Frau oder jemand mit Kindern, da springen die förmlich auf und streiten sich nahezu darum, wer demjenigen seinen Platz überlassen darf.
Dann gibt es die, die in der Metro schlafen. Manchmal frag ich mich, ob die jemals aussteigen und das dann auch noch an der richtigen Station? Und die, die in der Metro essen. Was sicher etwas ist, was mich am Großstadtleben auf Dauer mit am meisten stören würde: Keine Zeit und essen nur auf dem Weg. Und die Kaffee-Trinker oder zumindest Kaffee-Becher-Halter. Niemand geht ohne Kaffee irgendwohin. Dumm sind die nur ein bisschen, weil sie halt ihren Kaffee irgendwo im Pappbecher kaufen, anstatt ihn von zu Hause mitzunehmen. Das machen auch manche, aber wenige. Ich übrigens auch. :) Ja, ich habe nämlich letztens einen blauen „UdeM“-Thermosbecher erstanden und der rettet mir jetzt in den laaangen Seminaren gern mal das Leben.
Ja, soviel dazu.
Dann kurz zu meinem Wochenende: Morgen Mittag geht’s also los. 6Std. Busfahrt nach Toronto. Abends wird dann außer dem Suchen nach den Couchsurfern nicht mehr viel laufen. Am Sonntag fahren wir dann an die Niagarafälle (ca2Std) und am Montag haben wir dann noch Zeit für Toronto. Wir fahren erst 19h wieder zurück, was heißt, dass wir auch erst 1h nachts wieder hier sind. Da sitzen einige von euch schon wieder beim Frühstück oder sogar schon an der Arbeit. Ich berichte dann natürlich, wenngleich ich nächste Woche gut im Stress sein dürfte, denn so ein Wochenende ist ja super, nur auch anstrengend und man hat danach immer 1000 Dinge nachzuholen.
Heute Abend feiern wir noch Lises Geburtstag.
So, jetzt seid ihr wieder gut im Bilde. Zum Abschluss noch einen Satz, den ich letzte Woche im Archäologie-Museum gelesen habe und den ich so passend finde:
„Living in Montreal means staying in touch with loved ones far away.”
Übersetzt lautet der:
„In Montreal leben heißt Kontakt halten mit den Lieben weit weg.“
Und damit dann liebe Grüße und euch auch ein schönes langes Wochenende und Happy birthday im Voraus!
Die Franzi
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